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Hallo und herzlich willkommen bei YAY Comics. In dieser Folge sprechen wir mit der Autorin und Zeichnerin Olivia Wieweg, von der ihr vielleicht das Zombie-Comic Endzeit kennt. Das sogar verfilmt wurde.
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Music.
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Hallöchen. Wie geht's dir denn in dieser Zeit hier gerade.
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Also jetzt haben seit einer Woche die Schulen und Kindergärten ja bei uns wieder offen oder eigentlich deutschlandweit und obwohl ich das auch kritisch sehe
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also haben wir die Kinder jetzt trotzdem hingeschickt, momentan in Weimar das Infektionsgeschehen auch einigermaßen überschaubar ist
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und nachdem wir jetzt die Kids irgendwie seit Mitte Dezember zu Hause hatten und ja auch wirklich krass Kontakte reduziert haben
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erste Mal wieder so an, als ob ich ein Stück von meinem Leben zurückgekriegt hätte. Also es ist schon.
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Doch eine echt krasse herausfordernde Zeit gewesen, die ja auch so nicht gedacht ist, weil manche immer so äh hämisch sind. Ja, jetzt müssen sich die Eltern mal selber um ihre Kinder kümmern, so wie es sein soll,
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wo ich dann denke, ja Leute, es gibt aber eine Schulpflicht.
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Und ein Recht auf Kindergartenplatz, das gibt's ja nicht so umsonst. Mhm. Äh und ja, also das äh das ist halt.
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Schon extrem schwer war irgendwie so diese Zeit, also auch im ersten Lokdown.
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Also dann irgendwie trotzdem weiter produktiv sein zu wollen und auch zu müssen und äh aber eigentlich alle dreißig Sekunden unterbrochen zu werden. Mhm.
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Und du bist mit zwei Kindern zu Hause? Genau. Wie, wie, wie funktioniert denn dieses Home-Schooling bei euch? Also, stehe ich mir ja wahnsinnig anstrengend vor,
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Ja, also ich meine, er ist noch ersitzt in der zweiten Klasse der Große, also das ist natürlich, wo man selber noch mitkommt, gerade und zwar an Stoff vermittelt wird, das ist schon mal äh sehr vorteilhaf.
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Ähm aber also es ist halt total abhängig davon, was man für Lehrer oder was man für Schulen erwischt hat, also an unserer äh Schule ist eigentlich äh.
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Eben wenig passiert. Also es ist so ein bisschen.
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Als ob die Pandimie äh also wenn die neunzehnhundertfünfundachtzig stattgefunden hätte, hätte das bei uns genauso ausgesehen, also ähm ui. Es ist halt, es werden halt Aufgabenblätter.
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Rumgeschickt und einmal die Woche und aber die sind im Prinzip auch nie kontrolliert worden. Was natürlich so ein großes Motivationsproblem war dann auch.
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Im zweiten Lokdown haben sie dann irgendwie äh in Thüringen die Schulcloud eingeführt, die ständig zusammenbricht, wo man immerhin ab und zu mal was hochladen konnte und die Lehrerin dann irgendwie ein bisschen dazu geschrieben hat,
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dass er schon mal irgendwie ein Fortschritt und äh ab und zu, also einmal die Woche gab's auch so eine dreiviertel Stunde Videokonferenz ähm.
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Aber äh es ist im Prinzip keine
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also keine Beschulung, die da stattgefunden hat. Also das habe ich äh und äh ähm mein Freund quasi haben das zusammen selber alles gemacht und ähm
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Ja, ich bin da nicht so scharf drauf auf diesen Job, ehrlich gesagt.
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Ja, es ist ja auch nicht dein Job, ne? Dein Job ist was ganz anderes, wie wie hast du da irgendwie neue Ideen, neue Ansätze gefunden, wie du trotzdem deinen eigentlichen Job kreativ zu sein, Dinge zu schreiben, Dinge vielleicht auch zu zeichnen
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wie du das trotzdem hinkriegst oder wie du dich dann motivierst. Ich meine, wenn du halt schon Tag tagsüber quasi
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den Lehrhardjob übernimmst, dann hat man ja am am Abend in der Regel oder halt davor in der Früh oder wann auch immer dazwischen jetzt auch nicht wahrscheinlich noch,
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so krass viel Energie wie sonst. Total. Wie kriegst du das hin? Ja, also das Energieding ist ein totales Thema. Ich find's jetzt ganz witzig. Äh also es war im ersten Doktor auch schon so,
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im Prinzip sobald die Schulen und die Kita wieder aufgemacht haben vergesse ich eigentlich die Zeit äh während des Lokdowns und wie man das gemacht hat, obwohl's ja.
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Gerade noch direkt.
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Frisch ist, aber irgendwie glaube ich schon, dass das äh so die Funktion hat, dass das Gehirn solche Sachen dann versucht zu vergessen, also wie anstrengend das eigentlich.
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Ne und äh das das daran merke ich, dass es irgendwie eigentlich nicht geht. Also ich meine oder man könnte sagen, es ist unzumutbar,
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Obwohl wir natürlich, muss man ja auch immer sagen, super privilegiert sind und äh.
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'ne schöne Wohnung haben und sogar ein kleinen Garten dabei, ne? Also bei uns könnte auch ganz anders aussehen.
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Aber ich hab's vor allen Dingen gemerkt, also mit diesen kreativen Arbeiten ist es halt,
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ganz schön krass, also weil ich kann natürlich E-Mails beantworten, wenn mir irgendwie Mika sein neu gebautes Lego parallel zeigen will ähm dann kann ich schon irgendwie
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Dinge beantworten oder so und funktionieren, aber wenn ich mich wirklich hinsetzen muss und irgendwas mir ausdenken soll oder ähm ja man halt einfach kreativ sein muss, das
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habe ich echt also super schwer gefunden und teilweise schon gedacht, dass ich's gar nicht mehr kann oder so und jetzt aber gemerkt in der Woche.
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Oh krass, ja, das liegt daran, dass ich einfach keine Zeit hatte. Jetzt habe ich ein bisschen mehr Zeit. Ey, ich funktioniere wieder. Juhu. Ja.
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Na Kreativität kann man halt nicht so abrufen oder forcieren, wie eben weiß ich nicht, so einen typischen äh Nineto Five oder nineto Six Job, wo man irgendwie in Excel irgendwelche Zahlen einträgt oder irgendwelche anderen Sachen
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Macht ähm das geht halt nicht so. Einfach. Ja. Und das wird dann halt doch relativ schnell deutlich. Wie ist es denn? Es gibt ja
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ganz viele Leute oder einige Leute gerade in der Kreativbranche, die dann
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die dann daraus jetzt wieder versuchen, ähm das Ganze als Möglichkeit zu sehen so, die sagen, da eröffnen sich plötzlich völlig neue
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Themen, die ich vorher gar nicht mehr auf dem Schirm hatte oder also es gibt ja auch ganz viele Corona-Comics, ähm die jetzt entstanden sind
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Ist das was für dich oder sagst du, nee, ich will mich jetzt nicht auch noch damit beschäftigen, äh während meiner kreativen äh in meinem kreativen Bereich.
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Na, ich fand das schon äh spannend, was so entstanden ist, auch was der Comic-Salon Erlangen mit dem äh wie ist das äh Nachrichten aus dem Homeoffice? Genau. Keine Ahnung. Mhm. Äh irgendwie so in in die Richtung ähm.
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Einfach wie jeder so eine kurze Anekdote erzählt hat, wie es gerade bei äh bei ihm so läuft oder äh bei ihr läuft und.
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Fand das.
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Irgendwie, also es ist ja wie so ein riesiges gesellschaftliches Experiment gerade, ne? Und auch ein sehr frustrierendes Experiment und so, was ich so Anfang zweitausendzwanzig noch nicht.
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Also dass man auch so äh frustriert ist irgendwie von von den anderen Menschen. Mhm. Aber ich finde, man hat halt gesehen, welche Dinge für.
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Für das Land oder wie auch immer, für die Entscheider nicht so wichtig sind und das sind halt.
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Kinder, alte und Kultur und also es ist zum Beispiel ja, ich verstehe, dass ganz viele ganz doll geschimpft haben, dass jetzt die Schulen wieder aufmachen und ich verstehe das auch und unterstütze das teilweise auch.
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Diese Kritik.
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Aber letztendlich äh wir hören seit einem Jahr kaum jemanden rumheulen, äh macht die Büros zu, um Gottes Willen, macht die Büros zu,
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Ich denke immer so ja die Kinder, die haben jetzt ihren äh Teil geleistet irgendwie,
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ihre Freunde nicht sehen zu dürfen, ewig und so also keine Nachmittags äh Beschäftigung und Hobbys eingeschränkt und so weiter, ne. Und aber dass man da halt relativ schnell ähm.
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Zu sehr harten Mitteln gegriffen hat, die ich ja auch äh wie gesagt durchaus unterstütze.
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An anderer Stelle könnte ich jetzt wahrscheinlich gerade noch nach Südafrika fliegen, wenn ich Bock hätte oder ja.
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Das finde ich, das ist halt so schwer auszuhalten irgendwie ähm so diese ja dass das da kein kein Kompromiss irgendwie geben kann.
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Ja, das ist auf jeden Fall sehr einseitig und All-Work and no Play, Max Jack äh Dow Boy würde ich mal sagen. Ja, also es ist schon. Genau.
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Ne? Also vor allem wenn's dann im Winter äh,
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nicht viel im Sommer oder im äh letztes Jahr im Sommer so oder im im Herbst dann noch konnte man ja zumindest dann viel draußen machen mit den Kindern und äh
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oft waren die Spielplätze zumindest irgendwie noch teilweise geöffnet oder man kann auf die Wiese gehen oder sonst irgendwas, aber wenn's dann im Winter äh einfach auch oft äh Scheißwetter ist und auch jetzt nicht so zum Beispiel ist
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Dass man irgendwie Schlitten fahren kann oder so. Ähm dann ist das natürlich auch auf Dauer echt anstrengend und da.
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Ist es natürlich auch ein bisschen schwierig nachzuvollziehen, warum manche Sachen dann oft geöffnet werden und manche nicht und wenn dann auch noch die Bundesländer unterschiedliche Regelungen haben, ähm, hier in Berlin zum Beispiel haben ja zum Beispie
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die Buchhandlungen die ganze Zeit offen gehabt, während in anderen Bundesländern das überhaupt nicht denkbar war.
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Ja, bei uns war das auf keinen Fall so. Also, man konnte, glaube ich, ab als abholen, konnte man irgendwas, aber auf keinen Fall eine Buchhandlung betreten.
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Und das ist halt dann schon, da fragt man sich, wieso geht es dort und hier nicht und warum äh da da kann man halt auch schwer auch irgendwie ähm mit mit gewissen nachvollziehbaren Sachen argumentieren und ähm ja, die Politik hat da sich schon sehr stark auf so ein
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wirtschaftliches Ding drauf gestoßen ist natürlich für die Kreativarbeit, die ja auch Arbeit ist und die ja durchaus auch wichtig ist, nicht nur,
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als wirtschaftliches Produkt, sondern eben halt auch gesellschaftlichen Ohren enormen Stellenwert hat, da merkt man halt jetzt erstmal, wie viel das wert ist. Also.
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Und wie wichtig das ist und das ist so ein bisschen
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Das ist ein bisschen schwierig, ich hoffe, dass äh da hat man vielleicht auch ein bisschen was, hoffentlich haben die Leute auch ein bisschen drauf was gelernt, zusätzlich zu den ganzen anderen Sachen, die wir hoffentlich gelernt haben und ähm was wir auch gelernt haben, ist, dass wenn wir
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irgendwelche Horrorfilme gucken und dann immer sagen, wie dumm die Leute reagieren, gerade in der Masse und dass da überhaupt keiner vernünftig ist,
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und wie schnell irgendwelche Viren sich vertreiben ausbreiten, äh dann wissen wir jetzt, dass es halt durchaus realistisch ist.
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Ja ja, ich fand auch immer irgendwie, ich weiß nicht, welcher Film das war, ob das Indipentonsday war oder irgendwas, da gibt's am Anfang, taucht dieses Raumschiff über der Stadt auf und.
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Dann gibt's irgendwie so 'ne Gruppe von auch so eh so Leuten
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oft dieses höchste Gebäude der Stadt geht, um die Aliens zu begrüßen irgendwie und die da irgendwie so ein Happening draus machen,
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halt irgendwie jeder normale Mensch langwarum Gottes will, ihr wisst doch überhaupt.
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Die mit euch machen werden und dann im nächsten Moment werden sie natürlich alle totgelasert und äh das daran musste ich so denken, also so dieses äh
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man sich so bereitwillig, äh, so 'ne Gefahr aussetzt und alle Warnungen so in den Wind schießt, ja? Man muss sich irgendwie immer an diese Szene denken. Ja
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Ja, da ist irgendwie wahnsinnig viel Glaube und Hoffnung im Spiel irgendwie, ne? Mh.
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Und das du hast ja auch selber Erfahrungen mit solchen Szenarien, denn du hast ja ähm sowohl ein Comic als auch dann ein Drehbuch für einen Film, zu dem zu einem zu einem Zombie-Film quasi gemacht ähm.
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Also du bist da ja bist ja gar nicht so weit weg, denn du mit Endzeit hast du ja.
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Mehr oder weniger so ein, so ein das Genre bedient, aber wahrscheinlich hattest du damals noch nicht so im Kopf, dass das,
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dass die Leute wirklich so drauf sind oder hattest du überlegt wie das äh Virus dieses dieses äh Zombie wäre so oder das Virus, was in Endzeit quasi dann ähm um sich schlägt, wie das wirklich,
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passiert ist. Äh ich habe ja äh im Nachhinein
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habe ich drei Kreuze gemacht echt, weil ähm ich eine Fassung hatte oder zumindest an einem Punkt irgendwie in der Entwicklung der Geschichte war, äh dass der Auslöser tatsächlich äh äh in,
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geleiteter oder gepunchter Impfstoff war.
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Oh Mann, wenn das jetzt ich weiß nicht, äh ich hätt's äh weiß ich nicht, äh nicht mehr in den Spiegel gucken können,
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dass die Idee kam irgendwie damals zweitausendacht irgendwie mit der Schweinegrippe gab's ja auch irgendwie.
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Impfstoff und es gab halt so Diskussionen, dass da irgendwelche Mittelreihen gemacht wurden, die das irgendwie strecken oder mhm. Whatever, da gab's halt so eine Diskussion und ich dachte, ach, das ist doch interessant, das könnte doch ein Auslöser für so eine
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Zombie-Apokalypse sein irgendwie und und äh äh ja ich bin sehr sehr froh, dass ich diesem Pfad damals.
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Volk bin und das ist so jetzt nicht in der Geschichte ähm verankert ist. Ja. Aber ja, also ich habe ähm ich habe mich vorher nicht so mit irgendwelchen Pandemie-Möglichkeiten und Abläufen auseinandergesetzt. Ich weiß.
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Als ich damals als ich noch ähm so relativ früh in der Entwicklung vom vom Comic war, so ein bisschen.
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Broschüren vom deutschen Katastrophenschutz gelesen habe, die ja äh jedem zugänglich sind. Äh
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und das total verstörend fand. Also wie ähm ja also ich meine das sind Sachen, die jetzt in der Pandemie halt wieder aufgekommen sind, dass man halt für zwei Wochen eigentlich äh Lebensmittel im Haus haben soll
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Und das äh sind Sachen, die sind einfach äh die sind einfach gesetzt, ja. Mhm. Und eben äh was auch.
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J, wenn wenn eben kein Strom mehr da ist und wie schnell eigentlich äh dieses ganze System zusammenspricht, war er damals auch irgendwie.
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Den Stadtwerken, bei also weil ich dachte, na ja, ich höre mir das jetzt mal von einem an, der sich da vielleicht ein bisschen auskennt.
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Wenn man zwei Jahre kein Strom mehr hat oder was und der, der mich dann da auch so ein bisschen aufgeklärt hat, dass äh
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im Prinzip zwei Wochen schon reichen, um das System äh so nachhaltig zu schädigen. Also, dass es ganz schwer ist, überhaupt wieder äh zurück zur Zivilisation zu kommen. As.
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Und ja also das war mir auch nicht so klar, aber ja, also da sind einfach so Bilder äh bei mir im Kopf gekommen, die ich.
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Hatte die jetzt halt vielleicht so bisschen aktualisiert worden durch so eine tatsächliche Pandemie. Mhm. Aber sonst äh würde ich nicht sagen, dass ich da irgendwie äh,
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was vorhergesehen habe oder um Gottes Willen. Also das ist ja auch ein äh also es ist ja ein Horrorgenre und das ist bedeutet für mich auch immer, dass es äh mit Spaß verbunden ist. Mhm. Ja, okay.
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In der Story selber ist ja dann auch äh gar nicht mehr so stark drin, wie es dazu gekommen ist, sondern wir die findet ja in in einer Weltstadt, wo die schon.
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Eine Weile stattgefunden hat so. Also es geht ja gar nicht mehr darum, dass ich wie und dass sich das verbreitet, sondern wie die Figuren,
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damit klar kommen und was wie sie in der Welt irgendwie damit umgehen und die Sache an sich so ist es ja bei allen guten Zombiegeschichten eigentlich, dass es gar nicht so sehr um die Zombies geht, so, weil ähm
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diese diese Angst vor diesem vor dieser äh vermeintlichen äh Horrorsache ist ja, das ist ja ein alter Hut mittlerweile, also die kommt ja so aus den
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äh sechziger, siebziger Jahren, das war ja die erste Auseinandersetzung im Genre mit dem Thema Tod und Sterblichkeit und äh ähm wie dann auch so ein bisschen mit mit
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natürlich mystic und so weiter, aber äh mittlerweile ist es ja eigentlich so, dass das immer, dass es eigentlich den guten Zombiegeschichten eher nur so als
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Setting genutzt wird mit,
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mit dem man so ein bisschen spielen kann, was einem so ein bisschen andere Dinge zulässt und noch ein bisschen so Handlungsmotor ist, aber die eigentliche Story ist ja fast eine andere, denn die Hauptfiguren, die da drin vorkommen.
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Könnten diese Geschichte ja auch.
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Ohne dieses irgendwelche Zombies und Viren verbringen nur ähm machen sie's halt nicht, weil der Auslöser dafür nicht da ist, aber die Geschichte, die du da erzählst, ist ja, ist ja äh steht ja so ein bisschen für sich,
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Wenn ich das jetzt so, also so habe ich das zumindest empfunden. Ja. Genau, aber du hast glaube ich gesagt, Handlungsmotor sehe ich die Zombies auch. Also das ist,
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man sagt auch immer, Katalysator, dass du natürlich im Idealfall eine Geschichte haben solltest, die auch ohne die.
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Oder zumindest äh dass ich da zwei Figuren aneinander abarbeiten oder eben mehr Figuren.
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Und dass das auch ohne die Katastrophe irgendwie erzählenswert ist.
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Aber ich finde halt, dass die Zombies äh sind halt ein super Mittel, um Dinge zu beschleunigen und ähm eben auch so.
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Meinem Fall so eine passive Hauptfigur auch einfach ins Rennen zu bringen. Mhm. Oder dazu zu bringen, Entscheidungen zu
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Genau, also ich äh finde, dass der Zombie echt ähm eine super Figur ist, um ganz viel anzustoßen, ja
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Mhm.
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Wir werden auf jeden Fall noch mehr über Endside reden. Das ist ja wahnsinnig spannend. Äh natürlich auch weil's verfilmt wurde und was ja auch das Drehbuch dafür geschrieben und so.
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Aber ich würde gerne nochmal einen Schritt zurückgehen und noch ein bisschen mehr über dich erfahren, wie bist du denn eigentlich zu dem ganzen
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Kram gekommen, den du heute so machst. Wie er das angefangen hat. Ähm
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einmal mit dem Finger geschnippt. Äh ja also meine Eltern erzählen immer, dass ich äh als ich noch
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ziemlich klein war, also halt immer total viel gezeichnet habe und äh.
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Ich aber eigentlich noch zu klein war, um auf Stühlen zu sitzen und dass sie dann immer äh ganz viele Kissen stapeln mussten, damit ich überhaupt auf dem Stuhl sitzen konnte und zeichnen konnte.
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Dachte ich immer na ja, das ist irgendwie so ein ganz schönes Bild irgendwie ähm so dass man so besessen ist vom Zeichnen oder dass es eben sein muss, egal unter welchen äh Umständen und Bedingungen.
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Und.
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Also ich hab immer gezeichnet und bin dann auch also glaub ich als Grundschülerin schon zu so einer künstlerischen Abendschule gegangen nannte sich das damals, da gab's so Kinderkurse,
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halt ganz cool, das sind so eigentlich richtige Künstler äh gewesen, die ganz andere Sachen gemacht haben, aber eben.
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Zum Geld verdienen und vielleicht auch, wenn's denen Spaß gemacht hat, so Kurse für,
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haben und so ähm und ja, also ich glaube so ein großer Erweckungsmoment bei mir war
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äh tatsächlich der Mangaboom. Mhm. Also ich habe vorher habe ich schon auch Comics gelesen, so lustiges Taschenbuch und so bisschen in die Ecke
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Und ich glaube aber, äh, wenn's die Mangas nicht gegeben hätte, wäre ich vielleicht heute gar nicht mehr so im Comicbereich aktiv.
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Hab aber ebenso durch die Mangas kam dieses horizontale Erzählen, wo ja jetzt irgendwie immer äh Netflix und was weiß ich für gepriesen wird, dass die das irgendwie so groß gemacht hätten, ja.
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Einfach die Dinge nicht zurück zum Status quo zurückkehren, ne? Am Ende in der Geschichte. Also es hat uns zum Beispiel irgendwie ein lustiges Taschenbuch, äh wo sich Dagobert Duck äh verliebt.
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Äh in irgendeine Ische, dass ich auf die auch irgendwie äh Archäologin war oder so und ich fand die ziemlich cool und irgendwie äh habe ich die gleich gechip.
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Und na ja, aber am Ende muss dann.
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Am Ende muss man natürlich wieder irgendwas passieren, ähm dass es alles wieder äh null zurück geht. Ja und und.
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Ich glaub das das hat mich ziemlich frustriert beim Lesen.
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Mit den Mangas kam das dann eben anders. Also dass man Figuren hatte, äh die auch älter wurden, also ich meine zum Beispiel jetzt Sailor Moon war natürlich so Ende der Neunziger äh kam das auf und äh hat mich total,
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in den Bann gezogen. Mhm. Und das eben Dinge, die ihr passieren nicht folgenlos bleiben. Und ähm.
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Was ich eben auch gut fand, äh ist das äh man nicht sicher sein kann, äh wie wie hart oder wie soft so eine Geschichte auch ist.
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Ich weiß dann glaube ich, als ich so zwölf war, ähm hatte ich ein Manga gelesen.
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Vielleicht jetzt gar nicht mehr so hundert Prozent unterstützen würde, weil ich finde, dass der auch so ein bisschen problematisch.
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Aber eben in dem Alter, wo ich den gelesen hab, war das echt nochmal so so ähnlich wie den ersten Manga zu lesen und dann hatte ich viele gelesen und dann kam halt äh Narrutaro, nannte sich.
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Ist auch so ein Manga, der bei Eckmond irgendwie rausgekommen ist und gar nicht erfolgreich war, aber mir irgendwie voll den Kick gegeben hat und da war's so.
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So das war so krass unberechenbar die Geschichte, also es fängt an wie so eine.
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Feriengeschichte von so einem Mädchen, das auf so eine Insel zu ihren Großeltern fährt und irgendwie dann,
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auf so merkwürdige Wesen stößt, mit denen sie dann so verlinkt ist, also die, wo sie die Emotionen spüren kann und also wie gesagt, so eine ganz äh,
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handelsübliche ja Kindermanga vielleicht. Mhm. Und das Ding ist halt so krass eskaliert,
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dass dann halt in den folgenden Bänden einfach so harte Sachen passiert sind, dass zum Beispiel in Frankreich die die Veröffentlichung eingestellt haben, weil die hatten das Ding gekauft.
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Gekauft und und eben die ersten drei Bände veröffentlicht und äh eben wussten noch nicht, wie es in Japan weitergeht,
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Also was da eben noch inhaltlich kommen wird.
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Und äh irgendwann kam dann Band sechs in Japan raus und der ist halt so jenseits von allem, was irgendwie äh Gewalt und Horror und also psychische Abgründe und oh mein Gott.
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Und ja also und diese diese Eskalation hat mich glaube ich auch total fasziniert, also dass irgendwas,
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so tut als ob und dann einfach irgendwie ähm sich so verändern kann, ja? Und das kannte ich natürlich so von den westlichen,
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nicht. Mhm. Das heißt, du hast dann auch gar keine westlichen Comics großartig gelesen später? Also in der Zeit habe ich glaube ich,
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Wenig westliche Comics gelesen und das kam dann erst wieder so mit dem Studium, dass ich mich eigentlich versöhnt habe, wieder so bisschen mit dem westlichen,
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Ziel, also ich habe im,
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angefangen zu studieren und äh hatte eigentlich immer noch so in meinem Hinterkopf den Plan, ja, ich werde Mangazeichnerin und es war lange so als Teenager eigentlich der absolute Plan A,
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ähm und äh dann habe ich dann eben äh im im Studium andere Studenten kennengelernt, die eben äh wo ganz anders herkamen, stilistisch und,
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da bin ich dann irgendwie mit dem westlichen Stil wieder so auch habe ich mich angefreundet oder hab eben da auch einen Weg gesucht ähm,
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Bei mir meinen eigenen Stil vielleicht wieder ein Stück weg vom Manga zu bringen und eher zu mischen,
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mit den westlichen Traditionen und genau und das ist eigentlich so ein Prozess, der sich,
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bis heute immer noch so fortsetzt, dass ich immer noch so schwanke ähm.
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Viel Manga willst du eigentlich sein oder wie viel klassischer Comic und ja das kann ich nicht immer mit der also nicht immer mit der gleichen Antwort äh beantworten.
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Ich wollte damals unbedingt immer für die Diski, das war ja so dieses äh Manga-Magazin äh so nach japanischem Vorbild, halt so ein äh,
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Manga eben für für Mädchen und.
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Wo immer jeden Monat so eins rauskam und die Geschichten immer so kapitelweise erzählt wurden und das war, ich war, ich war total besessen von dem Gedanken, dass ich mal dafür was zeichnen würde.
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Und habe das auch sehr lange versucht und war mit denen in Kontakt und war immer kurz,
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eigentlich immer gute Kritiken bekommen und ja, also es war dann immer sehr sehr knapp, dass ich's irgendwie doch nicht geschaff.
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Und das bedauer ich immer noch so ein bisschen, weil das war halt so voll, voll der tolle Traum irgendwie,
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Ja, aber ich kann jetzt nicht sagen, ob ich das wirklich aufgegeben habe. Ich ich meine, ich mache ja schon was sehr ähnliches eigentlich, nur, dass ich's halt in dieses Magazin nicht geschafft habe, was irgendwie so.
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Wie hat dieses klassische Mädchen Mangading war, was für mich irgendwie so das größte war, ja, das war schon traurig und das da denke ich manchmal noch dran und denke so, aber ja, ich finde, das sind natürlich auch so diese.
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Ähm wenn man irgendwo gescheitert ist, das sind natürlich auch Sachen, die wichtig sind und die man so ja.
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Die waren auch durchaus so mit sich rumtragen darf ähm Bundeswehr immer so wegzudrücken. Hm. Wie hast denn du die Mangaszene, die deutsche Mangaszene so wahrgenommen damals, als das hier so groß war und so losging und so.
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Ja ich überlege gerade, weil das sind natürlich so mehrere Stationen von also als ich so zwölf, dreizehn war, da kam er auch so oder zumindest, dass viele dann schon Zugang zum Internet hatten zu der Zeit und.
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Ebenso erste Internetbekanntschaften geschlossen habe und dann eben auch in meiner eigenen Stadt Leute gefunden habe. Unter anderem auch die Katja Klängel.
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Bevor ich dann äh wo wir dann rausgefunden haben, dass wir quasi irgendwie nur so ein paar Minuten zu Fuß auseinander wohnen.
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Und das war so die äh das waren so die Einstiegserlebnisse, dass man eben so Gleichgesinnte tatsächlich in der eigenen Stadt hatte.
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Und äh so größer wurde das dann eben mit den ersten Conventions und so damals die ähm Animagic, das ist so diese große Mangaveranstaltung, die damals in Koblenz war.
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Da würde ich sagen, das ist so mein Wo.
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Also da ich glaub es ist ich überlege ich weiß es nicht also vielleicht reicht es mit dreizehn das erste Mal da und da bin ich tatsächlich noch in Begleitung meiner Mutter dahin.
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Und hatte auch eine Freundin irgendwie aus der Szene mit dabei und im nächsten Jahr sind wir dann halt schon alleine gefahren und das war natürlich ähm.
00:26:16
Das Ding, also vielleicht sind wir auch mit dreizehn alleine gefahren, ich weiß nicht, dreizehn Uhr vierzehn so in dem Dreh und halt einfach so diese lange Bahnfahrt dahin und dann schon bisschen so,
00:26:25
ersten Cosplays, die man dann sich selber irgendwie zusammengeschustert hat und einfach dann so drei Tage da abhängen mit diesen ganzen Leuten,
00:26:34
und eben, was damals ja auch eben selten Heizwert hatte, äh diese Stände, ja, wo dann so Sachen aus Japan direkt verkauft wurden, ne? Mhm. Also heute äh erleb.
00:26:45
Man das glaube ich als junger Fan ganz anders ähm weil das Internet äh immer nur einen Klick weit entfernt ist so.
00:26:53
Und äh aber das war total geil. Also wir haben dann in so einer übelst schäbigen Pension diese Tage da verbracht und,
00:27:01
ständig uns irgendwie Blasen gelaufen, weil man den ganzen Tag halt in irgendwelchen blöden Schuhen rumläuft, die halt für das Kostüm wichtig sind, aber überhaupt nicht funktional.
00:27:11
Ja, also so so bisschen so du kannst die kann ich die kann in dem Alter dann auch irgendwie schon will und.
00:27:16
Dieses Eiwochen in so eine neue Szene und dass man eben ja wie man das halt von anderen Festivals oder so auch kennt, dass man dass man sich sofort versteht mit allen, ne? Oder dass da irgendwas Verbindendes ist.
00:27:29
Und es war ja so in der Zeit, wo das anfing, gab's ja eben auch noch nicht so viel Auswahl. Also man konnte dann schon davon ausgehen, dass alle ungefähr dasselbe gesehen hatten, wie man selber.
00:27:39
Jetzt ist es natürlich anders, wenn ich irgendwo auf die Koniti gehe oder Buchmesse Leipzig oder so, ich kenne ja irgendwie fünfundneunzig Prozent der Kostüme gar nicht mehr.
00:27:48
Weil ich da einfach nicht hinterher sein kann hinter allem,
00:27:52
damals war das halt schon irgendwie so eine ganz äh andere Situation und total cool und äh die ganze Stadt äh also die ganzen,
00:28:02
Koblenz war damals, die waren dann natürlich auch auf den Beinen und für die war das voll das Happening und
00:28:07
Ja, da erinnere ich mich äh total gerne dran zurück, aber es waren ja so die Anfangs äh die Anfangszeit, als die Szene dann halt eben größer wurde und ähm.
00:28:19
Der nächste Schritt äh in der Mangaszenentwicklung oder zumindest für mich war dann eben, dass ich eben eine deutsche Zeichnerszene rauskristallisiert hat und man hat sich dann halt äh über Animex, was ja damals so die,
00:28:31
wichtigste Plattform war, hat man sich organisiert und dann eben die ersten Fanveröffentlichungen auch so gemacht, also so Anthologien.
00:28:39
War glaube ich die erste Anthologie, die wir gemacht haben, da waren wir lauter Leute, die bei dem Wettbewerb in Leipzig abgelehnt wurden. Also so da gab's immer so ein Mangazeichen Wettbewerb.
00:28:50
Und danach ging war natürlich immer die Hölle los im Forum, wenn dann eben die Nominierten bekanntgegeben wurden und man war nicht dabei. Und.
00:28:59
Wie kann das sein so, ne? Und so haben sich dann halt die Leute.
00:29:03
Zusammengefunden und gesagt, och, jetzt haben wir schon hier die sechzehn Seiten gezeichnet und jetzt werden die nirgendwo rumgezeigt und ähm.
00:29:11
Haben wir dann die erste.
00:29:14
Veröffentlichung äh gemacht, eben mit vielen Zeichnern und da war ich dann eben auch dabei und da hat man dann den ersten kleinen Stand in Leipzig gehabt, wo man dann irgendwie so.
00:29:24
Paar Bücher verkauft hat und das so dieses Feeling hat sich tatsächlich gar nicht so viel geändert, also so dieses,
00:29:34
aufgeregt sein. Oh Gott, die neue Veröffentlichung und Leute kommen und,
00:29:38
vorbei, manche bleiben stehen, was wird passieren? Also es ist äh seitdem tatsächlich äh ja sehr ähnlich, also geblieben,
00:29:48
Aber es ist super, dass aus äh aus so einem Trotz Verhalten quasi dann so die ersten Veröffentlichungen rauskommt. Das ist die die beste Energie, die man haben kann, so. Ihr wollt uns nicht, wir machen's trotzdem. Ha und dann
00:29:59
Genau. Das, weil sonst ist es ja so, wenn das jetzt nicht so gewesen ist, also kann man natürlich eine Mutmaßen, aber es ist ja oft so, dass man, wenn man selber sowas macht und noch relativ neu oder unerfahren oder noch nicht so etabliert ist, dann hat man ja schon auch ein bisschen Schiss
00:30:13
wie es ankommt. So und dann traut man sich noch nicht, das so Herr zu zeigen und wenn dann, wenn dann aber so ein so ein Anlass kommt, dass du mal was gemacht hast.
00:30:21
Dann ist das vielleicht genau der der Arschtritt den man braucht um zu sagen na jetzt hau's trotzdem raus.
00:30:27
Also es war jedenfalls ein super super Anlass sowas zu machen und eben das hilft natürlich auch als wenn man Anfänger ist, dass man nicht äh alleine in einem Buch drinnen ist, sondern eben mit anderen, wo man dann,
00:30:41
vielleicht auch ein bisschen verstecken kann in den Seiten und nicht so hundert Prozent alleine nur für das Produkt steht, was natürlich irgendwie so ein viel größerer Druck ist oder irgendeine größere Angst äh Ablehnung zu erfahren dann auch. Hm.
00:30:55
Wie würdest du denn deine Entwicklung als Künstlerin beschreiben? Ähm also ich vermute mal, dass
00:31:03
die frühen Sachen dann schon sehr orientiert waren, so am am Mangastil, aber die heutigen Sachen. Äh da würde ich dir jetzt den Manga-Einfluss gar nicht mehr so stark drin sehen.
00:31:14
Na ja, ich wollte schon gerne immer so richtig authentisch Manga zeichnen und ich finde aber, dass der klassische Mainstream Manga äh halt unglaublich aufwendig gezeichnet ist, also eben,
00:31:28
immer getuscht und mit Rasterfolie und krassen Hintergründen und natürlich auch ohne Farbe in der Regel.
00:31:36
Das war was, ähm, was mir gar nicht so entsprochen hat. Also ich hab das lange versucht eben nachzuahmen und sag auch immer, dass ich eigentlich das meiste, was ich heute kann von Manga gelernt hab.
00:31:46
Ähm aber so dieses lockere und so ein bisschen auf frech, rotzige so, was ja der westliche Comic auch so gerne macht,
00:31:56
aus der Manga ja durchaus eben außerhalb des Mainstreams auch macht, aber eben ich damals noch nicht so kannte.
00:32:02
Und das hat mich dann natürlich schon irgendwann mehr angezogen, weil in dem wenn ich's eben versucht hätte so zu sein, wie die richtigen, authentischen, japanischen äh Mangaka.
00:32:15
Hätte ich halt ewig für irgendwie äh ein Buch oder ein Kapitel oder was auch immer gebraucht und,
00:32:21
Der Gedanke hat mich halt so frustriert, weil weil ich will ja die Geschichte erzählen und nicht irgendwie jahrelang irgendwie am Artwork.
00:32:28
Basteln und deswegen war das schon für mich dann eben in der Entwicklung attraktiv.
00:32:35
Ein bisschen mehr in dieses freiere zu gehen und vielleicht auch eben sich so Nachlässigkeiten auch zu erlauben, wenn.
00:32:46
Whatever, also so,
00:32:48
eben auch skizzenhaft bleiben darf, ne? Also mittlerweile ist es im Manga glaube ich, gibt's da auch mehr Sachen, die die sich sowas erlauben, aber als ich eben damit aufgewachsen bin, war halt alles immer mega perfekt und man hat immer halt die,
00:33:02
eichner gefeiert, äh die hat so wahnsinnig aufwendig gezeichnet haben und.
00:33:08
Ist halt was, was ich einfach äh auch nicht konnte. Ne, das machen die ja auch oft mit Assistenten und Fotoreferenzen und was nicht alles,
00:33:16
Ja, wenn man das gehabt hätte, ähm, wäre sicherlich wer andere, wären andere Sachen machbar gewesen, aber.
00:33:24
Für Deutschland eher untypisch, wenn man sich so Assistenten leisten kann, die einem dann die Hintergründe abnehmen.
00:33:33
Wobei hier so im Hoch in der Hochphase des deutschen Mangabums.
00:33:38
Ging's ja schon ganz schön ab, ne? Da gab's da richtig so Stars und irgendwie äh wobei die jetzt alle heute auch nicht mehr so richtig am Start sind, irgendwie habe ich den Eindruck. Ja, ne, also es gibt schon noch ein paar, die aktiv sind. Ich glaube, die Anike Hage.
00:33:53
Die hatte jetzt, glaube ich, bei Altravers oder so eine Reihe und ich sehe immer, dass die schon noch einiges macht, aber ja, es gab.
00:34:03
Judith Park war natürlich irgendwie damals so, dass äh mega Ding, die einfach.
00:34:09
Schon so ein sehr gefälligen, schönen, aufwendigen Stil hatte und da hat man dadurch schon so ein bisschen geträumt. Ah, wenn ich auch so zeichnen könnte und.
00:34:19
Also ich fand das schon cool eigentlich, dass es da so auch so Stars gab oder eben die ähm.
00:34:25
Christina Placker. Mhm. Äh die die ja so den ersten äh deutschen Manga in der Diski damals hatte. Das war schon irgendwie geil.
00:34:34
Aber das sind natürlich auch Leute, die irgendwie andere Wege gefunden haben, also zum Beispiel die Christina hat jetzt äh seit ein paar Jahren eine Mangaschule in Offenbach.
00:34:42
Ziemlich cool ist und gut läuft und ja das ist schön zu sehen. Also ich mein.
00:34:50
Muss ja auch nicht jeder irgendwie jedes Jahr drei Bücher raushauen und irgendwie davon leben, sondern ähm ich glaube, die Leute haben alle so ihre Kanäle gefunden oder ihre Bestimmungen.
00:35:00
Ja, heutzutage machen ja auch wirklich viele ihre Mangas über Webcomics, also da haben, da haben sich ja auch so zwei Sachen
00:35:08
wirklich sehr gut gefunden, sage ich mal. Also ähm das, was vorher halt vielleicht zentral in irgendwie über ein Forum gelaufen ist, läuft halt jetzt ganz stark über so zwei, drei Plattformen, je nachdem, ob man da ob und wie man damit Geld verdienen möchte
00:35:22
aber das ist natürlich also ich sehe das schon, dass sich das irgendwie so ein bisschen in diese Richtung entwickelt hat. Ähm auch wenn das vielleicht in der Wahrnehmung von vielen,
00:35:32
die jetzt nicht so drin sind in dieser in diesem Online
00:35:37
Webcomics Ding ähm nicht so sichtbar ist und dann immer heißt, ja wo sind sie denn alle hin oder wo sind denn die, wo ist denn die nächste Generation, die sind ja alle da und die machen klasse Sachen und richtig gute Sachen. Sie finden halt
00:35:50
oft auf Webtoons, Page One und so Stadt,
00:35:55
Das ist dann. Genau, also es läuft ziemlich viel außerhalb des Radars, des klassischen Comicbetriebs oder des klassischen Mangabetriebs und.
00:36:03
Also ich hab ich hab ja so ein bisschen meine Erfahrung auch gemacht mit Tapas und Webtools, ähm weil ich.
00:36:09
Eben mit Karlsen, wegen Endzeit dann auch einfach so den
00:36:13
gemacht habe, was äh sogar zu dem Zeitpunkt auch sehr unüblich war, dass ich gesagt habe, ich will, dass das halt online vor veröffentlicht wird. Mhm. Hatte dann zum Glück auch äh eine Redakteurin an der Seite, die das unterstützt hat, weil ich.
00:36:27
Dem Zeitpunkt eigentlich eben noch nicht so äh gern gesehen war.
00:36:31
Und äh wie gesagt, habe dann eben da auf den Plattformen so ein bisschen meine Erfahrungen gesammelt mit dem ähm online Veröffentlichen und bin also völlig weggeflasht worden eigentlich davon.
00:36:43
Wie krass aktiv die Leute sind, wie krass Leute Bock dadrauf haben Comics zu lesen, selbst wenn das nur so häppchenweise ist, ne.
00:36:51
Und dass man natürlich immer so wenn man irgendwie auf einer Comic-Messe ist in Deutschland immer denkt, ja, wo bleibt denn der Nachwuchs.
00:37:00
Weißt du so, wo bleiben die Leser? Die neuen, die Begeisterten und das ist manchmal so ein bisschen zäh ist oder dass es so hermetisch abgeriegelt ist, die Comic Szene und.
00:37:10
Und dann kommst du halt auf Webtools und letzter irgendwie dein kleinen Comic hoch und die Leute rasten komplett aus.
00:37:19
Also es ist so die, die gehen halt so voll mit und dieser teilweise hat mich das auch ähm.
00:37:25
Regelrecht überfordert, also weil, ja, also weil ich ja, ich habe das hochgeladen, als ich auch an der Geschichte noch äh gezeichnet und geschrieben habe.
00:37:33
Konnte zum Beispiel nicht alle Kommentare lesen, also weil mich das äh.
00:37:39
Also weil das waren teilweise echt viele Kommentare und und früher hat man sich immer abgemüht und war froh, wenn irgendwie zwei Leute mal was kommentiert hatten und dort äh ging das teilweise in die Hunderter, die Kommentare für ein Upload.
00:37:53
Und es ist eigentlich unfassbar und äh ich wie gesagt konnte dann aber.
00:37:59
Konnte das oft gar nicht alles lesen, einfach so emotional äh das nicht ist ähm.
00:38:05
Einfach so überwältigt hat und äh was ich eigentlich voll schade finde, weil man.
00:38:10
Wie gesagt so gestruggelt hat und froh war, wenn ein paar Leute auf irgendwas reagiert haben und.
00:38:17
Ja also ich konnt's eigentlich gar nicht fassen was auf diesen Plattformen abgeht und wie viel,
00:38:24
die Leute halt auf Content haben ja. Ja auf jeden.
00:38:29
Ich meine ist natürlich auch schwierig, weil ähm äh das hat, hat halt beides so ist so ein zweischneidiges Schwert vorher, wenn wenn du äh hast, hat man die Angst, äh wenn keiner kommentiert, ob's überhaupt jemand interessiert und ob man da irgendwie,
00:38:40
was ordentliches abliefert und wenn's dann zu viele sind,
00:38:43
dann kann das ja auch irgendwie so den Erwartungsdruck ins unermessliche steigern oder wenn man halt dann Dinge ab hochlädt und dann ist es nicht das, was die Leute wollen oder so, also das kann natürlich auch sehr einschüchternd wirken. Total
00:38:57
Ja. Was ich halt auch ja sag du. Nee, nee, nee, nee, also ja ist äh ich habe nur irgendwie immer das Gefühl, dass ich mich so rechtfertigen muss, weil ich äh.
00:39:06
Die Leute alle total nett sind und kommentieren und ich das in diese zu diesem Zeitpunkt einfach nicht lesen konnte, ja? Und äh.
00:39:14
Äh ja, dass es äh einschüchternd ähm auch sein kann und ähm dass es eigentlich,
00:39:21
doof ist, wenn man mal irgendwie die Aufmerksamkeit bekommt für die man sonst irgendwie doch hart arbeiten muss und und dann kriegst du sie und dann bist du irgendwie nicht in der Lage äh allen zu antworten oder alles zu lesen, ja.
00:39:33
Ähm ich meine, da gehört halt viel viel Selbstbewusstsein dazu und ähm ähm viele Künstlerinnen haben das halt vielleicht auch einfach nicht so, weil sie
00:39:44
eben Unsicherheiten haben. Was ich halt noch äh daran so ein bisschen schwierig finde, ist, dass ähm
00:39:50
wir haben ja momentan schon so eine gesteigerte Aufmerksamkeit für das Video als Ganzes.
00:39:56
Aber wenn über Comics und Manga gesprochen wird in Medien, die sich damit, sei es jetzt mit Fachmedien oder auch in anderen Medien wie jetzt in Tageszeitungen, die dann so Comicseiten haben, die fokussieren sich halt immer nur auf das Gedruckte.
00:40:09
Und darf entgeht Ihnen genau das, was eigentlich gerade du auch schon so beschrieben hast dieser ganze Nachwuchs, die ganzen tollen Sachen, die Leute, die äh auf auf äh.
00:40:19
Uploads äh Style gehen und so weiter und das findet halt dann aber in den ganzen äh Besprechungen irgendwie überhaupt nicht statt. Ähm oder verkriegt halt dadurch auch keine Aufmerksamkeit außerhalb von dieser äh eingeschworenen,
00:40:32
Gruppe so und das finde ich so schade und und manchmal auch echt ärgerlich,
00:40:37
Wenn ich als Journalistin dann sage, ich würde gerne mal über dieses oder jenes schreiben, dann heißt es ja, aber wir machen nur gedruckte Comic-Rezensionen. Du kannst ja mal einen Artikel über,
00:40:47
Webcomic Szene schreiben und da denke ich mir ja wow und wie soll ich dann in tausend Zeichen all das reinpressen, was ich da was da an Millionen Sachen gibt und das finde ich halt auch irgendwie schade, weil,
00:40:58
Auf der einen Seite ist es total wichtig und gut, dass die Leute relativ ähm uneingeschränkt ihre Sachen veröffentlichen können, aber ähm auf der anderen Seite.
00:41:07
Kriegen die Leute außerhalb von diesen Plattformen das kaum mit und das ist so schade und so na ja. Ja. Nee, verstehe ich, verstehe ich total. Also ähm.
00:41:17
Es ist sowieso so absurd, also äh das also es gibt ja so ein bisschen diese Fülltonblase natürlich beim Comic,
00:41:25
wofür ich natürlich persönlich auch ziemlich dankbar sein kann, weil ähm über meine Comics tatsächlich ganz oft auch was geschrieben wurde.
00:41:34
Diese Sachen dann äh teilweise halt dazu führen, dass man mal eine Einladung vom Güterinstitut oder so bekommt, also dass man so auf dem Radar von diesen Leuten existiert.
00:41:45
Andererseits ist es halt dann sobald du irgendwie was in die Kinderbuchrichtung machst, findest du halt in solchen Pressesachen halt auch nicht mehr statt, ne? Das ist so ein bisschen,
00:41:55
wird auch komplett ausgeblendet, so ähnlich wie halt diese Webcomic Sachen. Also es ist so ganz merkwürdig.
00:42:01
Wonach sich das richtet, worüber ähm geschrieben wird, ne? Und.
00:42:06
Also ich glaube, dass halt so die bisschen so dieser Grafik Novel Begriff irgendwie die Tür geöffnet hat zu dieser äh Füllton Geschichte und,
00:42:16
haben die Webcomics äh haben's erstens wahrscheinlich nicht nötig, sich so zu vermarkten und äh zweitens ist wahrscheinlich auch niemand da, der der das machen.
00:42:26
Also oder der, der diese Arbeit leisten würde, dass irgendwie,
00:42:30
auf so 'n anderen Sockel zu heben, aber deswegen hab ich auch keine keine Idee, ähm, was man da machen könnte
00:42:38
über diese Sachen halt geschrieben wird, ne? Oder dass
00:42:42
die Leute einfach mal offen sind. Na ja, also ich ich hab auch den Eindruck, dass die deutschen Verlage, die Mangas rausbringen, halt genau das, als ob als Möglichkeit
00:42:52
die halt neunundneunzig Prozent importieren und äh ein, zwei
00:42:58
dürfen dann doch mal was aus äh äh aus also deutsche Zeichnerinnen und Autorinnen vielleicht, aber das ist ja auch total wenig ähm und äh anstatt zu sagen, okay, wir haben hier, ich gucke mir hier an, diese diese
00:43:10
diese Mangageschichte, die hat schon äh irgendwie drei äh Kapitel, also richtig dicke
00:43:17
Kapitel mit über hunderten von Seiten und da gibt's viele Fans und so, die kaufe ich mir ein und drucke das einfach nochmal. So und dass das nicht passiert, das äh
00:43:26
ist für mich irgendwie so ein bisschen unverständlich, weil ähm wenn du schon irgendwie eine Zielgruppe hast, dann ist es doch eigentlich ähm irgendwie also verschenktes Potenzial. Sehe ich genauso. Da kann ich gleich mal überleiten, äh dass ich.
00:43:40
Sehr für Tokyopop freie Redaktion mache und so ein bisschen meine Aufgabe eigentlich auch ist so.
00:43:48
Deutsche Zeichner auch ranzuholen oder eben auch so ein bisschen das Auge Augen offen zu halten für Projekt.
00:43:55
Und also ich sehe das total so, wie du sagst, also dass sind so geile Sachen, die stehen online und es würde niemandem weh tun, die einfach nochmal in einer schönen Aufmachung ähm.
00:44:08
Beim Verlag zu bringen aber es ist gar nicht so einfach also da irgendwie Gehör zu finden.
00:44:17
Und ja also und dann ist es natürlich auch teilweise so.
00:44:22
Die Webcomic Leute, die sind halt sehr unabhängig und manche gar nicht mehr so scharf drauf eigentlich jetzt sich so das Korsett von so einem Verlag anlegen zu lassen. Also ich habe jetzt eine.
00:44:35
Die ich unbedingt halt wieder zum Verlag bringen wollte, die also die nur noch selfe Publishing macht und online und so.
00:44:45
Aber ich bin halt nicht die einzige Entscheiderin und äh ich finde, das ist halt alles sehr langwierig und sehr zäh ist. Und das sind diese Webcomic-Leute.
00:44:55
Ja gar nicht mehr gewohnt, bei denen ist alles halt immer total schnell und,
00:45:00
Dinge passieren einfach und werden rausgehauen und es geht weiter und es gibt Aufmerksamkeit und dieses klassische Verlagsding, das ist ja also das dauert halt einfach auch alles, ne? Und.
00:45:11
Äh kam natürlich äh bei bei dem ein Projekt ähm kam jetzt halt auch noch Corona dazwischen und dass die Verlage dann teilweise halt auch so ein bisschen.
00:45:20
Zögerlicher sind bei bei so äh Geschichten und ja aber ich find's ähm auch sehr schade also,
00:45:29
eben da nicht so viel machbar ist oder man eben einfach nicht so schnell reagieren kann und sagt so, zack hier äh ja. Druck das doch einfach nochmal.
00:45:39
Du hast aber ja selber tatsächlich äh
00:45:42
nicht zu allzu lange Zeit wieder ein gedrucktes äh Mangastück ähm äh herausgebracht, zumindest zwei Bände sind erschieden. Da ähm das ist aber auch eine ganz besondere
00:45:53
also auf mehreren Ebenen, eine ganz besondere äh ähm Veröffentlichung finde ich ähm
00:45:58
denn Bibi und Mio ist ja die Mangafizierung,
00:46:04
eines urdeutschen Zeichentrickphänomens. War das nicht ursprünglich Hörspiel,
00:46:10
Weiß nicht, was was früher da war. Wahrscheinlich war Hörspiel als erstes. Das Hörspiele, ja, ja. Und dann ist es jetzt ja auch Realfilme und so. Ähm aber.
00:46:18
Zusätzlich dazu ist es auch noch so, dass du quasi das nicht alleine machst oder irgendwie ähm äh mit einem mit einem deutschen äh,
00:46:27
Robert Hör, sondern du hast ja auch noch eine japanische Zeichnerin dazu. Ähm das ist ja,
00:46:33
auch selten, dass sich das so aufteilt, vor allem, weil du ja das in Personalunion eigentlich wahrscheinlich machen könntest ähm.
00:46:43
Also du könntest es zeichnen, aber es würde wahrscheinlich anders aussehen. Genau,
00:46:47
Aber erzähl uns doch einfach nur ein bisschen, wie das zustande gekommen ist, weil damit hätte ich ja äh nicht so unbedingt gerechnet, dass sowas wie Bibi Blocksberg als Manga und dann noch in dieser äh in diesem Team ab äh so rauskommt,
00:47:00
Ja, also ich denke mal, dass da einfach sehr viele Sachen zusammengekommen sind, die die halt irgendwie gut funktioniert haben. Also es hat bei mir hat's damit angefangen, dass äh Toky Pop halt äh,
00:47:11
'ne Stelle für freie Redaktion ausgeschrieben hat und da stand irgendwie bei den Anforderungen ja, dass man.
00:47:19
Man sich für Mangas, begeistert und irgendwie Drehbucherfahrung hat und.
00:47:24
Stand noch ein, zwei andere Sachen und irgendwie klang das so, als ob sie mich suchen. Sondern äh war er eigentlich, also das war überhaupt nicht auf meiner äh Wunschliste von Sachen, wo ich das, ich will unbedingt irgendwie für einen Verlag.
00:47:38
Machen, also aber irgendwie so von dem wie die Beschreibung war, habe ich gedacht, na ja komm, also das ist ja irgendwie schon das äh was du kannst und was du gerne machst und so.
00:47:48
Dann haben sie mich tatsächlich dann auch genommen.
00:47:52
Und äh es hieß dann auch schon relativ früh ja, du musstest halt auch die äh redaktionelle Betreuung machen,
00:47:58
'n Projekt mit einer größeren deutschen Marke
00:48:03
oder so, was äh die zu einem Manga gemacht werden sollen. Mhm. Da hat's dann natürlich bei mir gleich gerattert und dann dachte ich, äh Baby Blocksberg vielleicht. Und da so,
00:48:13
Es war so lustig, weil ich hatte tatsächlich ähm so mit äh zwanzig oder was hatte ich mal auch die Idee, einen Baby Blockstag Manga zu machen und es existieren glaube ich auch zwei, drei Manga-Seiten. Mhm,
00:48:25
damals bei Egmont oder so sogar eingeschickt hatte. Was? Die hatten halt die Rechte so auch an den Büchern und so.
00:48:34
Hab dann irgendwie auch 'ne nette Absage bekommen und ich mein, äh, wenn ich mir die Sachen heute angucke, verstehe ich das natürlich auch, aber so diese Idee, dass man das irgendwie zum Manga umsetzen kann, die äh fand ich, die lag schon immer rela.
00:48:46
Nahe.
00:48:48
Diese ganze Manga und Anime Tradition hatte auch immer gerne so Hexengeschichten, ne und na ja und äh das ja es stellte sich heraus, okay, es ist Bibi Blocksberg und ähm.
00:49:01
Witzigerweise hatte sich zu der Zeit halt auch noch eine japanische Zeichnerin, die gerade nach Deutschland gezogen war bei Tokyoprop einfach mal so beworben und gesagt, ja, wenn's mal was gibt äh.
00:49:11
Irgendwie ein Projekt, dann meldet euch, würde gerne was für euch zeichnen und das kam halt parallel eben zu dieser Idee, diesen,
00:49:21
Manga irgendwie zu machen und so sind wir dann zusammengekommen und im Prinzip äh arbeiten wir bei dem Manga so im Viereck, also.
00:49:30
Ich bin halt eine Ecke, eine zweite Ecke ist die Zeichnerin, die dritte Ecke ist der Verlag und die vierte Ecke ist so Kiddings, Kiddings sind halt die Lizenzgeber von Bibi Blocksberg, die natürlich auch.
00:49:42
So ihre Marke beschützen müssen, verständliche Adresse, also.
00:49:49
Also es gibt, es gibt ja andere Marken, die weiß ich nicht, hello Kitty oder was, wo äh die das eben nicht so äh beschützen, also wo es dann eben alles mit Hello Kitty gibt,
00:49:58
Klobürste oder whatever. Mhm. Und äh das das kann ja auch okay sein, aber es ist natürlich bei Bibi Blocksberg versuchen sie schon eben so ein gewisses Image ähm.
00:50:08
Auch aufrechtzuhalten oder eben so die die Werte. Genau und so in dem äh Viereck entsteht der der Manga und
00:50:18
ich ich schreibe denen halt auch, also das war natürlich jetzt äh eben vorteilhaft, dass ich ähm Schreiberfahrungen habe und ähm.
00:50:27
Arbeite halt viel mit der mit der Zeichnerin zusammen und.
00:50:30
Versuch eben möglichst eine positive Arbeitsatmosphäre da zu schaffen und eben ja auch viel äh Freiraum zu geben und,
00:50:39
eigentlich auch wenig zu kritisieren. Also ich versuche eigentlich immer sie euphorisch für alles zu loben, äh weil sie natürlich auch super ist äh und.
00:50:48
Ähm ja und da sind jetzt zwei Bände erschienen und ich finde das ist ziemlich gut,
00:50:55
funktioniert irgendwie, also klar, man hat so gewisse ähm Dinge, an die man sich halten muss, also weil eben auch ähm,
00:51:03
nicht komplett verfremden dürfen und eben auch mal gucken muss, also dass die Geschichte auch für so ein bisschen die Altersgruppe noch passt, also klar könnte man jetzt auch eine Achtzehnjährige Bibi bringen und vielleicht so ein bisschen eine düstere Geschichte.
00:51:17
Aber das war jetzt halt eben erstmal nicht der Ansatz, also deswegen ist es äh vergleichsweise.
00:51:22
Brav, obwohl sie natürlich trotzdem auch Action und Drama und so gibt, aber ähm.
00:51:27
Für für Manga Einsteigerinnen. Mhm. Mhm. Also ich find's eigentlich ganz gut, dass es nicht
00:51:36
nicht sofort düster und äh Dark und Edgy ist, weil das halt irgendwie heutzutage alles so ist. Ähm aber wie du ja schon äh am Anfang mal gesagt hast, es kann ja auch noch in die Richtung gehen, irgen
00:51:47
vielleicht, also wenn die Reihe jetzt fünf Jahre läuft so, dann wächst ja vielleicht Pipi auch mal mit so.
00:51:54
Ja, das weiß ich noch nicht, ob das äh machbar ist. Das wäre mal interessant, herauszufinden, ob man äh so eine horizontale äh.
00:52:01
Erzählweise einführen darf. Also ja, unser Manga ist also ist auch schon also hat schon eine horizontale Ebene, also.
00:52:08
Es geht nicht immer wieder auf den Punkt null zurück, auf den Status quo.
00:52:14
Aber Bibi ist jetzt nicht wesentlich älter oder wesentlich anders ähm als so wie man sie kennt.
00:52:22
Es sind ja auch erst zwei Bände rausgekommen und ihr habt ja eh schon ihr habt ja eh schon das Ganze so ein bisschen ähm also es ist entfernt sich ja schon relativ weit von dem Grundgedanken, weil es äh ja eben nicht mehr in Neustadt glaube ich, ist die Stadt. Ja. Pipi.
00:52:37
Spielt, sondern da nur der Ausgangspunkt ist und dann geht's ja schnell nach Japan. Und das ist ja sowieso schon was.
00:52:45
Sehr ungewöhnliches so für den für den Grundstoff, sage ich mal, also ähm sonst kennt man sie ja nur so, dass sie vielleicht nochmal auf den Reiterhof darf, aber.
00:52:53
Also er hat schon, sie hat schon immer mal äh also es gibt auch Bibi in Amerika und äh solche Sachen gibt's schon auch. Also er hat schon immer mal.
00:53:02
Größere Reisen angetreten, aber das ist natürlich dann immer nur für eine Folge während bei uns. Genau. Ähm ist das eine längerfristige Geschicht.
00:53:10
Das meinte ich eben. Also da das das ist ja auch schon so ein bisschen horizontal, dass sie eben nicht am Ende vom ersten Band wieder zurückkommt und dann ist äh alles wieder normal. Ähm aber
00:53:18
vielleicht kannst du nochmal ganz kurz äh ein bisschen ins Detail gehen, wie das jetzt genau funktioniert mit der mit die Zusammenarbeit, mit äh Hiranatumen, also die der Zeichnerin, Schreibstelle, das komplette Skript erstmal runter und schickst es ihr oder entsteht es.
00:53:32
Mehr oder weniger so äh im Wechselspiel mit den Zeichnungen, dass du sagst, du schreibst eine Drehbuchseite, dann wird das äh macht sie irgendwie die Scribbles oder sowas und dann
00:53:41
geht's hin und her und so geht's langsam vorwärts ähm oder wie läuft es ab.
00:53:45
Na ja, also mit ihr, also Hira kriegt eigentlich die Story erst, wenn sie wirklich fertig geschrieben und auch abgenommen ist halt von äh von Kindern. Ja.
00:53:57
Na ja, die müssen halt schon immer auch ein Auge drauf haben, ob irgendwelche Sachen in der Geschichte passieren, die eigentlich äh laut dem Bibi-Universum nicht passieren dürfen, also zum Beispiel haben wir irgendwa.
00:54:11
Dass sie irgendwas Lebloses wieder lebendig hackt. Ja. Sei es jetzt ein toter Fisch oder irgendwie sowas.
00:54:19
Das sind halt Sachen, äh, da gibt's sofort äh eine Absage. Also wenn du solche Sachen bringst, weil
00:54:26
haben natürlich ihre Story Bibel und da sind gewisse Regeln drin und genau und deswegen äh ist es so, dass ich halt die Story erst grob mit denen bespreche und sage, okay, ein Brand.
00:54:39
Soll's halt um so ein Eidel äh Contest gehen und Mio will teilnehmen und Bibi begleitet sie. Keine Ahnung, das ist so ein bisschen vielleicht der Anfangspitch, den man hat und das müssen sie erstmal okay finden oder auch nicht.
00:54:52
Und dann arbeitet man halt weiter und also ich muss das schon immer ziemlich genau auch einfach mit äh mit Kiddings abklären.
00:55:01
Hierara halte ich halt auf dem Laufenden ähm wie es gerade so läuft oder was passieren wird und äh dann schreibe ich halt für jedes Kapitel ähm eine Drehbuchversion, wo dann eben auch die ganzen Dialoge drin sind
00:55:14
Und da ist sie aber auch sehr frei. Also das ähm finde ich auch, dass sie das total toll macht,
00:55:21
da eben auch ein gutes Gefühl für hat, äh Szenen länger zu machen als ich sie schreibe, ne? Also das finde ich ist ja auch so eine Qualität.
00:55:28
Vom einfach Geschichten erzählen oder vielleicht auch von in Filmen wie das Regisseure machen ja.
00:55:35
Also wenn dann irgendwie im Text steht, ja, sie geht zur Tür, äh macht die auf und schaut in den Wald rein oder was auch immer. Ja. Ähm das ist natürlich, das ist ein Satz.
00:55:45
Und aber Herar kann quasi entscheiden, das müssen jetzt drei Seiten sein.
00:55:50
Irgendwie Text ohne Text und wir sehen sie einfach in große Aufnahme oder wir sehen dann die Vögel fliegen durch den Wald oder was auch immer, ne?
00:55:59
Dass ähm das kann sie alles selber entscheiden und im Prinzip auch Dialoge abändern und neue dazuschreiben. Und ja, also das fände ich äh glaube ich sonst auch,
00:56:11
blöd, wenn sie sich da wirklich so sklavisch dranhalten muss. Also es ist halt eine Vorlage und sie darf äh sie darf das auch äh etwas abändern. Okay, cool,
00:56:20
Und ist ja wahrscheinlich auch fantastisch an so einem Projekt zu arbeiten mit solchen Figuren, ne, die man irgendwie als Kind schon,
00:56:27
Kindertagen kennt und mag, ne?
00:56:31
Ja, also ich finde es ist ein großer Vorteil, dass ich die Bibi tatsächlich äh schon immer mochte, also meine Katze heißt zufälligerweise auch Bibi. Es hat äh äh ganz gut gepasst.
00:56:42
Und ja also ich ich fänd's glaube ich schon doof, wenn man sich so intensiv mit irgendwas auseinandersetzen muss, was man eigentlich nicht unterstützt.
00:56:52
Das kann natürlich immer mal passieren. Also ich habe da jetzt auch keine.
00:56:56
Keine Illusionen, also ich ich muss ja von dem Leben, was ich mache und das sind natürlich immer mal Sachen dabei, wo man jetzt sagt, äh.
00:57:02
Irgendwie nicht da nicht der heißeste Scheiß oder das ist halt irgendwas wo man nicht so dahinter steht vielleicht
00:57:10
aber einem die Miete zahlt und insofern war das schon schön ähm dass ich die Bibi an sich auch schon immer
00:57:18
gemocht habe, ja? Also und ja cool. Also eigentlich ein ganz gutes Match so.
00:57:28
Ja, dann lass uns doch mal zu Endzeit nochmal kommen. Das ist ja ein größeres Kapitel. Erzähl doch mal ein bisschen, wie es dazu kam. Also wir haben ja es vorhin schon mal kurz angerissen. Es ist eine Zombie-Geschichte. Wie in Ostdeutschland spielt.
00:57:42
Genau, ja, also die die ganze Endzeitgeschichte ist tatsächlich äh ziemlich äh komplex und verboren
00:57:50
Aber ich ich versuch's mal ganz kurz zu machen. Also ich habe ähm ja visuelle Kommunikation studiert an der Uni und habe dann als mein Diplom quasi ein Comic gezeichnet. Eigentlich mit dem Gedanken, dass das mein Abschied äh vom Comic zeichnen wird, weil ich geglaubt habe, ähm
00:58:06
dass mich hinterher niemand mehr für diese Arbeit bezahlen wird
00:58:10
Also es war so, dass ich dachte, das ist jetzt das letzte Mal vielleicht im Leben, dass ich Zeit habe und irgendwie ähm so wirklich einfach ein Comic machen kann, ne? Also
00:58:21
und ja genau war eigentlich so als ähm
00:58:25
ein kleines Adieu Handy. Aber das Leben hatte einen anderen Plan. Das Leben hat einen anderen Plan und hier genau muss ich äh tatsächlich äh Herrn Andreas Platthaus äh tausendfach danken.
00:58:40
Hat dann das führt jetzt ganz kurz weg von Endzeit aber der hatte der hat dann den Comic halt gesehen oder gelesen. Also ich hab den ja so eine kleine Auflage gemacht mein Diplom-Comic,
00:58:52
Und ähm hat mich dann bei Surkamp vorgeschlagen für ein Projekt und das war eben so der Moment.
00:58:59
Wo ich eigentlich eben schon so ein bisschen abgeschlossen hatte damit und eben versucht habe, mich anderweitig umzugucken und eben mich mehr auf Kinderbuchindustration oder so zu spezialisieren und über ihn.
00:59:09
Bin ich dann eigentlich zu einem ja großen Verlag gekommen mit einem ziemlich
00:59:14
Projekt äh dem Huckleberry Finn als Grafic Mobel und Plötzlich plötzlich war ich Comiczeichner
00:59:22
Und äh ja, insofern ja unerwartet und man merkt eben, wie wichtig es ist, von Leuten auch unterstützt zu werden oder,
00:59:34
die die an einen glauben, die aber in einer höheren Position sind als du. Das ist auch was, was ich für mich versuche oder so, dass ich da immer mal dran denke, dass man eben, wenn man Leute hat, die vielleicht auch am Anfang stehen oder wenn man in denen irgendwas sieht,
00:59:48
dass man überlegt, äh was kann man für die tun.
00:59:52
Und also so dass man vielleicht auch irgendwie so in dieser Position langsam ist, dass man ähm anderen helfen muss auch, ne? Und.
01:00:04
Eben in dieser Anfängerin da auch irgendwas gesehen hat und sofort gedacht hat, okay, wenn der geht oder der könnten, weil es voll die Verantwortung geben, einfach ein Comic für Sorgham zu machen, aus dem Nichts heraus eigentlich.
01:00:16
Genau, das war der, das war der Schlenker, wie ich Comiczeichnerin geworden bin.
01:00:23
Und äh ja genau, Endzeit war dann eben meine Diplomarbeit und danach ist es eigentlich so ein bisschen in Vergessenheit geraten und ich war dann eben mit Hack Finn beschäftigt und danach äh mit der Antonet.
01:00:38
Mein Comic dann bei Edmond gewesen ist.
01:00:42
Und dann hatte ich eben diese drei Grafik-Nobels oder Comics äh gemacht äh und im Jahr zweitausendvierzehn war das dann, dass ich das Gefühl hatte,
01:00:53
Dass ich eigentlich das Schreiben nochmal lernen sollte, ne? Also dass ähm ich eigentlich was studiert habe, was halt sehr visuell ausgerichtet ist und.
01:01:03
Dass ich das Gefühl hatte, dieses Handwerk schreiben, davon wusste ich nichts, das war alles autodidaktisch äh hatte ich mir das irgendwie rangeschafft, also eben auch diese Comics selber geschrieben und so weiter.
01:01:16
Und darüber bin ich dann an die Drehbuchwerkstatt in München gekommen äh die oder so da kann man eben auch als Quereinsteiger eigentlich ganz gut äh.
01:01:27
Rein und habe eben gedacht, okay, Comic äh schreiben, lernen in Deutschland, geht halt nicht, also das ist einfach zu sehr Nische,
01:01:35
das Drehbuch schreiben ist halt so ähnlich und bin dann da eben hin und hab mich mit zwei Geschichten beworben und darunter war eben Endzeit dabei. Also man muss halt zwei Stoffe einreichen,
01:01:46
damit die sehen können ob man halt was drauf hat oder nicht.
01:01:50
Und ich bin dann eben angenommen worden als Stipendiatin und bin am ersten Tag da äh in München angekommen.
01:01:59
Dann kam gleich die Leiterin und meinte, du musst aber unbedingt das mit den Zombies schreiben jetzt in dem Jahr. Also man schreibt dann ein Jahr.
01:02:06
Und schreibt dann ein Jahr äh an einem Projekt eben äh mit Betreuung von Mentoren und eben auch mit den anderen Teilnehmern zusammen und.
01:02:15
Ja es war ein ganz tolles Jahr und ich vermisse es auch sehr, also irgendwie mit so Schreibbegeisterten immer mal wieder zusammenzukommen und rumzuspinnen und so.
01:02:24
Und in dem einen Jahr habe ich eben dann äh das Drehbuch zu Endzeit geschrieben und mich eben überzeugen lassen davon, dass ich das äh als Drehbuch umsetzen soll.
01:02:35
Und dann ist es so, dass dieses Drehbuchprogramm in München endet, damit das man in ähm.
01:02:41
Zum Comic äh äh sage ich schon Comicfest, nein, zum Filmfest München äh das Ding pitscht. Also was man in dem einen Jahr geschrieben hat,
01:02:51
und das ist halt voll die krasse Veranstaltung eigentlich, da kommen dann so über fünfhundert Leute aus der Filmbranche.
01:02:58
Und dann sitzen die alle da mit ihren ZDF-Kugelschreibern und was weiß ich.
01:03:03
Machen sich Notizen und du denkst, oh Gott, das macht alles und man hat irgendwie so eine oder zwei Minuten Zeit, das Ding vorzustellen.
01:03:11
Und ich bin vorher echt komplett gestorben. Ich wusste nicht, ob ich die zehn Schritte zur Bühne schaffe.
01:03:18
Oder ob ich vorher umkippe, aber ich glaube, das das Witzige war, dass es allen so ging, das fand ich auch so schön, dass auch so ein bisschen die harten Typen, die da irgendwie mitgemacht haben, die sollen sonst irgendwie keine Schwäche gezeigt haben, doch an dem Tag.
01:03:29
Alle sehr sehr schwach waren.
01:03:31
Und äh wer alle ganz schön gebippert haben, weil es ist halt schon irgendwie so eine krasse Situation für so viele Leute zu gehen und irgendwie ja so seine seine Geschichte zu erzählen und das ist halt, man ist da immer sehr verletzlich und angreifbar irgendwie,
01:03:46
Mhm. Na ja und dann habe ich das Ding halt in ein oder zwei Minuten gepitcht und kam gut an und ich hatte dann irgendwie dreißig Visitenkarten von Filmformen hinterher in der Hand. Mhm.
01:03:56
Also erst ein abgefahrener Tag irgendwie gewesen,
01:04:01
und hab dann eben ja vielen das Buch geschickt zum Lesen und hab auch echt viel Rückmeldung bekommen.
01:04:08
Dann waren eben drei Filmfirmen die ernsthaftes Interesse hatten. Da ist ja schon mal super cool ist.
01:04:17
Und äh dann habe ich die halt alle besucht, also zwei waren in München und eine war in Erfurt, was natürlich für mich super praktisch ist, weil das ist so äh zwanzig Minuten mit dem Auto.
01:04:27
Weg und ja und bei den Münchner Filmfirmen, die halt mit im Rennen waren, die hatten halt sehr konkrete Vorstellungen, wo ich so ein bisschen skeptisch war.
01:04:36
Die einen wollten's irgendwie ganz schnell drehen schon im nächsten Jahr und ich wusste ja, dass das halt schwierig wird, so einen Film zu finanzieren, so viel hatte ich dann schon gelernt irgendwie in diesem einen Jahr.
01:04:46
Die anderen, die wollten unbedingt einen ganz speziellen Regisseur haben, der aber sich irgendwie nicht festlegen lassen wollte und so weiter.
01:04:54
Dann hab ich mich weil ich finde das halt die, die in Erfurt die Filmfirma hatte so 'n bisschen die realistischsten Vorstellungen, ähm, wie man dieses Projekt angeht.
01:05:04
Na ja und dann habe ich das mit denen tatsächlich zusammen gemacht und dann ist er doch relativ leicht, tatsächlich auch finan.
01:05:13
Worden, weil also ja, es ist ja eigentlich immer so Genre, äh Film oder Genre in Deutschland ist halt äh ja.
01:05:22
Mhm. Nicht so easy und äh so ein bisschen das Stiefkind oft. Also es ändert sich natürlich jetzt ein bisschen so durch die Streaming-Dienste.
01:05:30
Aber das als es losging, das war noch lange vor Dark und bevor überhaupt irgendwelche deutschen Genre Sachen überhaupt groß erfolgreich waren.
01:05:41
Und ähm genau, ich hatte aber das Glück, äh dass ich
01:05:45
dass da ein ZDF-Redakteur ziemlich früh mit eingestiegen ist, der das Projekt halt ziemlich cool fand und wieder tatsächlich ähm so eine ähnliche Erfahrung wie mit dem äh Blatthaus.
01:05:57
Der einfach in einer relativ hohen Position war und Bock hatte auf Projekte äh mit Frauen, mit Nachwuchs, mit ja äh Genre.
01:06:08
Und einfach auch sehr gute Ideen hatte, also man hat ja davor immer so Horrorstories gehört, wie halt diese Redakteure vom Fernsehen sind, ja. Die alles kaputt machen wollen.
01:06:18
Und so war er halt gar nicht. Also er war ähm er hat es einfach verstanden und er hat äh einfach viele gute Sachen beigetragen und er hat auch echt dafür gekämpft.
01:06:27
Ohne ihn denke ich mal werden, wäre das nicht so einfach gegangen, weil es ist halt.
01:06:33
Dieser Filmsachen, die sind so da muss immer einer erstmal ja gesagt haben, eh andere ja sagen, ne? Also alle warten immer darauf, dass der erste ja sagt und dann
01:06:43
die anderen und sagen, ah, wenn der ja gesagt hat, dann sagen wir auch, ja. Und genau, so kam das dann.
01:06:50
Dass es gar nicht so ein Horrortrip war irgendwie das Ding zu finanzieren. Da war ich natürlich jetzt nicht äh involviert, das ist ja alles über die ähm Filmforma gegangen.
01:07:00
Ja also es ist zumindest 'ne sehr spannende Reise gewesen wie wie sowas tatsächlich eben zustande kommt und dann ist es tatsächlich gedreht worden und ich war dann auch ein paar Mal am.
01:07:13
Und dann ging's darum, okay, auf welchem Festival soll's denn jetzt laufen, also als der Film dann fertig war,
01:07:21
das ist halt echt so ein riesen Ding gewesen, also das hat man ja bei Comics irgendwie nicht so, sondern wobei, na ja, idealerweise sagt man immer, ja, es kommt zu Erlangen raus, hat mal irgendwie so das geilste Publikum. Mhm.
01:07:34
Und äh beim beim Film ist es halt so, dass dann irgendwann wir gesagt haben, oder eben auch die die äh alle Beteiligten das zu gesagt haben, es darf eigentlich nicht in Deutschland starten, weil die werden uns hassen.
01:07:45
Und also die werden halt super kritisch sein und ist ja auch richtig. Sie sollen ja auch.
01:07:51
Sein, aber es ist natürlich, wenn das dann einmal kleingehackt wurde, irgendwie von der deutschen Kritik.
01:07:56
Ja es ist halt sehr demotivierend. Ja. Ist schwierig wieder rauszukommen. Der Plan des im Ausland starten zu lassen und eben so über die Festivals zu gehen und.
01:08:09
Also es war halt Sandance war im Gespräch. Ähm das ist halt aber immer so ein bisschen äh wie sagt man das so ein bisschen so ein Glücksspiel, weil.
01:08:19
Muss ich jetzt gar nicht so lange erklären, aber man darf halt nicht äh parallel einreichen oder eben, wenn man eine Zusage hat, darf man das andere nicht mehr und so weiter. Also das ist.
01:08:29
Bisschen wie so ein geheimes Spiel was innerhalb von diesen ganzen Filmen passiert, was wir gar nicht so mitkriegen.
01:08:37
Ist es halt super wichtig für für diese Kinofilme ist, wo die als erstes gelaufen sind, ne?
01:08:42
Dann kriegen die wie so ein Stempel, oh, das ist ein Sundays gelaufen, äh das muss dann so und so ein Film sein oder es lief halt zuerst in Venedig, dann Blablub oder zuerst in Kann
01:08:52
Ja
01:08:53
Na ja und wir sind dann angenommen worden in Toronto, was halt äh auch ein ziemlich cooles Festival ist, das äh sowohl Arthous äh und Nischensachen hat, als auch ziemlich große Hollywood-Blockbuster.
01:09:05
Wir sind dann zweitausendachtzehn eigentlich so fast mit dem ganzen Team hingeflogen, tatsächlich auf eigene Kosten, muss man auch sagen, von wegen irgendwie die Filmwelt ist so glamourös oder so,
01:09:16
wir haben das alles, wir haben das alles selber bezahlt, Flug und Unterkunft und überhaupt alles.
01:09:22
Aber ich würd's jederzeit wieder machen, weil es war total toll.
01:09:26
Irgendwie so diese, dass ja auch so die ganze Stadt ist und halt so in diesem Filmfest Fieber.
01:09:35
Sind halt auch ganz viele Stars da. Ich habe leider niemanden gesehen in der Zeit, wo ich da war.
01:09:40
Aber sie sind da und man weiß es und man sieht manchmal irgendwie so Fans die irgendwie durchgefroren irgendwo an irgendwelchen Absperrungen warten und dann.
01:09:50
Kann man sich immer so ausmalen, wer da jetzt kommt oder so, aber wir haben's leider nicht nicht geschafft irgendwen zu sehen
01:09:57
Mhm. Und aber ja es war halt mega cool da tatsächlich mit einem eigenen Film zu laufen und,
01:10:04
den einen Abend das war glaube ich der der zweite Abend wo der, wo der Film gezeigt wurde, kamen wir dann zu dem Kino, wo der lief und es war halt die übelste Schlange, die um das halbe Kino ging.
01:10:16
Und wofür steht ihr an.
01:10:19
Die waren ja so, ja, diese deutsche Zombiefilm. So und dann waren wir alle so total peinlich und haben so gequietscht und geschrien, wie du sie teenagerst. Ah, egal, ist doch so schön. Und.
01:10:31
Äh ja, war voll voll. Also ich meine, es waren halt lauter Amerikaner und Kanadier, die dann da standen und einfach irgendwie,
01:10:38
hatten, sich abends äh in in diesen Film zu setzen und ähm.
01:10:45
Ja, also es da kann man. Kann man schon mal quietschen vor Freude, finde ich. Also. Genau, also das ist so,
01:10:53
Jetzt, also das hat auch nochmal so jetzt durch dieses ganze Corona äh und die Einschränkung hat es für mich nochmal so nachträglich so einen krassen,
01:11:01
bekommen, dass ich da dabei sein durfte und dass wir das äh erleben durften irgendwie ja vor Publikum und.
01:11:09
Tatsächlich immer so mit den Reaktionen und hinterher die Leute die Fragen gestellt haben und ja total toll,
01:11:16
Ich würde gern noch ein bisschen mehr auf die äh Entstehungsgeschichte eingehen. Hast du da einfach dein Drehbuch abgegeben und das wurde dann so gemacht oder gab's dann auch
01:11:25
durchaus Revisionen oder hattest du Mitspracherecht bei irgendwelchen Dingen oder so.
01:11:33
Ja, also äh das diese diese ganze Drehbuch schreibt Geschichte ist schon nochmal ganz anders als,
01:11:40
also der Comicbereich und das ist auch so ein bisschen, wo wo ich so am auch am Struggle bin, was ich eigentlich will.
01:11:48
Das Drehbuch schreiben ist unglaublich.
01:11:54
Virus, weil sehr viele Leute mitreden. Mhm. Äh weil eben es geht um sehr viel mehr Geld.
01:12:01
Während so eine Comicproduktion ähm ja der Pitch zu dem Verlag vielleicht deine Story und wenn sie das mögen, dann vertrauen die dir da
01:12:08
Und dann machst du das. Mhm. Ähm vielleicht also mal mit mehr, mal mit weniger äh redaktioneller Betreuung,
01:12:16
Aber meistens hast du so einen Ansprechpartner und äh das läuft dann irgendwie, ne? Ja. So und beim Film, also das ist, es ist halt.
01:12:24
Unfassbar anstrengend und schwierig und mit ganz vielen,
01:12:31
ganz vielen Tiefen und also ich würd's also es sind insgesamt sind es doch zwei Jahre die ich da noch dran gearbeitet hab.
01:12:40
Fassung geschrieben habe, halt in der Drehbuchwerkstatt. Mhm. Und dann ist es eben zu dieser Filmproduktionsfirma eher die Grown-Up Films äh äh in Erfurt gekommen und dann sind es wirklich zwei Jahre. Und äh wo ich sagen würde, dass ein Jahr habe ich gefühlt, fast.
01:12:55
Halt daran gearbeitet, was eigentlich unfassbar ist. Mhm. Ähm das da nochmal so viel Arbeit irgendwie reinfließt und vieles wird ja auch besser irgendwie dadurch, aber manches äh muss man dann natürlich auch hart erkämpfen irgendwie.
01:13:09
Alle Widerstände und manches manche Niederlage trägt man da auch davon.
01:13:17
Und es ist halt unglaublich hierarchisch. Also das diese ganze Filmbranche und also das ist auch was eben was ich als.
01:13:25
Teilweise auch unangenehm erlebt hat, wenn man eben so aus dieser muckelig gemütlichen Comic Szene kommt, ja nicht immer gemütlich ist, aber eben
01:13:34
doch zu großen Teilen irgendwie mögen wir uns ja doch
01:13:38
fast alle ganz gerne und im Filmbereich ist es halt immer so, du musst halt immer wissen, wer steht, wie hoch. Mhm. Und wer ist wem, was schuldig und wer kann wem was sagen
01:13:50
Es ist wahnsinnig viel so Beziehungskram, ne? Ganz viel Beziehungskram, ja und äh ich finde, also dass man.
01:13:58
Die man mag die Leute ja auch mit denen man zusammenarbeitet und das ist ja auch eine intime Arbeit irgendwie an so 'ner Geschichte und man muss aber halt immer sehen oder aufpassen ähm.
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Dass dass man eben Freundschaften und Business irgendwie versucht zu trennen und das ist finde ich ist in der Comicszene ein bisschen anders weil's halt einfach,
01:14:19
nicht um so viel Geld geht, ne? Mhm. Also das eben die Angst
01:14:25
mit einem Comicband mal auf die Nase zu fallen, der ihm vielleicht nicht so gut ankommt. Die ist halt äh nie so groß und so schlimm.
01:14:33
Wenn ein Film halt, der äh ja fast irgendwie also er hat fast zwei Millionen gekostet. Ich meine, es ist wahrscheinlich kein Geheimnis, vielleicht steht's auch irgendwo auf einer,
01:14:44
offener Seite so, Filme kosten unglaublich viel Geld und ich mein das ist natürlich 'ne Summe.
01:14:50
Will niemand Fehler machen und da will niemand Schuld sein. Äh wenn's halt irgendwie total baden geht.
01:14:57
Und also ich finde es ist so ambivalent, weil ich äh wie gesagt habe auch sehr viel Spaß dabei gehabt und sehr viel gelernt und äh.
01:15:05
Unglaublich dankbar, dass es geklappt hat und eben auch eben, was wir dann eben erleben durften und dass wir das Publikum zeigen durften und dass es in der ganzen Welt gelaufen ist und so. Äh aber,
01:15:17
psychisch fast also schon anstrengender, als als das Comic machen und Comic machen ist teilweise schon sehr anstrengend, weil man irgendwie so lange alleine irgendwie äh in seinem Kämmerlein irgendwie das Ding durchziehen muss. Mhm. Ähm,
01:15:32
Ja aber was ich meinte mit dem hierarchischen.
01:15:36
Das finde ich ist anstrengend. Also jetzt auch eben nach Endzeit ist ja eben auch so, dass ich immer einen anderen äh Drehbuch anarbeite und da muss man immer sehen,
01:15:48
ja, wer ist jetzt besonders wichtig, ne? Und das ist sowas, was mich im Comicbereich nicht interessiert, äh wer ist jetzt besonders wichtig, sondern.
01:15:58
Man hat so, man hat seine Kontakte oder eben auch Leute von Verlagen, die man kennt oder hat mit denen schon was gemacht und.
01:16:06
Es ist irgendwie entspannter und es ist verbindlicher und ja also es hat beides so seine Pro und Contra. Mhm,
01:16:14
Seiten und ich habe da auch eben noch keine finale Antwort, äh was ich eigentlich äh lieber machen will. Aber es ist jetzt nicht so, dass wir jetzt äh nie wieder einen Film sehen werden, der auf dem Drehbuch von dir basiert. So, so krass ist es jetzt nicht.
01:16:29
Nee, also das das würde schon also gerne nochmal. Mhm. Und bin ja da eben auch an verschiedenen Sachen dran. Aber das ist eben auch was, dass äh dieses ganze Filmding, dass da heute alles so unfassbar lange. Also ich meine.
01:16:44
Also noch länger als bei dem Verlangen. Noch noch länger als bei den Verlagen. Es ist nicht auszuhalten
01:16:51
Ist ja auch als der als der Film dann fertig war, also als der gedreht war, hat's ja nochmal über ein Jahr gedauert, bis der irgendwo gezeigt wurde, also dass Linda so Zeitspannen,
01:17:01
wo du sie denkst, ein Jahr, ein Jahr dauert das jetzt noch, äh der ist doch fertig gedreht und geschnitten. Wieso dauert das jetzt nochmal ein Jahr? Ja, das ist normal. Manchmal dauert's.
01:17:10
Deswegen ist es immer so lustig, wenn man äh so Interviews mit Schauspielern, die halt zu ihren Filmen befragt werden und du merkst immer so,
01:17:19
die müssen sich jetzt echt krass irgendwie anstrengen, sich zu erinnern, wie eigentlich diese Dreharbeiten vor zwei Jahren so gewesen sind und es muss aber alles irgendwie ganz frisch klingen, als ob sie das vor irgendwie zwei Wochen alles erlebt hätten. Mhm
01:17:31
Ja. Äh ich wollte aber da trotzdem nochmal kurz nachhaken, was was ähm was hast du denn dann in diesen ein, zwei Jahren da noch konkret mitgearbeitet
01:17:40
also ich würde sagen, also ich hab's jetzt glaube ich ich habe mir so gerade so ein Steady Account eingerichtet, wo man wo die Leute so einen unterstützen können und da wird's irgendwie so als äh.
01:17:52
Reward,
01:17:54
das gedruckte Drehbuch tatsächlich gemacht, also es müsste jetzt in einer Woche oder so müssten die Exemplare kommen, ob ich jetzt in einer kleinen Auflage gemach.
01:18:03
Da ist einmal die Fassung drin, die ich gemacht habe halt in der Drehbuchwerkstatt und einmal die äh so wie sie dann gedreht wurde,
01:18:11
Und ich habe das Gefühl, dass eigentlich fast kein Stein auf dem anderen geblieben ist und okay. Also es gibt sicherlich manche Passagen, wo einiges gleich geblieben ist.
01:18:21
Also witzigerweise meistens die Action Passagen, obwohl ich immer gedacht habe, ich kann irgendwie nicht gut Action schreiben.
01:18:28
Sind meine Actionszenen fast nie angetastet worden.
01:18:32
Sondern halt immer so diese emotionalen Sachen oder eben wo sich zwischen den Figuren irgendwas ändert und ähm.
01:18:39
Quasi die emotionale Reise, also die ganze Zombie-Action, da hat glaube ich kaum jemand was gesagt. Äh aber das andere ja, das was.
01:18:50
Teilweise musst du halt dann Szenen umarbeiten im im äh im weiteren Verlauf, wo es dann wirklich so um Produktionstechnische Sachen geht, dass die eben Sachen äh sagen.
01:18:59
Da können wir nicht drehen oder das wollen wir nicht oder das wird zu teuer.
01:19:04
Und da ist dann auch so eine Methode, die ich eigentlich erstmal doof fand, aber hinterher eigentlich ganz cool fand, ist,
01:19:11
man Sachen nimmt, also zwei Szenen, die eine spielt Wald, die andere spielt irgendwo in der Burg oder so.
01:19:18
Dass die dann sagen, versucht die Szenen mal zusammenzuziehen. Mhm. Und dann so, oh nee, das ist jetzt hier nur damit's irgendwie billiger wird oder so, aber eigentlich ist das cool, äh eine coole Methode,
01:19:29
Szenen dann auch zu verdichten. Mhm. Und zu zu gucken, was passiert denn in der einen Szene und was passiert in der anderen und kann das nicht parallel passieren,
01:19:37
und an einem Ort. Und ähm das sind so Sachen, die halt viel äh gemacht wurden.
01:19:44
Also wir haben ganz lange an der Exposition äh rumgeschrieben, also was halt in der Stadt passiert und das Witzige äh witzig, eigentlich traurig.
01:19:54
Das war echt äh ewig lange an dieser an diesem blöden Anfang rumgeschrieben haben.
01:19:59
Und der ist dann auch gedreht worden, aber in dem Film, so wie man ihn jetzt sehen kann, ist eigentlich fast nichts mehr davon erhalten.
01:20:06
Weil äh im Schnitt dann eben entschieden wurde, dass es irgendwie alles zu lange dauert und dass wir jetzt doch mal langsam wollen, dass die die Stadt verlassen und in den Zug steigen.
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Und äh ich glaube, dass eigentlich die Exposition ursprünglich, das waren so dreißig Seiten.
01:20:23
Würde ich mal sagen oder zwanzig Seiten, was ja zwanzig Minuten Film entspricht, also man sagt ja eine Drehbuchseite ist eine Minute Film.
01:20:32
Und ja, also da ist eigentlich äh kaum noch irgendwas übrig geblieben. Ja.
01:20:38
Was halt schade ist, weil ich ja teilweise gesehen habe, also auch bei den Dreharbeiten war ich dabei und es gab so eine übelst coole Szene irgendwie hier auf dem Marktplatz in Weimar,
01:20:48
die Eva, das ist ja eine von den Hauptfiguren äh.
01:20:53
Eben gerade rausgefunden hat, dass sie sich bei einem Zwischenfall am Zaun ihn infiziert hat, ja? Dass sie gebissen wurde oder gekratzt wurde.
01:21:00
Und äh sie verlässt jetzt, also soll eigentlich die Stadt verlassen, ähm mit so einem Zorn. Also das äh,
01:21:09
sie nur noch Asche zurücklässt und wir hatten dann irgendwie diesen Marktplatz und dann standen da äh lauter Holzsärge, also so war das halt geschrieben, dass auf dem Markt halt die Serge gezimmert werden.
01:21:19
Die standen da noch und sie hat dann irgendwie so einen, so einen kleinen äh Brenn,
01:21:25
Ofen oder so ein Kocher, äh wo so eine Flamme ist, die sie dann so umkick,
01:21:29
dann fangen diese ganzen Sägefeuer äh und und es gibt dann so eine Szene, wo man so eigentlich voll das Klischee, wie jemand so äh.
01:21:39
Bild verlässt und hinter ihm geht so alles in Flammen auf und äh genau und das ist gedreht worden und ist dann aber nicht drin geblieben.
01:21:49
Aber ich fand's dann auch wiederum interessant, dass trotzdem die Geschichte irgendwie funktioniert hat und äh dass man.
01:21:57
Tatsächlich sehr lange immer an solchen Sachen äh ringt, ja auch mit vielen Menschen, die beteiligt sind, die ja alle irgendwie,
01:22:04
sagen sie finden das logisch oder sie finden das unlogisch und nein wir müssen irgendwie die Motivation der Figur irgendwie noch klarer machen.
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Irgendwann denkt man dann, man hat's geschafft und dann am Ende ist nicht mehr drin und trotzdem,
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gab's im Prinzip wenig äh Fragen oder wenig äh Ratlosigkeit, was jetzt äh die Motivation der Figuren angeht und das fand ich interessant irgendwie. Also einerseits blöd,
01:22:34
Andererseits natürlich cool zu sehen, äh wie wenig Informationen so wir als Zuschauer auch brauchen,
01:22:42
um äh ja zu kapieren, was mit der Figur los ist oder was, was die jetzt motiviert oder so. Mhm.
01:22:51
Also wir brauchen den Directors Cut Mainzer, oder? Mhm. Also wenn müssen wir jetzt anschreiben mit Hashtag release the Viewing Cut,
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Äh ich keine Ahnung. Ich also vielleicht die also die Produktionsfirma hat natürlich die Rechte da dran und äh.
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Ich weiß ja auch gar nicht, ob der Film dann besser werden würde, also so in dem Schnittprozess war ich ja ähm nicht beteiligt und kann das jetzt auch gar nicht sagen. Also.
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Es ist es ist anders sicherlich als ich's machen würde aber ich muss es auch immer wieder betonen. Ich bin total dankbar, dass es geklappt hat und ähm,
01:23:29
bin eigentlich auch jemand der sehr gut ähm so Verantwortung abgeben kann oder eben auch das zulassen kann, dass Dinge anders werden,
01:23:38
Das ist eine gute Eigenschaft im Kreativprozess. Gerade beim Filmen, weil da hat man da da ist man irgendwann einfach gezwungen dazu und wenn man das dann nicht gut kann, dann äh ist das äh macht es einen oft ganz schön fertig,
01:23:50
Ja, aber beim Comic war's zum Beispiel auch so. Ich hatte ja äh die Ines Cord und Adrian vom Bauer. Die haben ja mit koloriert. Mhm. Äh bei Endzeit, weil das waren ja irgendwie zweihundertachtzig Seiten beim Comic und
01:24:01
ich hatte halt einen ziemlichen Zeitdruck und ein kleines Kind noch dazu und hast du nicht gesehen? Und dann hab ich die halt mit eingespannt und
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weiß nicht, ob ich einmal oder zweimal irgendwas gesagt habe bei der Koloration. Ansonsten habe ich die machen lassen und fand das immer super und ja, kann das eigentlich.
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Meistens ganz gut ähm einfach zu nehmen, was andere anbieten. Mhm.
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Oder du gibst einfach auch super gute Anweisungen und damit die wissen wo ich hingehen mus
01:24:34
so. Ja, oder die sind einfach supertalentiert und machen. Das kommt natürlich noch dazu, dass es natürlich auch immer äh
01:24:41
ganz wichtig und hilfreich, wenn man mit mega guten Leuten zusammenarbeitet und diese beiden sind ja auch mega gut. Ja. Also da hast du natürlich auch genau die richtigen äh dazugeholt. Wie wahrscheinlich bei vielen anderen deiner Projekte, also wie ja jetzt auch bei Bibi schon, ist ja auch genau die richtige Person für dieses,
01:24:56
gefunden und so. Richtig. Ja. Man muss einfach auch äh die guten Leute finden und die die hast du gefunden.
01:25:03
Finde aber auch so spannend einfach, dass dass äh das Comic sieht ja wirklich ganz anders aus als der Film, ne? Der Film ist ja hat ja schon was sehr realistisches.
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Eher so ja also der bringt halt diese Endzeitstimmung schon sehr gut rüber während des Comic ja wirklich sehr sehr bunt und und teilweise richtig cute ist auch so, ne? Ja, ja das ist so mein Ding. Also ich äh.
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Ich könnte wahrscheinlich auch weniger Cue zeichnen, aber irgendwie macht mir das zu viel Spaß und äh bei mir wird immer alles niedlich, selbst wenn's äh die Apokalypse ist
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Aber das birgt ja auch wieder
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gute Dynamiken mit, also ähm auch bei Art Antonet Cat zurück. Zum Beispiel ist ja auch eine Geschichte, die man jetzt nicht zwangsweise sofort mit so einem relativ coolen Stil irgendwie zusammenbringt im Kopf, wenn man nur die Geschichte hört, dann denkt man vielleicht auch eher an was Hartem.
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Aber ähm es hat halt auch gute interessante Dynamiken und Brüche da drin und ich finde gerade bei Endzeit
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ist es macht es auch viel von dem Reiz aus, weil's eben nicht dieser The Walking Dead null acht fünfzehn äh Realismusansatz ist
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Ja. Na, das kommt so ein bisschen noch von dem äh oder eben dieser dieser
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Schlüsselmoment, den ich mit diesem einen Manga hatte, von dem ich äh erzählt habe, der ebenso wahnsinnig niedlich und brav anfängt und dann eben so eskaliert und das ist irgendwie was, glaube ich, diese Faszination ähm,
01:26:23
finde ich sowohl inhaltlich als auch stilistisch halt immer noch ziemlich cool. Ja und das natürlich in einen Realfilm umzusetzen ist wahrscheinlich sehr schwierig. Also ähm,
01:26:32
selbst mit den gutesten Schauspielerinnen und die beiden Schauspielerinnen sind ja auch sehr gut gecastet, die machen das ja super, aber ich glaube, das wäre trotzdem schwierig dieses, dieses ne das wäre auch glaube ich kein guter Ansatz.
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Wir hatten, wir hatten zwei, also ich habe ja äh also ich habe ja damals die Casting-Videos äh gesehen. Wir hatten.
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Also ich war bei dem äh bei dem bei der Entscheidung war ich jetzt nicht beteiligt groß aber ich hab die Videos gesehen und da hatten wir glaub ich zwei die also die sind immer zusammen gecastet worden also um zu gucken äh die miteinander funktionieren und da waren auch.
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Die waren so cut.
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Und aber das da da sind dann eben auch wieder Leute, die sagen, ey, das kannst du jetzt aber nicht machen und es waren echt wie so zwei ganz kleine, süße Mädels, die mir total gut gefallen haben, so wie die das auch gemacht haben.
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Aber ja, also das ist dann auch Geschmackssache und ich bin da auch äh gar nicht unglücklich mit, wie gesagt, ich finde das ja schon gut, wenn es auch irgendeinen anderen Touch bekommt. Mh.
01:27:34
Ja und war ja toll besetzt dann auch und gut gemacht. Also ist auf jeden Fall ein ein sehr sehenswerter Film geworden, finde ich.
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Auf jeden Fall. Ja, ich hab's ja schon. Danke. Und auch an anderer Stelle schon gesagt, es ist eigentlich für mich äh mit der beste deutsche Film, den ich bisher gesehen habe. Oh mein Gott, was für ein Stempel.
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Ich bleibe auch dabei. Ich bleibe auch dabei. Ich ich sage halt,
01:27:55
wenn man wenn mir was gefällt, dann sage ich das halt auch so, aber die deutsche Filmlandschaft ist für mich halt auch bisher nicht so Film und Fernsehserienlandschaft. Ich weiß ja nicht, äh es gibt ja jetzt auch auf, weil du vorhin Netflix angesprochen hast, gibt ja jetzt wieder eine neue äh zumindest deutsche Co-Produktion
01:28:09
aber relativ deutsche Produktion, ähm wo ich großes, große, große Angst davor habe, also Angst ist vielleicht das falsche Wort ähm bedenken,
01:28:18
dass ich die anfange, weil ich glaube, die wird einfach nicht gut und deswegen ist es halt wirklich super super. Welche? Wenn dann mal was meinst du.
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Tripes of Europe oder so ähnlich. Ah ja, ja, ich habe davon gehört ähm also ich ich gucke da auch mal, glaube ich, rein, aber weiß auch noch nicht genau, ob das ob das gut wird, ob das cool ist oder.
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Ja, aber ich, ich find's ja zum Beispiel auch sowas wie Dark, nicht so besonders gut, aber äh gibt's ja schon viele, die das gut finden. Ja, ich bin auch nicht so Fan
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Ja. Aber es gibt sicherlich schon, es gibt schon auch im deutschen Kino und Filmbereich gibt's natürlich schon auch viele
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tolle Sachen. Ähm gerade abseits von Mainstream und irgendwelchen äh zwei Ohrkükenhasen, Wesen,
01:29:03
aber ähm ich finde, da bist du auf jeden Fall vorne dabei. Ähm da da bin ich fest davon überzeugt, dass das
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zumindest meine Meinung. Ach schade, dass man nicht rot werden kann hier durchs äh durch den Podcast. War voll okay. Ich will dich ja jetzt auch nicht zu sehr in äh äh auf irgendwie da in diese Richtung bringen oder aus der Bahn werfen. Ähm Carlos, äh du hast du willst du da noch was, was zu zu Endzeit
01:29:26
Es wäre vielleicht noch ganz gut zu sagen, wo und wie man den überhaupt sehen kann
01:29:30
Weil, also der lief ja im Kino, wir haben den im Kino gesehen, sogar hier in Berlin und ähm der lief neulich auch mal auf Arte, ist jetzt aber mittlerweile, glaube ich, nicht mehr in der Mediathek. Wie kann man den sehen?
01:29:41
Ja, also momentan kann man den über die meisten äh Video-On-Demand äh Seiten, also,
01:29:49
Apple hat ja äh wie heißt das äh heißt es iTunes
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Das heißt einfach Apple TV glaube ich. Ja genau. Okay, ja ansonsten natürlich äh beim großen Amazon glaube ich so für äh drei Euro oder so zu haben äh als Ausleihfilm und.
01:30:07
Genau, er war eben in der Atemmediathek einen Monat lang.
01:30:11
Und ich, ich weiß nicht genau, also das ZDF muss den auch irgendwann nochmal ausstrahlen, aber da gibt's äh da gibt's so Verträge
01:30:20
wie groß diese Abstände sein müssen, also wenn Arte das ausgestrahlt hat und wann das ZDF das ausstrahlen darf und das ist alles ganz kompliziert
01:30:28
weiß ich nicht genau wann es nochmal im Free-TV läuft würde das natürlich dann aber posten wenn soweit ist
01:30:35
Mhm. Ja gut, wie, wie man dir folgen kann, das äh machen wir am Ende auf jeden Fall noch und ich kann nur sagen, investiert diese drei Euro, sie sind äh jeden Cent,
01:30:44
Wert. Auf jeden Fall ist es wert, aber wenn man jetzt sowieso auch einen Hang für ähm Horror oder Zombie-Geschichten hat,
01:30:51
dann ist es also dann ist es ein absolutes Pflichtprogramm würde ich sagen. Ja weil's halt auch ein bisschen in eine andere Richtung geht finde ich diese Geschichten angeht, dass auf jeden Fall ähm ja und und äh ich würde sagen wir bleiben noch ein bisschen kurz bei dem Unheimlichen.
01:31:06
Ja. Denn du hast auch äh wenn wir wieder zurück zum Comic gehen vom Film. Du hast ja auch bei der Reihe die unheimlichen,
01:31:14
ein ein kleines Büchlein veröffentlicht, nämlich die die Anti-Gone-Geschichte,
01:31:19
Und das finde ich ja durch, das finde ich ja durchaus äh interessant, weil nicht nur ist Antigone, einer meiner persönlichen Favorites äh der
01:31:28
ähm Antike, sondern ähm es ist nicht so, also wenn man sich die anderen Veröffentlichungen in der Reihe anguckt, dann fällt es schon ein bisschen raus.
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Weil das andere sind schon eher so die klassischen
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Gruselgeschichten, Horrorgeschichten, ne? Wir haben Mary Shellys, Frankenstein von Ralf König. Ähm wir haben die Affenquote
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vorher gezeichnet von Sabine Wilhelm. Wir haben äh unterm Birnbaum von Birgit Weihe in Szene gesetzt, ähm wassergespenst von Harripy Hall.
01:31:57
Was was hat dich denn dazu gebracht ausgerechnet Antigo, die dir jetzt nicht klassisch als Horrorgeschichte für mich so äh äh gewirkt hat, aber
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natürlich, wenn man drüber nachdenkt, ist es natürlich eine brutale Horrorgeschichte, aber es ist halt nicht dieser klassische Gruselhorror, sondern es ist ja eigentlich eine griechische Tragödie.
01:32:14
Wie kam's dazu? Ähm ja, also tatsächlich.
01:32:19
Ist es so, dass Isabel Kreitz ist ja die äh betreuende Redakteurin äh oder Herausgeberin auf der Reihe.
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Und ich fühle mich immer noch ganz schuldig, weil ich war so äh auch bei ihr zu besuch in Hamburg und wir haben so ein bisschen gesprochen und über das Projekt und sie hat mir halt verschiedene Sachen vorgeschlagen und hat gemeint, ja, du kannst auch äh.
01:32:42
Doktor Scheckel, Mister Hyde machen oder so und dann habe ich gesagt, oh nee, das spielt im Labor. Ich ich zeichne nicht irgendwie siebzig Seiten irgendwelche Laborgerätschaften.
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Mhm. Und dann und dann hat sie gesagt, naja und dann äh gäbe es noch diese Geschichte, ah das ist so äh das spielt am Meer und mit so einem Geisterschiff. Und dachte, ich zeichne nicht,
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Seiten Schiffe. Das habe ich schon hinter mir und und so und ich, echt, die hat die muss gedacht haben, ist schon echt die letzte Bratze, die irgendwie
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bereit ist irgendwas zu zeichnen, was irgendwie anspruchsvoll ist und äh ist mir erst hinterher aufgefallen, wie
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nämlich diese Konversation war und wie doof das rübergekommen sein muss, aber ähm ich habe dann halt eben einfach nochmal länger nachgedacht und.
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War irgendwie nicht gehuckt von irgendwas. Also ich muss ja schon irgendwie äh am Haken sein, äh dass dass ich auch Bock habe, sowas zu machen und kam irgendwie auf keinen.
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Geschichte, wo ich sofort irgendwie dabei war und dann habe ich mich.
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Eben an Tiguna erinnert und daran, dass dass ich das in der Schule gelesen hab und dass natürlich da so Szenen drin sind mit irgendwelchen
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Leichen oder mit einer Leiche, die in der Wüste liegt und wo die Krähen kommen und äh die ihn nicht beerdigen darf und äh was natürlich
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am Ende sind alle tot in der Geschichte und da dachte ich na ja das könnte unter Umständen so als Gruselgeschichte irgendwie durchgehen,
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Und ist es zum Glück dann auch und äh ich hatte dann halt äh echt Bock, das zu machen und dankbarerweise spielt es viel in der Wüste, Wüste
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ist nicht so schlimm wie Reagenzkleber. Mhm. Ich finde auch du hast aus der Geschichte auf jeden Fall auch eine Gruselgeschichte gemacht in deinen Zeichnungen.
01:34:30
Ja, also ich hab's, ich hab's versucht, also so ein bisschen das heraus ähm zu arbeiten, was ich da.
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Schaurig finde und ähm,
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war eigentlich auch überrascht eben wie geil, modern irgendwie dieser Text noch ist und was da so was ich da so für Zitate rausgeholt hab und eben,
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was da so für Mechanismen auch eine Rolle äh spielen in der Geschichte, die heute halt immer noch so sind. Also das.
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Der König, der der Kräon eben auf seiner Meinung äh so beharrt, also es geht ja darum, dass er eben nicht will, dass sie ihren Bruder werdigen darf, einfach aus.
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Er das entschieden hat und das das irgendwie allen Seiten dem König immer gesagt wurde, du hör mal zu.
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Die Lage ist so, die jungen Leute, die fangen an, das anders zu sehen und äh eben auch die jungen Frauen und wenn du äh wenn du dich nicht anpasst oder wenn du nicht zuhörst, dann bist du vielleicht bald nicht mehr König, ne? Also dann.
01:35:30
Die versuchen eben das alle so schonend irgendwie beizubringen,
01:35:34
und und er ist aber so, nee, ich ich höre doch auf keine Frau, äh dann bin ich ja selber irgendwie eine Frau oder was, wenn ich auf Frauen höre, das geht ja gar nicht.
01:35:43
Also so diese diese ganze Sache, also das eben alte, mächtige Männer es nicht ertragen können auf junge Frauen zu hören oder eben,
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aus Prinzip schon mal äh nicht geht, dass die auch nur irgendwas vernünftiges beizutragen hat.
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Spannende Dynamik, äh, die, die mich doch sehr an äh vieles erinnert hat, was jetzt äh Phase ist und.
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Ja und das hat mir total gut gefallen irgendwie in diesem.
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Diesem alten Text irgendwie das so wiederzuentdecken und dass es sich natürlich total recht,
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nicht auf sie zu hören oder eben auch seine Meinung zu zu ändern oder zu überdenken und ja also das.
01:36:30
Hat mir gefallen.
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Ja, also es ist äh genau das, es ist halt immer noch hochaktuell und ich finde, äh das macht das auch irgendwie so reizvoll noch. Ähm da das zeigt halt, dass tatsächlich auch manche äh antiken Stückstücke halt immer äh irgendwie so dieses
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Zeitlose auch in sich tragen, wenn man wenn man so ein bisschen
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den Kern rausfiltert und vielleicht auch so ein bisschen man muss da gar nicht so viel machen und ich finde halt diese diese Melange, die du da getroffen hast, ähm aus Gruselgeschichte, aber eben auch irgendwo das Ganze politisch zu machen und nicht nur einfach eine Gruselgeschichte zu machen
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Ähm mir macht das, macht das halt auch ein bisschen zu was Besonderem, auch in der Reihe finde ich so ein bisschen. Also das ist äh deswegen war mir das jetzt auch nochmal so ein bisschen ein Anliegen, weil ich habe das Gefühl, dass
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die die Reihe an sich, die ziemlich cool ist als Idee und auch mit vielen coolen Adaptionen äh ähm oder Interpretationen. Ich meine,
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Frankenstein von Ralf König. Ich meine, wer kommt denn auf sowas? Also das ist natürlich schon auch cool und auch die anderen sind wirklich cool.
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Und deswegen war es mir auch einfach wichtig, dass das jetzt nochmal so ein bisschen vorkommt.
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Aber. Ja, es hat auch ein bisschen Pech gehabt natürlich. Also jetzt mein mein Buch natürlich auch. Das kam im Dezember zweitausendneunzehn raus.
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Und es hätte natürlich irgendwie so äh die Buchmesse in Leipzig gebraucht und Erlangen, um irgendwie so eine bisschen ähm seine Plattform.
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Zu finden und das hat halt alles so nicht stattgefunden, dass es für das Buch äh schon ziemlich schade, obwohl
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man natürlich sagen könnte, okay, das ist ja noch Glück, dass es wenigstens Dezember zweitausendneunzehn war. Manche sind halt im März, zweitausendzwanzig vorausgekommen und äh haben ganz
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andere Einbußen gehabt, auch an Aufmerksamkeit und so, ne? Aber das spielt, das spielt auch ein bisschen,
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rein und es ist auch schade, aber wie gesagt ähm ja also ich denke mal, wenn die Messen wieder kommen und dann ist es vielleicht immer noch, dass einige nicht kennen,
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Genau und dann. Wenn's wieder losgeht.
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Und dann kommen sie zu dir einen Stand, entweder als Antigune verkleidet oder als Bibi und Mio und äh sehen die anderen Bücher und finden's auch geil und nehmen's bitt. Aber ist ja natürlich schon.
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Es ist schon interessant, dass äh dass das halt doch so wichtig ist, dass diese Veranstaltung, diese Großveranstaltungen halt auch für grade ähm den den deutschen Comicmarkt durchaus ähm viel ausmachen und ähm
01:39:00
der einzige Vorteil bei.
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Gedrucktem ist halt so ein bisschen im Gegenteil jetzt zu filmen. Ähm du kannst es halt auch zu Hause lesen so, ne? Also du kannst es dir theoretisch jetzt trotzdem schon kaufen,
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während Filme ähm erstmal ja ins Kino kommen müssen, bevor sie äh zu Hause irgendwie rauskommen und wenn sie direkt jetzt auch niemand oder so rauskommen, gehen sie halt relativ schnell unter, also,
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Kinofilme haben da irgendwie dieses Kurzlebigkeitsprinzip noch viel stärker und Bücher kann man halt auch noch ein Jahr später wunderbar lesen. Ja. Ähm deswegen ein kleiner Vorteil vielleicht, ein kleiner Vorteil vielleicht
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Ja, nee, ich, wie gesagt, ich will auch gar nicht äh rumjammern, ne? Also, es ist alles alles gut.
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Okay, ähm dann nochmal ganz kurz, was mir aufgefallen ist, es gibt in deinem Öferen noch ein Star-Track-Buch. Mhm. Die Philosophie in Star Track, was hat's denn damit auf sich,
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Ähm also äh ja, ich bin da schon seit ich ungefähr sechs oder sieben bin äh ein riesen Star Track Fan und immer.
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Originalserie gewesen und das zieht sich so durch mein ganzes Leben durch.
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Hab dann damit irgendwie auch meine Eltern ein bisschen angesteckt, die das vorher nicht äh kannten oder nicht gesehen haben und.
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Mein Vater ist ja äh Philosophieprofessor.
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Und ähm ich wir haben immer mal gesagt, ach, wir eigentlich müssten wir mal einen Artikel schreiben über die Philosophie in Startweg oder so, das war immer so mein Gedanke.
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Und als dann dieser fünfzigjährige oder dieses fünfzigjährige Jubiläum der Seelen näher rückte,
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gesagt, ach komm vielleicht ein ganzes Buch Fragezeichen und wir schlagen das einfach mal Cross Cult vor, die halt die momentan die Startfact Bücher machen.
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Die waren da total offen für und dann haben wir halt so äh also das ist eigentlich auch voll die absurde Mischung dieses Buch, weil ähm,
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mein Vater eigentlich nicht so zugänglich schreibt, also der ist halt eher so in dieser wirklich hochwissenschaftlichen Philosophiesprache, wo man jedes zweite Wort nicht versteht zu Hause,
01:41:00
und musste sich dann so ein bisschen downgraden, um irgendwie äh diese diese Kapitel zu schreiben und die sind immer noch kompliziert. Also äh ich habe dann schon versucht, ein bisschen zu entschärfen.
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Und dann halt so meine meine super guten Chibi-Zeichnung dazu und äh also ich habe ich hatte überhaupt keine Erwartungen äh an dieses.
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Obwohl's natürlich ein totaler Spaß war und schön, dass es geklappt hat.
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Ich glaub so das Erste wo ich gedacht hab OK war dann als wir in Bonn auf der Startweek Convention eingeladen waren,
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Auf der FEDCON. Ja auf der FED Corn, genau und sollten dann äh eine kleine Lesung machen
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und ich war dann in diesem, ist ja in so einem großen Hotel und das ist dann ein so ein Konferenzsaal gewesen.
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Ich hatte mir den angeguckt und dann wollte ich nochmal kurz aufs Klo, bevor es losging und macht die Tür auf und dann standen da einfach die übelsten Menschenmasse
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irgendwie schon darauf warten, dass unsere Lesung losging. Mhm. Und ich bin da nicht und bin dann nicht mehr aufs Klo gegangen. Ich bin rückwärts wieder in den Raub rein,
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und ich kann mich auch an diese Veranstaltung nicht mehr erinnern, weil ich fast so nervös äh.
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Es war die Leute haben auf dem Boden gesessen und waren halt super gierig irgendwie nach diesem Content. Also es ist natürlich auch so eine,
01:42:24
Convention, so eine Star Track Convention lebt halt auch von diesen Panels und viele wiederholen sich ja auch jedes Jahr und wir waren halt quasi irgendwie was Neues und
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Mhm. Äh und danach haben wir dann noch ewig Bücher signiert und ist auch so ein bisschen auf diesen Starter Convention ist sie äh Zusammensetzung der
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so ein bisschen anders als auf den Manga Conventions. Also die sind im Schnitt halt älter.
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Stehen mehr im Leben teilweise und haben auch mehr Geld, also irgendwie hat dieses Gefühl äh in diesen drei Tagen, wo diese Convention läuft, die Leute irgendwie alles raushauen an Geld äh.
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Im Jahr so verdient haben.
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Und weil dieses Buch kostet sechzehn Euro. Es wäre jetzt zum Beispiel in der Comic Szene oder in der Mangaszene wäre das schon irgendwie teilweise so ein bisschen zu viel. Das ändert sich zwar jetzt auch, weil die auch älter werden und eben mehr ähm.
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Arbeiten und so.
01:43:14
Genau das war so ein Moment wo ich gedacht habe Quatsch das die Leute interessiert das und die fanden das auch teilweise gar nicht so schlecht, dass das mal ein bisschen komplizierter geschrieben war und äh ja also so eben so eine.
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Coole Mischung eigentlich aus diesem philosophischen Texten und meinen Illus dazu.
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Und jetzt im März äh kommt das zweite äh nämlich die Literatur in Star Tech. Aha. Aha. Die Hörtex
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und das ist natürlich jetzt äh genau das Richtige für mich. Ich habe ja nicht Philosophie studiert, aber ich habe ja Literaturwissenschaft studiert.
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Da bin ich jetzt natürlich sehr gespannt und da ist natürlich eines der wichtigsten Zitate das zu Shakespear wahrscheinlich. Ja, genau. Ne? Ähm aber was ich halt interessant, was ich halt äh ähm ich finde das halt schon
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auch ähm spannend, weil das äh.
01:44:04
Star Track Fendom. Ähm das hat ja schon auch ein bisschen mehr Interesse an diesen Diebensachen, weil da die sagen ja auch immer von sich unsere Science-Fiction war so die
01:44:13
also Startcheck ist diese Serie oder eine der ersten Fernsehserien auch gewesen, die halt ein bisschen Deeper gegangen ist, also während das andere immer noch sehr
01:44:22
Sensationsheischen war ähm und auf die großen Effekte gesetzt hat, hat der Star Track von Anfang an so ein bisschen auch ähm,
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versucht das immer mehr reinzubringen, gerade eben in der NextGeneration. Und deswegen äh passt es halt da auch total drauf und auch auf das, also das, deswegen wundert mich das gar nicht, dass die Fans da so drauf angesprungen sind, ehrlich gesagt.
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Ähm ja, man selber ist halt immer erstmal so ein bisschen zweiflerisch und denkt immer, alles scheitert komplett, was man macht oder hat immer so den Worst Case äh
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Ja, natürlich ist es ähm vielleicht gar nicht so abwegig, dass das irgendwie funktioniert hat, ja. Hatte ich, hatte ich beim Machen,
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dieses Buches und vielleicht jetzt auch beim bei der Fortsetzung ähm selber dann nochmal irgendwas überrascht, wo du gedacht hast, oh, so habe ich das ja noch gar nicht betrachtet äh in Star Track.
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Also ich würde sagen, dass es mich jetzt nicht äh grundsätzlich irgendwas überrascht hat. Es ist für mich eher immer so, also.
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Ich bin ja, ich bin ja teilweise ein sehr obsessiver Mensch und ich muss immer aufpassen, wenn ich mich mit Sachen äh auseinandersetze, die halt irgendwas mit meinem Fan sein zu tun haben, dass ich nicht
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tief wieder irgendwie irgendwo reingerate und das und wenn ich natürlich anfange und dann irgendwie zu diesen ganzen Texten.
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Bilder raussuche und dann diese Charaktere zeichne und dann muss ich halt sehen, oh jetzt bin ich wieder voll drin und dann will ich die am liebsten immer weiterzeichnen oder irgendwie Fanarts machen und whatever.
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Also das ist das was ich merke, ähm, dass bei mir da schon so 'n kleiner Funke oft reicht, um mich da total wieder reinzubringen und meine Begeisterung da wieder äh,
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entfachen und obwohl ich halt wie gesagt seit ich sechs oder sieben bin ich da Fan und es gibt immer mal wieder so Pausen wo ich mich damit nicht so auseinandersetze,
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Wenn dann irgendwas kleines kommt oder ich zufällig irgendwie rein und dann wenn ich wieder Scheiße jetzt bist du wieder irgendwie an der Nadel,
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Das bringt mich jetzt äh sehr, sehr gut äh zu ähm
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meiner abschließenden Frage und zwar wenn man dir so ein bisschen auf den äh Social Media Kanälen folgt oder auf den Online-Plattformen dann ähm kriegt man relativ schnell mit, dass du,
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diese Obsession durchaus auch auf gewisse andere Sachen hast und das auch gerne zeigst, ähm denn äh du hast einen
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Celebrity Crush auf Martin Freeman. Oh mein Gott, ja. Ich hoffe sie sollen hört niemand
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Na ja, also äh das das sieht man sehr schnell, finde ich und das ist ja auch voll in Ordnung. Meine Frage ist, ähm.
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Hilft es oder muss man vielleicht sogar so ein bisschen Fan bleiben, muss man dieses äh dieses
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ursprüngliche Gigtum dieses, du hast ja jetzt auch kein neuestes Buch, das ist übrigens das, was mich dann wieder überrascht hat auch äh diesen, du hast Illustrationen für ein Gig Girl Buch gemacht, so ein Mip,
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Buch. Mhm. Ähm aber muss man, muss man so ein bisschen Fangirl, muss man so ein bisschen Fan bleiben.
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Eben diese, wie du schon gesagt hast, diesen diesen Funken zu haben, um auch wie immer wieder kreativ zu arbeiten, muss man sich das irgendwie erhalten oder hilft das oder ist das vielleicht auch manchmal ein bisschen schädlich,
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es ist tatsächlich beides, also ich merke also,
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Ich hab zum Beispiel nie Sherlock gucken wollen, wo wodurch er meine äh Obsession oder äh mein Celebrity Crush äh zustande kam
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weil ich das Gefühl hatte, ah, das haben wir jetzt irgendwie über die Jahre hinweg so viele Leute empfohlen. Äh guckt das mal, das wird dir gefallen, bla, blub,
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und äh und ich wusste aber, Scheiße, das das stimmt wahrscheinlich und ich habe das nicht gemacht, weil ich Angst davor hatte, dass es zu einnehmend wird. Oder? Dass ich irgendwie dazu sehr drauf abfahre. Mhm. Und ich habe mir das tatsächlich äh dann
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zweitausendachtzehn, Anfang zweitausendachtzehn hatte ich's äh Endzeit den Comic abgegeben und das war so eine krasse Arbeit und danach hatte ich das Gefühl, ich muss mich jetzt irgendwie belohnen,
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Und dann habe ich das geguckt, äh die Serie ja und natürlich ist es passiert, dass ich total rum abgefahren bin.
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Und jetzt sind wir im Jahr zweitausendeinundzwanzig und verdammt, ich bin jetzt noch nicht losgeworden und äh ja manchmal manchmal finde ich das schon, dass.
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Dass es zu einnehmend wird, ist auch übrigens ein Grund, warum ich nicht Harry Potter gelesen habe bisher in meinem Leben. Ah, da haste nix verpasst,
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Meinst du? Na, ich weiß es nicht, aber zumindest sind da immer viele so,
01:48:55
irgendwie begeistert von und ich habe das nie gemacht und äh ich glaube da da muss man, da muss man den richtigen Zeitpunkt gehabt haben, um ja da so reinzufallen,
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Ich hab das nämlich ich hab Harry Potter in meinem Studium so mit Anfang zwanzig versucht zu lesen und es hat einfach nicht funktioniert. Also. Ja das wäre ja cool, wenn das bei mir auch so wäre, weil äh ich.
01:49:15
Also so, ich brauche das nicht äh manchmal oder das ist, dass man eben so komplett zu ist mit irgendwas, was man gerade total hyped.
01:49:24
Andererseits finde ich, dass dass wir das schon auch viel gibt.
01:49:29
Dann mich daran erinnere, ah krass, vielleicht hat sie jetzt mal ein halbes Jahr, wo du dich eigentlich für gar nichts äh begeistern konntest oder wo du gar nicht für irgendwas äh rumfangirlen konntest und dass das eigentlich äh,
01:49:42
eher traurige Phasen sind, wo ich denke, das ist eigentlich schade. Also ich.
01:49:47
Betrachte jetzt dieses äh rumgehype, selbst wenn's irgendwann vorbei sein sollte, nicht als eine.
01:49:54
Verlorene Energie, weil irgendwie ist das ja auch so so mit Glücklichsein verbunden, ne? Und.
01:50:02
Genau, aber deswegen würde ich sagen, ist das ähm eine zweischneidige Geschichte, die einen total beflügelt, aber auch irgendwie blockieren kann und ich bin da eben sehr vorsichtig ähm.
01:50:15
Mit Sachen anzufangen, von denen immer alle sagen, dass sie das.
01:50:19
Toll finden und übelst abhängig von sind oder äh jetzt irgendwie was war da nicht super Natural hatte sein Finale und ich bin ja auch immer auf Tambler unterwegs.
01:50:30
Ich hatte jetzt wochenlang hatte ich nur irgendwelche super Natural Postings und ich war schon so kurz davor, das zu gucken, weil ich dachte, oh, ich muss das jetzt rausfinden,
01:50:39
Ja und ich dachte nee du, du hast irgendwelche Deadlines und irgendwie vielleicht auch noch andere Sachen und dann das, nee, das ist alles,
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meine wenn ich mal in Rente bin oder so. Gut, dann haben wir doch alle was vor für die Rente
01:50:55
Genau. Ja, ich glaube auch. Ich gehe glaube ich jetzt mal nach Tambler gucken. Ich dachte, das gibt's gar nicht mehr. Ist wieder da. Ist wieder da. Tampler ist super,
01:51:03
Ich liebe das. Ja, aber ich glaube, die haben fast alles wieder zurückgedreht, was die damals an schlechten Ideen hatten und deswegen ist es jetzt wieder so ein bisschen fast wie vorher, habe ich das Gefühl. Okay.
01:51:14
Gut. Ja, was haben wir heute also gelernt, äh liebe Zuhörenden da draußen?
01:51:18
Was haben wir gelernt? Wir haben gelernt, dass ähm Olivia äh Wieweg schon zeichnen konnte, bevor sie äh an einem Tisch sitzen konnten.
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Wir haben gelernt, dass ähm manchmal die.
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Der Zufall oder das Schicksal dabei sein muss, damit die richtigen Leute zusammenkommen, um die coolsten Sachen draus zu machen,
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gelernt, dass Film manchmal äh oder vielleicht auch immer.
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Zwar ganz cool ist, aber viel viel länger dauert und mega anstrengend ist, ähm aber wir haben auch gelernt,
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dass es wichtig ist für immer und ewig Fan zu bleiben. Yay. Ich hoffe, ihr bleibt Fans von uns. Vielen Dank Olivia, dass du heute bei uns warst. Ja, danke dir. Die abschließenden Worte.
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Water hat äh mein geschätzter Kollege Carlos. Wenn euch dieser Podcast gefallen hat, dann hinterlasst uns doch schöne Bewertungen und Kommentare,
01:52:09
im Apple Podcast Verzeichnis und vor allem ganz wichtig, empfehlt die Sendung weiter.
01:52:14
Links zu vielen Sachen, über die wir gesprochen haben, findet ihr auf der Website Comics Punkt DE, Yomix Punkt DE und jetzt.
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Music.