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Yay Comics! Yay Comics! Yay Comics! Yay Comics! Yay Comics!
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Yay Webcomic!
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Mikrofontest 1, 2, ich befinde mich hier in Erlangen.
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Hallo und Servus aus meinem Hotelzimmer in Erlangen, denn ich bin hier zum Comicsalon,
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der alle zwei Jahre hier stattfindet und beinahe ja nicht hätte stattfinden können dieses Jahr,
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weil Erlangen, die Stadt, die dieses Jahr zum großen Teil neben dem großen Sponsor
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DATEV finanziert, große finanzielle Probleme in ihrem Budget hatte aus wirtschaftlichen Gründen,
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gewerbesteuerlichen Gründen und deswegen ganz schön viel rumrödeln musste,
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dass sie das überhaupt finanzieren konnten, haben sie jetzt hingekriegt.
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Und unter anderem dadurch, dass sie das im Wechsel stattfindende Poetenfestival
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einfach abgesagt haben.
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Also sorry an alle Lyric-Fans da draußen. Comic wins this one.
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Und meine Eindrücke vom ersten Tag, ja, ist schon irgendwie wieder sehr atmosphäre
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Stimmung, ist sehr positiv.
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Also ich habe kaum Leute getroffen, die nicht sofort so richtig beschwingt und
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auch mit Energie durch dieses Festivalgelände gegangen sind.
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Und es ist Obwohl man natürlich so ein bisschen, wenn man ein paar Mal hier
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war, das Gefühl hat, man kennt sich jetzt mittlerweile aus.
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Jedes Mal ist es ein bisschen anders, weil die das Layout jetzt irgendwie jedes
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Mal auch anders machen, weil die hatten ja jahrelang diese...
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Halle, diesen Flachbau, wo das alles drin war, die musste ja dann irgendwann
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renoviert werden und seitdem haben die jedes Mal ein anderes Konzept.
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Am Anfang waren es alles irgendwo in große Festzelte, alles im Schlossgarten, sehr nah beieinander.
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Dann haben sie es ein bisschen aufgeteilt, die Redoutensäle dazugenommen.
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Und jetzt haben sie dieses Mal noch ein neues Gebäude dazu bekommen,
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das jetzt gerade erst fertig geworden ist, frisch.
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Das Kubik, das ist eine Musikschule, aber auch irgendwie Kreativwerkstatt. Das ist ein Riesending.
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Zwei große Gebäudetrakte auf mehreren Ebenen, ich glaube mindestens drei.
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Und da sind vor allem die Kindersachen drin im Erdgeschoss, aber auch ganz,
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ganz viele von den Indie-Comic-Artists, die sogenannten KleinausstellerInnen,
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die sind da komplett über diese drei Ebenen verteilt.
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Es gibt Workshop-Räume, die Comic-Solidarity hat ihre Bühne dort oder zwei Bühnen dort.
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Es gibt die kleine und die große Bühne, da findet viel Programm statt.
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Es gibt Workshops, wie gesagt, zum Comics machen, Lettering zum Beispiel,
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kolorieren, wie kann ich meinen eigenen Self-Publishing-Comic auf den Weg bringen.
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Also wirklich viel, da ist auch dann relativ viel Gewusel, die Gänge sind jetzt
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also es ist wie so ein, ja, wie so ein Schulgebäude, deswegen die Gebäude,
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also die Gänge sind nicht so breit und es gibt viele, viele,
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viele kleine Räume, also es sind dann halt diese Artist Alley von den Kleinausstellerinnen,
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die verteilt sich dann so ein bisschen,
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so immer so vielleicht fünf bis maximal
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zehn in einem Raum und dann geht man raus und in den nächsten rein und so,
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das ist schon wirklich ganz interessant und witzig, weil das dann nochmal ein
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ganz anderes, was eine ganz andere Art ist, so ein Festival zu begehen.
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Man fühlt sich mehr Indoor, es fühlt sich nicht mehr so festivalartig an wie ...
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Bei den Zelten, wo man wirklich so dieses, auch so wie bei Musikfestivals oder sowas hatte,
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das ist dann weniger ein Outdoor-Festival, jetzt ist es wieder mehr ein Indoor-Festival
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und dieses Kubik ist halt noch ein, ja,
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ich meine, hier sind alle Laufwege fünf bis maximal zehn Minuten voneinander entfernt,
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aber es ist halt nicht mehr direkt am Schlossgarten, das heißt,
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man muss so zwei, drei Straßen weitergehen, es sind auch noch fünf Minuten,
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aber es ist ein neues Gebäude und es ist nicht direkt angeschlossen,
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das heißt, natürlich finden da jetzt oder haben gestern noch nicht so viele
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Leute hingefunden, Das betrifft wiederum direkt natürlich die KleinausstellerInnen,
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die da nicht so viel Umsatz machen.
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Es gibt auch noch einen anderen Teil von KleinausstellerInnen,
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die wieder in den Produktensälen sind. Die sind näher dran, das hat sich etabliert.
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Da werde ich heute mal hingehen und ein paar Stimmen fangen.
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Aber trotzdem sind die Leute alle sehr motiviert und ich habe schon das Gefühl,
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dass da viel Optimismus dabei ist, trotz dieser ganzen Struggles, die wir haben.
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Ich habe gestern ganz viele Stände gesehen mit queeren Sachen.
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Mit ganz vielen Pride-Flag-Varianten, mit ganz vielen Tieren,
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sei es jetzt Waldtiere oder Vögel oder so und das dann als Sticker oder als
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Patch oder als Anstecknadel,
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als Pin und natürlich auch ganz viele Comics.
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Und da ist es ganz interessant, weil man, wenn man, also ich hab wieder,
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ich hab Leute getroffen, die ich jetzt schon zum dritten Mal auf dem Comics-Salon
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treffe und dann immer wieder neu, sie schaffen jedes, alle zwei Jahre ein neues
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Comic rauszuhauen und das find ich toll,
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aber ich hab auch mit, ich hab auch ganz viele neue Leute getroffen,
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die alle, allererstes Comic-Projekt an den Start bringen oder die gerade dabei
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sind, es zu tun und nur einen Teaser haben und sich trotzdem hinsetzen,
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um die Leute dafür zu begeistern und zu sagen, hier, lest doch mal rein,
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das fand ich schon, das ist schon echt, also es macht auch einfach wieder.
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Mut und es ist schön, es gibt einen selber, mir gibt es Energie,
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wenn ich diese Leute sehe, die nicht alle jung sind, aber natürlich viele kommen
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aus der Schule raus oder kommen von der Hochschule oder einfach so und haben
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ihr erstes Comicprojekt dabei,
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aber es gibt auch ältere Leute, die das erste Mal einen Comic machen und sich
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da hinsetzen und das finde ich auch super.
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Hi, ich bin Bela und ich zeichne Comics. Das ist sehr gut ausgezeichnet.
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Sehr ausgezeichnet gut.
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Was für Comics machst du denn? Ich mache vor allem Horror und Dark Fantasy und
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auch so ein bisschen historisch inspirierte Sachen.
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Ja, genau. Du hast gerade einen ganz neuen rausgebracht. Hier Nowhere Land.
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Was hat es damit auf sich?
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Da geht es um einen kleinen armen Soldaten, der durch eine finstere Landschaft
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springt und keine gute Zeit hat.
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Und es ist stark inspiriert vom historischen Ersten Weltkrieg, ist aber viel Fantasy.
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Ja, und ich habe Lust auf mehr. Das ist also quasi nur der erste Teil von einer vielleicht Reihe?
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Vielleicht, ja. Also es ist fertig, abgeschlossen, ein einzelner Abenteuer.
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Aber ich habe noch Ideen für anderes und freue mich aufs Comics machen.
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Sehr gut, sehr gut. Und dein großes anderes Projekt ist das Obscurus gewesen oder ist dein Obscurus?
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Da hast du, das ist ein bisschen dicker schon, das ist schon ein bisschen länger
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her, was kannst du mir dazu erzählen?
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Das ist so ein paranormaler Ermittler-Dings, also für Fans von Konstantin und
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Hellboy, die könnten sich damit vielleicht identifizieren.
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Das ist auch fertig und ich würde auch da gerne was Neues machen und hoffe,
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dass das auch in der Zukunft möglich ist.
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Ja, dazu müssen ganz viele Leute hierher an deinen Stand kommen im Kubik,
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den der kleinen KünstlerInnen, wie auch immer man das nennt. Da könnt ihr das machen.
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Und du hast auch noch Prints dabei und Postkarten, die sind teilweise inspiriert
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von Sachen, also das hier sieht aus wie so Tarot-mäßig.
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Ist das so? Ja, richtig. Ich zeichne nebenbei ein eigenes Tarot-Set.
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Ich bin noch nicht so weit gekommen, aber ich bekomme sehr viel positives Feedback
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dazu und das freut mich sehr und deswegen bleibe ich da auch dran.
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Und ich habe ein paar Dermotive als größere Drucke dabei.
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Ja, und ich freue mich.
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Das sind so ein bisschen meine eigene Version von dem klassischen Rider-Waitey-Smith-Tarot.
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Für Leute, die sich auskennen.
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Für die Pros da draußen, ihr wisst Bescheid. Und das andere sind so eigene Fantasy-Motive.
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Ich sehe da hier so Teufel und dunkle Engel und Drachen und solche greifartigen Wesen.
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Und das hier, wie heißt das gleich nochmal, dieses Mischwesen?
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Ein Manticore. Genau, ein Manticore. Genau, ich habe Illustrationen gemacht
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in so einem gefakten Linol-Schnittstil und die sind aber komplett digital entstanden
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und da habe ich verschiedene Fabelwesen verewigt.
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Im Antikor, in Pan, in Harpie, Einhorn, Drache und eine Sirene. So, das waren sie alle.
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Wow, aber das sieht wirklich aus, als wäre es mit Linol-Schnitt gemacht.
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Das war bestimmt nicht einfach. Wo kann man dich im Internet finden?
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Ich bin auf Blue Sky, da findet man mich unter Gruselzirkus,
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Blue Sky Social, auf Instagram unter Scary Circus.
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Mehr fällt mir gerade nicht ein. Das reicht ja, das sind ja schon zwei Sachen
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und da findet man dann bestimmt mehr von dir und kann dir folgen.
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Vielen Dank, dass du in meinem Mikro gequatscht hast und viel Erfolg noch auf dem Comicsalon.
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Vielen Dank, immer wieder eine Freude und auch allen Zuhörenden viel Spaß auf dem Comic-Sonar.
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Ich bin Mia, auch Mia Lucia-Arz. Ich bin Vanessa, als lieber bekannt.
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Wir haben zusammen studiert, waren schon letztes Mal hier und jetzt sind wir
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mit einem Bachelor dann hier jetzt wieder zurück.
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Alleine, ohne die Uni. Alleine, ohne die Uni, genau.
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Vanessa, würdest du mal sagen, was du so machst? Ich bin selbstständige Illustratorin,
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eigentlich vor allem im Buchbereich, in so Richtung Fantasy.
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Ich mache jetzt noch nebenher noch einen Grundschullehrer am Studium,
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aber ich male sehr viele Naturelemente mit Guache und arbeite gerade an meinem
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eigenen Comic Granddaughter from Outer Space.
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Okay, da möchte ich mehr überhören, über Comics möchte ich immer mehr überhören.
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Worum geht's da? Okay, also wir haben ja hier schon mal so ein Beispiel,
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die Story ist nicht so ganz fertig, aber da ist einfach nur so die Probe,
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ob die Leute Interesse haben.
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Es geht um eine Außerirdische, die im Schwarzwald abgestürzt ist und ihre ganzen
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Erinnerungen verloren hat, jetzt mit einer Oma und ihrer Enkelin zusammenlebt
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und immer wieder auf Missionen geht,
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wenn was Neues abgestürzt ist und genau zusammen Abenteuer erleben.
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Ein bisschen Love-Story ist auch noch dabei, so im Hintergrund und ja,
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auch so ein bisschen mehr Slice of Life. Das klingt nach einer sehr,
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sehr spannenden Mischung. Wie sieht es aus?
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Machst du das regelmäßig in so Web-Indie-Comic-Sachen als Veröffentlicher oder
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machst du es komplett fertig und machst es dann als kleines Büchlein oder wie ist es geplant?
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Also ich habe es jetzt eher, als dass ich es erstmal einfach komplett fertig
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mache oder mindestens einen Großteil, bevor ich es vielleicht als Webcomic dann noch mache.
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Ich weiß jetzt nicht, ob Webton oder einfach selbstständig, weil ich mag das
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Format von Webton nicht, dass man immer scrollen muss.
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Und ja, dann schauen wir mal, was wird. Wie weit bist du denn schon?
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Wann kann ich damit rechnen?
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Wenn du mit rechnen? Also wahrscheinlich eher nächstes Jahr.
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Ich arbeite jetzt noch immer mehr an der Story und versuche mir da viel Druck rauszunehmen,
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aber ich werde immer wieder so kleine Geschichten schreiben und schauen,
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was ich alles reinbringen kann und dass die Charaktere richtig ausgefleischt
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sind und nicht nur so oberflächlich sind.
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Das finde ich immer sehr wichtig. Das klingt gut, no pressure.
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Es wird fertig, wann es fertig ist.
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Ja, no pressure. Finde ich, ist eh immer ganz wichtig, wenn man gerade Comics
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macht, weil gerade ich merke, Leute, die Webtoon haben, die haben immer sehr, sehr viel Druck.
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Ja, genau. Aber den musst du dir ja nicht machen. Nee, auf gar keinen Fall.
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Was? Woran arbeitest du?
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Inwiefern, genau? Jetzt gerade, also ich sehe hier Podkarten und SDGs und Owl
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House-Fan-Art-Bundles und so. Das stimmt. Was machst du sonst so?
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Ja, also die meiste Zeit mache ich ja Auftragsarbeiten, weil ich ja für die
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Bücher, also für Autoren oder für Firmen wie Buchmädchen sowas in die Richtung.
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Wenn ich hier bin, dann mache ich eigentlich total gerne sehr detailreiche Figuren
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oder Illustrationen und auch ganz gerne mit Goldfolie.
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Das finde ich immer ganz cool. Goldfolie, da musst du mir... ja.
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Okay, was macht Goldfolie so besonders? Es haben die so viele,
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beziehungsweise es glitzert sehr schön.
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Und ich liebe so ganz viele Rahmen, die auch so Richtung Atemwo gehen.
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Ja, ich sehe. Und es hat irgendwie immer so einen besonderen Touch und so einen
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edlen Touch. Das hänge ich mir ganz gerne auf.
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Und würdest du auch gerne mal selber eine Geschichte zeichnen?
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Oder legst du an der Zeit, die du nicht hast? Ja, momentan ist es ein bisschen
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die Zeit, aber eigentlich schon ganz gerne.
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Also durchs Studium haben wir auch angefangen, so eine Storyball zu entwickeln
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mit ganz vielen Fantasiewesen unter anderem. Und die mag ich eigentlich schon
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ganz gerne mit diversen Fantasiefiguren.
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Und es war schon cool, das mal vielleicht in eine Comicrichtung zu machen oder
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auf jeden Fall zu visualisieren in einem Artbook oder so.
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Momentan fehlt die Zeit, aber kommt vielleicht noch. Aber die Charaktere sahen
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sehr, sehr cool aus, als es vorgestellt hat.
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Also muss auf jeden Fall weitergemacht werden.
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Finde ich auch. Ein Fan, zwei Fan hast du jetzt schon.
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Genau. Ja, vielen Dank euch und viel Erfolg und Spaß noch auf dem Comicsalon.
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Dankeschön gleichfalls.
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Ich bin Aaron oder Schepps, das ist mein Künstlername. Ja, hallo.
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Und du machst Comics? Ich mache Comics, ja, und Fanart, aber eigentlich Comics
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ist mein Hauptding, ja. Okay, und was für einen Comic machst du?
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Mein Comic heißt Pips Kammerjäger-Service. Der ist jetzt gerade ganz fisch in
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die zweite Auflage gegangen, selber verlegt.
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Und da geht es um einen Kammerjäger, der fängt nicht so ganz normale Tiere.
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Sondern zum Beispiel Wehrkatzen, Zwiebelzecken, Brezelbären,
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Toastantulas, alle doofe Sachen, die ich mir entweder selber ausdenken oder
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die aus deutscher oder österreichischer Folklore stammen.
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Das ist ja spannend, cool. Wir sind da drauf gekommen.
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Boah, ich mag Pokémon und ich habe Drachenzähm leicht gemacht und alles.
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Und ich mag irgendwie so Detektiv-Comics, so Hellboy-mäßig. Auch Hellboy liebe ich auch ganz krass.
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Also alles, wo Leute irgendwie mit Fabelwesen interagieren und ich dachte mir,
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wenn die entweder immer für Kämpfe missbraucht oder getötet und das fand ich doof,
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deswegen dachte ich mir, ich mache einen Kammerjäger, der ein weiches Herz für
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Kreaturen hat und die dann nur
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fängt und dann kommen die in Terrarien und denen geht es dann gut und so.
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Okay, der hat dann quasi zu Hause einen riesen Terrarium-Zoo oder was?
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Ne, er liefert zu für einen sehr, sehr stinkreichen Menschen,
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der eine riesen Villa hat und da Ja, es sind ganz viele Terrarien und er liefert immerhin.
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Verstehe, verstehe. Und das ist dein allererster Comic oder hast du schon vorher
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noch ein paar andere gemacht?
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Ich habe ganz, ganz viele Comics davor gemacht, aber nie fertig.
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Und während meiner Ausbildung hatte ich drei Jahre Zeit und dann dachte ich
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mir, okay, jetzt oder nie, bevor ich richtig ins Beruf leben, ansteige,
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Passe ich in der Berufsschule nicht auf und zeichne währenddessen lieber Comics
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und das habe ich auch getan, durchgezogen und dann ist nach zweieinhalb Jahren
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Schweiß, Blut und Tränen dieser Comic entstanden. Sehr gut. Genau.
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Und machst dann jetzt eine Fortsetzung als nächstes oder was ganz anderes?
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Ich habe schon ein paar Seiten von einer Fortsetzung gezeichnet,
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habe dann aber gemerkt, ich will mich künstlerisch ein bisschen weiterentwickeln
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und will nicht im selben Artstyle hängenbleiben.
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Deswegen gibt es demnächst ein paar Mini-Comics, da ein zeichne ich hier zum Beispiel gerade.
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Dazu wird es vorerst wahrscheinlich keine Fortsetzung geben.
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Ist aber nicht schlimm, weil es ist an sich eine geschlossene Geschichte.
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Aber es werden auf jeden Fall noch weitere Comics kommen.
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Das ist die Hauptsache, das ist das Wichtige. Und dieser neue Zeichenstil,
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was wird da dann so erzählt? So Minicomics-mäßig hast du gesagt.
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In welche Richtung geht es da auch eher so in die Fantasy-Richtung? Oder was ganz anderes?
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Machst du jetzt historische Tagebuchaufzeichnungen als Comic?
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Nee, ich will auf jeden Fall schon in meiner Soft-Fantasy-Schiene bleiben.
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Die Mini-Comics, die ich jetzt mache, die sind ohne Text.
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Das heißt, es ist wirklich nur über Bilder erzählt. Ich habe hier oben schon
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diese Prints mit der Maus und mit dem Frosch.
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Es wird alles sehr cutesy Cottagecore-mäßig und eine kleine Geschichte. Nichts Krasses.
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Zum Lesen gibt es nicht viel, aber zum Angucken hoffentlich.
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Es soll süß und Natur und Pflanzen und Tierchen und es soll putzig bleiben.
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Ausgezeichnet. Es sieht schon sehr vielversprechend aus. und Cozy Cottagecore.
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Ich glaube, da können wir alle mehr von gebrauchen heutzutage.
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Du kannst noch den Leuten sagen, wo sie dich finden.
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Man findet mich entweder einfach per E-Mail erreichbar, aaron.comics.gmail.com
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oder auf Instagram aaron.drawers. Underscore.
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Und auf Webtoon kann man den Comic auch lesen, auf Englisch dann.
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Der ist so komplett umgeschnipselt, also nicht einfach nur die Seiten reingeklatscht,
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sondern wirklich im Scrollformat. Mit Aufwand? Mit sehr viel Aufwand.
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Da heißt er dann Pips Creature Service. Alles klar. Auf Canvas kann man den finden, ja.
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Dann wisst ihr Bescheid, falls ihr ihn lieber auf Englisch online lesen wollt,
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dann könnt ihr da hingehen.
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Vielen Dank, dass du in meinem Mikrofon gesprochen hast. Ich wollte eigentlich
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was anderes machen. Ich wusste nicht, dass es ein Interview wird.
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Ich wollte eigentlich Beatboxen. Du kannst auch immer noch Beatboxen. Wie geht los?
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Kauf mir Comic.
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Mega gut. Hast du dir das auch nebenher beigebracht, während du nicht deine
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Berufsausbildung gemacht hast? Ja.
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Ziemlich, ja. Aber ich meine, das ist ja auch super, weil du kannst beim Zeichnen
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ja gleichzeitig Beatboxen üben.
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Das heißt, du kannst das, wenn es mal irgendwie beim Zeichnen so,
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jetzt muss ich hier schon wieder fünfmal die gleiche Sache machen,
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kannst du nebenher halt üben, oder?
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Wenn man unterstimuliert ist, man sich stimmen muss, dann ist Beatboxen sehr
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toll. Es ist einfach nur Stimming getarnt als Kunstform.
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Was anderes ist Beatboxen nicht. Das werden auch alle Beatboxer sagen.
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Ich kenne keinen Beatboxer, der nicht ADHS oder Autismus hat.
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Okay, das wusste ich nicht.
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Aber the more you know. Okay, viel Erfolg mit deinen Comics und deinen anderen
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schönen Sachen, die du hier noch liegen hast.
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Und ja, viel Erfolg auf dem Salon. Dankeschön.
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Hi, ich bin die Caro, auch Kinka genannt und mein Account heißt YayWebComic,
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deswegen ziemlich geil, dass wir halt mit YayWebComics uns jetzt treffen.
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Ja, YayWebComic, YayComics, wir sind destiniert zu treffen.
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Perfekt. Und du machst auch Comics, du machst Zines, du machst selber im eigenen
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Verlag Comics. Erzähl mir darüber.
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Also es fing an damit, dass ich versucht habe, Film zu verstehen und da so bin
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ich zum Zeichnen gekommen. Also außerhalb der Geschichte, dass ich eh schon immer zeichne.
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Hat mir halt eben jemand geraten, um den Film zu verstehen, solltest du zeichnen.
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Und dann habe ich die Narration begonnen und ich liebe Humor und Absurdes,
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aber natürlich auch Ernstes.
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Genau, und das mache ich alles selbst. Also du schreibst, du zeichnest und du
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machst sowohl Lustiges als auch ernste Themen.
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Wie findest du dann so ein Thema? Was muss es sein, dass es dich berührt,
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dass du einen Comic machst? Oder wo kommt das her?
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Ich versuche eigentlich hauptsächlich auch unsere Gesellschaft zu verstehen
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oder halt auch Menschen zu verstehen.
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Ich lasse mich auch von Literatur inspirieren, zum Beispiel Frank Herbert's Dune.
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Da hat mich das Gedicht sehr dazu inspiriert, einen Chihuahua in den öffentlichen Nahverkehr zu setzen.
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Und damit überwindet der Chihuahua sozusagen seine Angst und wechselt in Aggression.
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Und das ist zum Beispiel ein großer Inspirationspunkt geworden.
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Oder auch ein wordless comic mag ich auch, weil das sind halt accessible.
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Zum Beispiel, dass man seine eigenen,
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Boobies akzeptieren sollte. Ja, das ist ein sehr wichtiges Thema.
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Egal wie weit sie hängen oder ob sie auch nicht hängen. Ja, genau.
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Ja, und das ist natürlich auch für, also gerade so textless oder speechless
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Comics, da muss das Thema passen und man muss es auch gut umsetzen.
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Also das finde ich spannend, dass du da auch viel experimentieren,
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also experimentieren im besten Sinne, also ausprobierst und immer wieder was
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Neues machst. Finde ich super.
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Danke. Ja, gerne. Und du bist jetzt hier in Erlangen am Stand und wo findet man dich im Internet?
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Hast du eine Website dann auch oder so? Ich habe ganz viele Websites.
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Hau sie raus. Yaywebcomic.com oder halt eben auch mein Portfolio so ein bisschen auf Kinkasnet.
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Möchtest du mir noch irgendwas erzählen? Ich arbeite tatsächlich,
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vielleicht ist das interessant, an meinem neuen Opus Magnum.
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Also das ist so ein bisschen ein längeres Projekt.
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Und zwar geht es da um die ersten Computer. Und das waren Frauen aus dem 19.
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Jahrhundert, die die Sterne kartiert haben, händisch.
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Und da gibt es ganz viele nicht erzählte Personen, die dann dazu geführt haben,
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dass es anderen Frauen geben kann, die zu bekannten Personen wurden.
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Das ist ein mega spannendes und wichtiges Thema. Es ist übrigens auch gerade
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ausgestellt im Seminarraum, weil ich war im Comic-Seminar. Und daran habe ich jetzt auch gearbeitet.
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Ausgezeichnet, dann werde ich mir das auf jeden Fall noch anschauen.
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Ja klar, natürlich. Das interessiert mich total.
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Man kennt ja dann so diese Computerfrauen, da denkt man vielleicht so an die
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Frauen, die in der NASA gearbeitet haben und so.
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Aber es gab wohl schon vorher welche, die man nicht so kennt. Richtig.
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Eine der bekanntesten ist, glaube ich, Ada Lovelace. Genau. Und dann kommen
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halt so die Hidden Figures, die NASA-Frauen.
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Und dazwischen ist aber ganz viel passiert. Unter anderem halt eben die Harvard
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Computers, die dafür gekämpft haben, dass Frauen in der Wissenschaft ihren Platz finden.
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Es gibt ganz viele andere Geschichten auch, aber das ist so einer der bekannteren Punkte.
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Super. Und da sitzt aber wahrscheinlich jetzt noch ein bisschen dran, oder?
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Ja, ich sitze da wahrscheinlich auch sehr lange dran, weil die Recherche ist
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halt echt überwältigend. Und gleichzeitig gibt es auch gar nichts.
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Also ich mache das über eine Hauptperson, über die sehr, sehr,
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sehr wenig erzählt wurde, vor allem sehr wenig Privates.
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Ich habe da tatsächlich auch Archive angeschrieben und mache jetzt mal Recherchereisen.
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Und im Comic-Seminar war ich jetzt hauptsächlich dafür, dass ich aus diesem
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Recherche-Blog rauskomme und endlich in die Produktion. Endlich zeichnen.
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Richtig, endlich zeichnen. Mega. Also ich finde ja dieses Seminar auch wirklich, wirklich gut.
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Alle, die dort waren, haben mir immer nur Positives erzählt.
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Also du hattest auch eine gute Zeit dort.
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Ich würde sagen, ohne das jetzt zu dramatisieren, es war lebensverändernd,
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also zumindest im kreativen Schaffen.
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Also ich habe sowas noch nicht erlebt, dass man mit so vielen Professionals
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in einem Raum sitzt. Das Level ist unglaublich hoch, man ist unglaublich inspiriert
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und das treibt einen auch immer weiter, noch mehr zu machen.
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Und also ich versuche jetzt jedes Jahr zu kommen, wenn es geht.
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Ja, aber das ist doch wirklich, also das klingt ja traumhaft.
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Okay, ja, dann viel Erfolg weiterhin.
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Dankeschön, es hat mich voll gefreut. Ja, mich auch. Und jetzt gehen wir wieder
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rein zu deinem Stand und dann nehme ich mir noch ein paar Comics bei dir mit.
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Ich bin Moritz von Wollzugen, sitze hier gerade im Kubik in Halle D,
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oder beides ist dasselbe.
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Und hier vor mir sind die Aeroplane in Brescia, Totality, fliegende Schatten
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und Schwarz-Weiß-Buch, ein kleines Inktober-Arzien.
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Und vielleicht, wenn da jemand mal reingucken will, sollen sie mal kommen.
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Also ich wette, wenn das irgendwie im Internet ist, ist wahrscheinlich schon alles vorbei.
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Aber dann können sie dich googeln oder so. Wofür könnten sie dich denn finden?
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Moritz von Wollzungen.com Also www.moritzvonwollzungen.com Oder auf Instagram. Lines of Mo.
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Lines of Mo. Okay, wie würdest du denn deinen Stil beschreiben?
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Ich hatte es mal irgendwo, ich hatte es mal in einem Interview irgendwo beschrieben.
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Jetzt fällt es mir gerade nicht ein. Irgendwie Manga, Superhelden, Funny, irgendwas.
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Es ist alles irgendwie drin, glaube ich. Was ich aufgenommen und toll gefunden habe.
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Aber was war die Frage? Wie du deinen Stil beschreiben würdest.
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Ja, habe ich doch gerade gesagt. Ja, genau. Alles gut.
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Und deine Ideen kommen dir vor allem in Träumen? Oder setzt du dich einfach mal eine Stunde hin?
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Oder wie kommst du auf Story-Ideen? Alles Mögliche.
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Manchmal sind es Träume, manchmal ist es irgendwas, was ich mithöre.
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Manchmal ist es, wenn ich mich irgendwie vertippe oder so irgendwie,
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dann ist plötzlich ein Ausflug in die Welt der Fantasie.
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Oder irgendwelche Leute, die irgendwie interessant aussehen.
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Oder manchmal fange ich auch einfach an zu zeichnen und dann entsteht eine Figur
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und ich frage mich, wer ist dieser Mensch, was macht diese Person?
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Oder ist es eine Musik, oder jetzt, das wollte ich auch noch sagen,
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in Cosmic, Band 11, bei Kultcomics erschienen, ist eine Geschichte von mir, Translux.
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Die ist tatsächlich von einem Song von Scott Walker inspiriert.
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Wer ist Scott Walker und was macht er für Musik?
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Scott Walker lebt nicht mehr, er war ein.
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Ja, wie sagt man, so in den 60ern ein ganz großes Ding, hat so Barock-Pop oder
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so würde man das nennen, glaube ich, hätte man das so genannt.
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Großes Vorbild für David Bowie,
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weil er später dann mehr in so eine Art-House-Richtung gegangen ist.
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Also das war so wirklich sein Wille, dass er dann irgendwann nur noch das gemacht
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hat, was er wollte. Und die Alben sind immer eigenartiger und düsterer geworden.
00:24:55
Das waren so praktisch David Lynch Filme für die Ohren.
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David Lynch ist natürlich eine spannende Referenz. Ja, aber auch so dieser Karriereweg
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von praktisch einem Teenie Idol zu sowas ist sehr interessant.
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Und das vollzog sich so langsam schleichend. Und irgendwie der Song,
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von dem ich da beeinflusst bin,
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der ist so auf der Mitte aus dem Album Climate of Hunter, so von 1984.
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Und das ist, ich kann das gar nicht so beschreiben, was der Song in mir ausgelöst
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hat, das kann man da auf der Seite sehen praktisch.
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Und ich hatte auch ursprünglich erst gedacht, den Songtext dazu zu schreiben
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und in der frühen Version war das auch so. Aber dann habe ich gedacht,
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der Comic wirkt auch ohne.
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Und man weiß ja auch nicht, ob da vielleicht wegen Rechten und sowas das nicht Probleme gibt.
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Die Leute können den Song ja dann einfach anmachen und hören.
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Ich habe mir gedacht, dass man so einen Song vorschlägt, dieser Rawhide von Scott Walker.
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Aber es ist natürlich auch jeder eingeladen, sich seine eigene Musik dazu zu
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überlegen, wenn man möchte.
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Die Synesthesie also? In gewisser Weise, ja, der Comic ist auch schön bunt.
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Das ist immer gut, schön bunt.
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Willst du noch kurz sagen, worum es in Totality geht?
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Oh mein Gott. Es ist ein bisschen schwer zu beschreiben. An der Oberfläche über
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drei Jugendliche, die sich durch das, was sie können, in Schwierigkeiten bringen.
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Oder einer von ihnen gerät in Schwierigkeiten, weil er seine Fähigkeit in einem
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Moment gezeigt hat, wo es vielleicht gerade der falsche Moment war.
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Und der Rest des Comics beschäftigt sich dann eigentlich mit dem Fallout dieser Situation.
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Wir werden sehen, ob sie es schaffen, ob ihre Freundschaft das übersteht.
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Okay, das ist doch ein guter Pitch. Das ist doch ein guter Pitch.
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Und dann hast du noch Franz Kafka adaptiert. Ja, auch eine Geschichte.
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Über Freundschaft in gewisser Weise.
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Also Freundschaft interessiert mich. Also, weil Franz Kafka gibt es ja viele
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Geschichten, Kurzgeschichten und Romane und alles Mögliche.
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Die Aeroplane in Brescia ist jetzt nicht so eine von den super,
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super Bekannten. Warum hast du die gewählt?
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Erstmal der Titel. Aeroplane. Ich finde Flugzeuge toll.
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Und ich dachte, was macht ein Kafka mit so einem Titel? Ich habe erst den Titel
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gelesen und immer nur gehört, ein Mensch verwandelt sich in einen Käfer,
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ein Affe lernt sprechen.
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Was verbirgt sich hinter diesem Titel? Und das war dann tatsächlich erstmal eine Reportage.
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So, und ich habe dann einfach, nach einer Weile habe ich gehört von jemandem,
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der sich mit Kafka auskennt, Rainer Stach,
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dass es tatsächlich ein reales Ereignis ist, dass er da beschreibt,
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nicht etwas, was er sich ausgedacht hat, sondern er war wirklich da und er hat
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diesen Text eigentlich für eine Zeitung geschrieben.
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Und ich fand das interessant, dass sozusagen Kafkas Schreiben,
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seine Biografie und dass das so ein Kreuzungspunkt ist und ein bisschen Weltgeschichte,
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weil die Leute, die da flogen, das waren wirklich die Anfänge der Luftfahrt.
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Also einer hatte ein Flugzeug von Wright irgendwie da.
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Und der, wegen dem sie gekommen waren, war Blériot, der den Ärmelkanal überquert
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hat, was damals ein bisschen die Mondlandung war.
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Und ich glaube, Kafka hat auch so ein bisschen darauf gedrängt,
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dass sie das sehen wollten.
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Also er kannte sich ein bisschen mit Maschinen aus, auch von Berufswegen und sowas.
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Und ich hatte das auch ein bisschen als eine Gelegenheit gesehen,
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ein bisschen eine andere Seite von Kafka zu zeigen, eine etwas hellere.
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Also Kafka hat natürlich seine dunklen Seiten, aber es ist sozusagen,
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wenn man noch die andere dazu, das Licht dazu nimmt, nimmt dann zu dem Schatten,
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dann wird der Mensch ein bisschen lebendiger.
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Und ich hatte einfach so viele graue, schwarz-weiße Kafka-Comics gesehen,
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dass ich gedacht habe, ich will noch einen anderen lesen, weil ich die Biografie
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gelesen hatte und dann noch ein bisschen einen etwas vielschichtigeren Menschen gesehen hatte.
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Und den habe ich einfach in diesen Bilder nie gesehen und habe gedacht,
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wenn es niemand sonst macht, muss ich.
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I gotta do it myself. Ja, sehr gut. Ja, das ist auch wirklich die Zeichnungen
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so wunderschön koloriert. Hast du alles alleine gemacht?
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Ja, die Zeichnungen auf jeden Fall. Beim Verlegen hat mir Natalia Lau geholfen,
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die das auch verlegt hat, die das einfach, als ich gehört hat,
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dass das bei keinem anderen Verlag unterkommt, wurde sie hellhörig und hat das selber gemacht.
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Sie war, sie ist Galeristin und hat sonst eigentlich immer Kataloge gemacht
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und da hat sie auch selber irgendwie viel, Weil sie ist da auch sehr perfektionistisch gewesen.
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Also das sollte eigentlich 2020 rauskommen und dann war Corona.
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Und dann hat sie nochmal eine neue Druckerei gesucht, die ein bisschen wegen
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Vertriebswegen und sowas.
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Also es ist einfach, war ich einfach auch so gesehen, wie viel Arbeit dahinter steckt.
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Und es gibt jetzt auch nochmal eine italienische Übersetzung dieses Comics tatsächlich
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von einem Verlag in der Nähe von Brescia.
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Und ja, ja, und da habe ich auch nochmal gesehen, wie viel, also ein Übersetzer,
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ein jemand, der da, also wie viele Leute da auch nochmal dranhängen einfach
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an diesen ganzen Sachen.
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Und das war so interessant. Es
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gab eine Doku über Blériot, über diesen Piloten, wegen dem sie da waren.
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Und da hat jemand gesagt, der Mann, der da fliegt, der hat noch ein ganzes Team
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hinter sich. Der ist nur der sichtbare Teil.
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Also und wie viel, es ist so, ich finde das einfach interessant. Ja, mega. Ja.
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Und ja, das ist tatsächlich auf dem deutsch-französischen Comic-Seminar in Erlangen
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entstanden. Noch unter dem damaligen Leiter Paul de Rouet.
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Ruhe den Frieden. Genau, Ruhe den Frieden. Ihm ist es auch gewidmet,
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weil der Comic sollte ursprünglich nur sieben Seiten haben.
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Und dann hat Paul sich das angeguckt und gemeint, mach ihn doch so lange,
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wie er sein soll, wie er braucht. Ja.
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Und dann war ich eigentlich immer so damit beschäftigt und da habe ich so gedacht, ja, der hat recht.
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Warum nur sieben Seiten? Und habe das Skript praktisch komplett ummontiert.
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Ich hatte so ein visuelles Skript mit so Kästchen oder so.
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In diesem Kästchen passiert jetzt das und da soll das passieren und so sieht das aus.
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Und dann habe ich alles umgestellt, noch richtig analog mit Schere und Kleber.
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Und hatte dann, eigentlich war das ganze Seminar nur damit. Manche zeichnen
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ja da, aber ich hatte das.
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Nur Papierschnipsel. Aber so schließt sich der Kreis. Jetzt sind wir wieder in Erlangen.
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Ich habe tatsächlich in der Ausstellung eine angefangene Kafka-Adaption,
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Kinder auf der Landstraße.
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Auch ein kleiner Text, auch ein früher, auch zu seinen Lebzeiten erschienen
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in dem Band Betrachtung. Auch so ein früher Band.
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Und der Titel sagt es eigentlich schon, Kinder auf der Landstraße ist genau
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das, die irgendwie spielen,
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irgendwie vielleicht auch ein bisschen Krieg spielen und am Ende sich an eine
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Bahnstrecke stellen und anfangen zu singen, als der Zug vorbeifährt.
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Und am Ende geht die ganze Gruppe auseinander und einer rennt,
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geht nicht nach Hause, sondern läuft weg in die Stadt, wo die Narren wohnen, die nie müde werden.
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Super, das klingt doch gut. Wir sind vielleicht auch gerade in der Stadt von
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Annahmen, die nicht müde werden, weil ihr werdet nie müde zu zeichnen,
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ihr fleißigen Comic-Leute.
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Deswegen vielen Dank für deine Gedanken und dass du mir deine Comics vorgestellt
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hast und viel Erfolg noch auf dem Salon. Ja, bitteschön.
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Mit wem sitze ich denn jetzt hier zusammen?
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Mit der Sarah Delukokinski-Thoma aus der Stadtbibliothek in Erlangen.
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Und Stadtbibliothek ist auch direkt das Stichwort.
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Wir wollen ein bisschen drüber quatschen, was Comics und Bibliotheken irgendwie
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miteinander zu tun haben, wie man vielleicht, was man da kriegt,
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was man da nicht kriegt, wie man da vielleicht noch was, was man noch verbessern könnte.
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All diese Sachen werden wir jetzt mal kurz ansprechen.
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Was ist denn dein Zugang überhaupt zu Comics? Du hast eben gerade oft ja gesagt,
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du verwaltest fast alle Comics-Sachen für die Bibliothek?
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Nicht fast, sogar alle. Also ich bin komplett zuständig für die Comics im Haus. Ähm, ja.
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Und wie bist du dazu gekommen? Bist du schon immer Comic-Leserin gewesen?
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Oder hast du bei der Bibliothek gearbeitet und dann hat irgendeiner gesagt, du machst jetzt Comics?
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Also erst mal privat. Ich liebe Comics, war auch beim Comicsalon,
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bevor ich in Erlangen gearbeitet habe oder angefangen habe zu arbeiten.
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Und mein Kollege, der die Comics unter sich hatte, ist in Rente gegangen und
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hat dann gemeint, die einzige logische Konsequenz ist, dass ich das übernehme.
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Und dann so bin ich dazu gekommen. Das klingt doch super.
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Das ist auch schon mal ein sehr großes Lob zum Einstieg, oder?
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Ja, hat mich auch sehr gefreut.
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Mega. Und dann hast du das übernommen und wie hast du das dann angepackt?
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Also es gab ja dann schon ein paar Comics, aber wie muss man sich das vorstellen,
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wenn ich jetzt sage, okay, da gibt es einen Bestand, bleibt ihr für immer,
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wird da was aussortiert, was zu alt wird?
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Wie kommen überhaupt neue Comics da rein?
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Wer kommt da rein? Wie muss ich mir das vorstellen?
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Also einmal habe ich natürlich geguckt, was ist schon da, was wird gut ausgeliehen,
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was ist eher nicht so ausgeliehen.
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Dazu muss man sagen, die Erlanger ComicleserInnen in jedem Alter sind unheimlich
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interessiert und lesen alles kurz und klein.
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Und ja, dann habe ich geguckt, wo kann ich aber auch noch was einbringen.
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Und zum Beispiel ist mir aufgefallen, dass der Jugendbereich so ein bisschen vernachlässigt war.
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Und dann habe ich da reingebuttert, also gerade auch im Bereich Manga.
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Und auf einmal sind die Ausleihzahlen explodiert.
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Meine Manga-LeserInnen, ja, ich habe den Eindruck, ich habe den Geschmack getroffen.
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Und ja, dann gehört eben auch dazu zu schauen, was geht, was geht nicht,
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auch mal was rauszunehmen, wenn es nicht mehr gelesen wird oder zu zerschlissen
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ist oder auch bei längeren Serien, älteren Serien,
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manchmal das Problem, dass man die nicht mehr nachkriegt.
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Und wenn dann eben eine Serie zu lückenhaft wird, dass es sich dann auch nicht
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mehr lohnt, die zu behalten.
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Ja, genau, das ist bei alten Sachen, die nicht mehr im Druck sind, ja leider häufiger so.
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Andererseits ist das dann ja genau die Chance für Leute, die die noch lesen
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wollen, aber sie können sie nicht mehr kaufen, selbst vielleicht über Ebay nicht
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mehr oder so, dass man dann in die Bibliothek geht und dann hat man vielleicht noch das Glück.
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Und wenn dann ein Band fehlt, dann ist das so. Aber ja, klar.
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Was würdest du denn sagen, was hast du denn zuletzt aussortiert,
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weil du gemeint hast, das ist inhaltlich vielleicht nicht mehr relevant oder
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das wird zu wenig ausgeliehen?
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Und was hast du zuletzt reingenommen, wo du gesagt hast, das möchte ich,
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dass das alle Leute hier in Erlangen lesen? Oh, das ist...
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Natürlich, was ich möchte, dass alle Leute hier in Erlangen lesen, sind, ungelogen,
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die Nominierten für den Max- und Moritz-Preis, weil das unheimlich starke Comics
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sind, auch wieder mit dem Mut, ich sage jetzt mal hässlich zu sein, also keine,
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wo man sagt, oh, was für schöne Zeichnung, aber deswegen umso aussagekräftiger.
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Und da freue ich mich, dass ich ja die Möglichkeit habe, den Bürgerinnen und
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Bürgern das zur Verfügung zu stellen, weil wiederum, das ist auch verständlich,
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die kommen nicht zu einem geringen Preis.
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Und da kann ich sehr gut verstehen, dass jemand auch natürlich von der Bibliothek
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erwartet, dass ich das zur Verfügung stelle.
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Was ich zuletzt rausgeschmissen habe, ich habe eigentlich nicht wirklich was
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rausgeschmissen, weil eben alles gelesen wird. Aber ich habe zum Beispiel die
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Sammelbände von Leutnant Blueberry ins Magazin verlegt.
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Das heißt, die können noch ausgeliehen werden, aber sie nehmen nicht mehr Regalplatz ein.
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Weil das ist ja auch ein ganz großer Faktor.
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Platz ist ja begrenzt von psychischen Büchern und auch bei Comics ist das ja so.
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Und irgendwann wird wahrscheinlich euer Platz auch voll sein und dann muss man
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ja irgendwie was aussortieren oder ins Magazin schicken. Und auch das Magazin ist irgendwann voll.
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Gleichzeitig hast du auch gerade gesagt manche von diesen dicken Comics sind
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ja auch teuer wie sieht denn das budgetmäßig aus, weil ich weiß dass Erlang
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jetzt in den letzten Jahren so ein bisschen,
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Budgetprobleme bekommen hat ist das, kriegst du noch genügend Budget oder musst
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du schon ganz genau schauen und kannst nur die absoluten Best,
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Ausleihsachen, wo du schon weißt, das kommt gut an oder Max und Moritz Preis,
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da hast du einen Grund oder kannst du quasi alles mitnehmen, was du willst.
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Nee, also ich muss schon schauen, was ich da ausgebe.
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Und ich habe aber sehr verständnisvolle Vorgesetzte und Kolleginnen,
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die eingesehen haben, dass gerade in dem Jahr, in dem Comicsalon ist,
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ich ein bisschen mehr Bedarf habe.
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Und da wurde mir ein bisschen mehr zugeschanzt.
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Ansonsten muss ich schon eine Auswahl treffen und auch immer noch im Hinterkopf
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behalten, dass es auch durchaus Wünsche gibt.
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Und die möchte ich natürlich nach Möglichkeit erfüllen.
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Also Wünsche heißt, die Leute kommen dann an dich herangetreten.
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Ich weiß nicht, gibt es ein Formular?
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Bei manchen gibt es das, wo die dann sagen, hier Anschaffungswunsch. Gibt es da viele?
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Also bei uns kann man das eben über ein Internetformular machen,
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über unsere Homepage oder direkt in der Bibliothek eine Karte ausfüllen oder
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auch ansprechen. Und es kommt...
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Durchaus vor. Also ich kann jetzt nicht nur sagen, dass es jetzt für die Comics
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nur viel vorkommt, sondern eigentlich für alle Bereiche.
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Also da ist eigentlich eine sehr schöne Interaktion mit unseren Leserinnen und
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Lesern, dass die eigentlich sich aktiv daran beteiligen, unseren Bestand zu gestalten.
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Und du hast jetzt gerade schon den Max & Moritz-Preis angesprochen.
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Also Preise an sich sind auf jeden Fall immer gut.
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Gibt es noch andere? Ich meine, hier gibt es ja zum Beispiel am Samstag noch
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den Independent-Preis, diesen Ginkgo.
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Es gibt irgendwie Manga-Preise jetzt seit ein paar Jahren.
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Oder sind das dann auch internationale Sachen? Also Angoulême zum Beispiel ist
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ja in Frankreich ein ganz großer Preis.
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Da werden teilweise auch deutsche Sachen, aber auch nach Deutschland übersetzte
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Sachen ausgezeichnet. Guckst du da alle Preise durch oder bleibt es nur bei
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den Max & Moritz erstmal?
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Nein, also ich versuche schon, da durchzugucken. Da habe ich natürlich jetzt
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nicht, einfach nicht das Budget zu sagen, ich kaufe von jedem Preis alle Nominierten.
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Aber wenn eben jemand ausgezeichnet wird, dann versuche ich dann doch schon,
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den Preisträger oder die Preisträgerin im Bestand zu haben.
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Ja, und wenn du jetzt mal überlegst, was so die Wünsche sind,
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die im Comic-Bereich in den letzten Wochen, Monaten bei dir angekalt sind,
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Ist das vor allem Manga oder gibt's auch normale Comics, die gefragt werden,
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was sind das dann so für Sachen, die da angefragt werden? Sind das Sachen,
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die du eh vielleicht auf dem Schirm hattest?
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Oder gibt's auch Überraschungen, wo du sagst, da hab ich ja noch nie von gehört?
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Also im Jugendbereich sind es meistens Manga.
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Und da kommt es dann immer ein bisschen darauf an, wann hat die Serie,
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weil es häufig Serien sind, wann hat die Serie angefangen, wie viele Bände umfasst
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sie schon und kann ich mir das leisten.
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Aber ab und an kann ich da eben auch so einen Wunsch erfüllen und dann so eine
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Backlist kaufen und habe auf einmal 20 Bände von einem gefragten Manga im Bestand.
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Und im Erwachsenenbereich ist es tatsächlich so, dass häufig der Wunsch mit
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dem, was ich eh schon auf dem Schirm habe, sich überschneidet.
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Manchmal hilft es mir auch, also es ist auch mir eine große Stütze,
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dass wenn ich, ja, was so ein bisschen im Gedächtnis runtergerutscht ist.
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Also ein ganz konkretes Beispiel, Uli Lust, der zweite Band von Die Frau als Mensch, Schamaninnen.
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Da kam ein Anschaffungswunsch rein und ich dachte mir, oh ja,
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genau, das musst du noch besorgen.
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Oder auch, dass zum Letzt gerade wird Die Säulen der Erde von Ken Follett als
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Graphic Novel adaptiert.
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Und da kam auch dann schon gleich der Wunsch nach dem dritten Band,
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der erst im November erscheint.
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Also unsere Leserinnen und Leser sind da wirklich auch up to date.
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Top informiert. Ich bin top informiert und da freue ich mich natürlich auch,
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dass die mich da unterstützen.
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Wie ist es denn jetzt, weil wir sind ja jetzt zum Beispiel im Cubic,
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hier sind ja viele kleine Aussteller, independent Künstler, die jetzt keinen
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Verlag haben, weil ich kann mir vorstellen, die meisten dieser Graphic Novels
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und so weiter, die ausgezeichnet werden oder die du kennst, kommen bei Verlagen
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raus, da ist es wahrscheinlich nicht so schwer, die zu bekommen,
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weil die ja in der Regel genügend Auflage haben und so weiter.
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Aber wie ist es mit Eigen- und Kleinstverlagen, Kleinverlagen?
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Konntest du dich da auch irgendwie informieren und kommst du da ran?
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Weil ich könnte mir vorstellen, dass das halt auch so ein bisschen was ist,
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was man bei der Bibliothek haben könnte, sollte, dass Leute das entdecken.
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Weil man, wenn man selbst so jetzt in den Buchladen dann geht und vielleicht
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da einen Comic kauft, eben genau die nicht findet.
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Und dann wäre es ja vielleicht genau die Bibliothek, wo man dann sagen könnte,
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da kann ich mir das anschauen, muss auch preislich eben nicht irgendwie die
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Committen für irgendwie 20 Euro so ein kurzes, kleines Heft zu kaufen.
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Ist das was, was du auch in deinem Bestand mitdenkst, mitmachst?
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Oder ist das irgendwie schwierig?
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Es ist schwierig. Es ist etwas, was ich sehr gerne hätte und es ist,
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ich sage jetzt mal so, es ist schwierig, etwas zu bekommen, was keine ISBN hat.
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Ich habe zwischendurch schon Sachen gespendet bekommen.
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Ich habe auch extra mich bei Comic in Bayern, den Newsletter,
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abonniert, damit ich da auch informiert werde.
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Und ja, es ist leider etwas schwierig. Also es geht dann manchmal über die Zusammenarbeit
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mit dem Buchhandel oder mit dem Fachhandel, dass man da dann sagt,
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ich komme da nicht dran, könnt ihr das kaufen und ich kaufe es dann von euch.
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Also dass es eben so einen Zwischenhändler dann gibt.
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Aber das ist, also ich hätte gerne mehr, es ist nur etwas herausfordernd.
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Und wenn jetzt, wir sind ja ganz viele von diesen Leuten, wenn du jetzt,
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wenn die jetzt das hören irgendwie und sagen, okay, ich würde meins auch gern
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spenden, dürfen die das einfach schicken oder wie ist da der Prozess nicht, dass du dann jetzt,
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wenn ich jetzt Aufrufe schickt, alles zur Bibliothek und dann hast du irgendwann tausende von Heften,
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ist das, wie ist da der Prozess?
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Also theoretisch, ja.
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Praktisch ist es so ein bisschen schon, es muss auch ein bisschen den Bibliotheksalltag überleben können.
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Also natürlich wird es bei uns eingebunden, mit Folie versehen.
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Aber wenn es eben so, ich sage es mal übertrieben, drei DIN-A4-Seiten selbst
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zusammengetackert sind, das wird bei uns einfach nicht so schnell,
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nicht so gut überleben, nicht so lange.
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Ansonsten alles, was in Heftform vorliegt, ist möglich bei uns einzuarbeiten.
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Es kommt auch ein bisschen auf den Inhalt an. Also es ist natürlich nicht so,
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dass wir jetzt aktiv Zensur betreiben,
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nur wir haben eben auch eine bestimmte Verantwortung und dass jetzt bestimmte Sachen,
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die inhaltlich vielleicht ein bisschen zu explizit sind,
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sei es in Richtung Sexualität oder auch Gewalt, dass wir da uns dann auch vorbehalten
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oder ich mir einfach vorbehalte auch zu sagen, das möchte ich gerne nicht so darstellen.
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Natürlich habe ich Horror im Bestand oder Krimi im Bestand oder auch auch gerade
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im Jugendbereich auch Boys Love Themen oder oder allgemein LGBTQ Themen.
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Nur auch da achte ich da drauf.
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Und es geht mir dann eher um das Thema und weniger um den Sex. Ja, genau.
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Ja, genau. Also Boys Love ist ein ganz wichtiger Punkt, weil da habe ich das
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Gefühl, dass in den letzten Jahren ganz viele ab 18 Titel rausgekommen sind,
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wo wirklich dann auch mit ein bisschen Story und dann aber auch wirklich sehr
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viel harter Sex vorkommt.
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Das ja auch okay ist, dass es vorkommt, aber das natürlich genau ein bisschen
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schwierig auch mit Ausleihen und so weiter ist.
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Ich weiß nicht, habt ihr so einen ab 18 Bereich wie früher in der Videothek?
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Oder wie macht man denn sowas in der Bibliothek eigentlich? Also nein, haben wir nicht.
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Wir haben aber eben räumlich getrennt den Erwachsenenbestand und den Kinderbestand oder Jugendbestand.
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Natürlich können wir nicht verhindern, dass ein Jugendlicher sich was aus dem
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Erwachsenenbestand ausleiht. Und Bücher haben keine FSK.
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Da sind aber dann eben eventuell Familien, Erziehungsberechtigte auch gefragt,
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über den Medienkonsum der Jugendlichen und der Kinder zu sprechen.
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Und deswegen gibt es, also es gibt keinen ab 18-Bereich.
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Wir versuchen aber, oder ich versuche aber eben trotzdem, das,
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ich sag mal so, knapp unter 18 zu halten.
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Also natürlich habe ich auch im Manga-Bereich ein paar Horror-Manga oder zum
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Schluss, ich glaube, etwas von Jeff Lemire sind letztens zwei Bände rausgekommen,
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das ist auch ein bisschen krasser in Richtung Horror,
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aber das nehme ich dann eben dann doch und habe dann eben eigentlich Vertrauen
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darauf, dass wenn Kinder dahin kommen, in der Regel sehe ich die,
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wenn ich die im Erwachsenenbereich sehe, mit ihren Eltern.
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Und die interessieren sich dann eigentlich eher dafür, dass wir noch die Lucky
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Luke und Asterix sowohl im Erwachsenenbestand als auch im Kinderbestand haben.
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Und wenn die eben in der Kinderbibliothek ausgeliehen sind, dann wissen die,
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sie können noch im zweiten Stock noch Glück haben.
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Okay, ja gut, das ist was ganz anderes dann. Aber genau, ja,
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gerade die Query-Community ist ja immer das, was viel unter den Tisch fällt.
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Also es ist ein bisschen besser geworden, was Verlagsveröffentlichungen angeht, auch in Deutschland.
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Aber viele deutsche KünstlerInnen tun sich nach wie vor schwer mit queeren Comics,
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die jetzt auch nicht super explizit sind, sondern vielleicht auch einfach nur
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Queer Romance sind oder eine Abenteuergeschichte, wo halt dann auch mal zwei
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Mädchen sich küssen oder Händchen halten.
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Das wird nicht so viel verlegt. Das wäre natürlich auch super,
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wenn das dann über die Bibliothek so ein bisschen Unterstützung bekäme, oder?
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Das ist so mein Punkt. Also wir haben ja auch Pride Month und wir haben auch
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eine Ausstellung dazu, sowohl in der Erwachsenenbibliothek als auch in der Jugendbibliothek.
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Und da habe ich natürlich auch meiner Kollegin gleich noch Titel empfohlen.
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In denen auch zum Teil ganz wunderbar Queerness eine Rolle spielt.
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Aber ich sage es jetzt mal so, Queerness ist nicht das Problem.
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Also das ist einfach das Thema, das darum geht, dass eine Person queer ist,
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sondern sie ist es einfach und es ist einfach okay.
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Und ich nehme auch gerne Titel, um die es geht, weil ich auch weiß und da erinnere
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ich mich auch selber in der Zeit, als ich Jugendliche war, dass das auch einfach
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so ein bisschen Neugierde befriedigt.
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Also selbst wenn ich mich nicht als queer identifiziere, ich bin trotzdem neugierig.
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Und auch wenn natürlich jetzt auch gerade im Manga-Bereich viel mit Klischees
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gearbeitet wird, aber trotzdem ist das so ein bisschen so, ich kann darüber
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doch Dinge erfahren, die ich vielleicht nicht so bedingt fragen will.
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Dann gibt es aber auch Bücher, das ist jetzt eher so im, ich würde mal sagen,
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so 10- bis 12er-Bereich. Zum Beispiel die, ich habe jetzt leider die Autorin
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vergessen, das Buch heißt Regenbogentage.
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Und das ist auch so ein Buch, das ist einfach ganz wunderbar, weil es einfach so...
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Das überhaupt nicht als etwas Besonderes darstellt, dass sich eben auch ein
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Mädchen in ein Mädchen verlieben kann, sondern es ist einfach gegeben.
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Genau, und das sind ja die Geschichten, die auch wirklich dann total problemlos
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in einer Bibliothek stehen können,
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die aber vielleicht nicht den Weg ins Kinderzimmer finden würden oder ins Jugendzimmer,
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wenn sie es irgendwo kaufen müssten, weil die Eltern vielleicht eben nicht sicher
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sind oder es irgendwo in den Buchläden nicht gefunden wird oder eben vielleicht
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das Kind auch selber dann das einfach ausleiht, ohne dass es vorher klar ist, dass es queer ist.
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Und man darf eben auch nicht unterschätzen, das ist ja das Schöne an den Bibliotheken,
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um in die Bibliothek zu gehen, brauche ich nichts, außer mein Fortbewegungsmittel.
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Ob ich nun rolle oder gehe oder geschoben werde, das ist total egal.
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Jeder und jede darf kommen.
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Und jeder und jede darf die Medien in der Bibliothek konsumieren,
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solange wir offen sind, und ist nicht gezwungen, etwas mitzunehmen,
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ist auch nicht gezwungen, etwas zu konsumieren.
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Man darf sich, wenn man möchte, bei uns auch einfach hinsetzen und die Wand
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anstarren, wenn einem danach ist.
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Und das heißt, es darf auch nicht unterschätzt werden, dass es auch so Themen
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gibt. Ganz häufig hat es mit mentaler Gesundheit, mit Sexualität zu tun.
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Das sind ganz häufig Medien, die in der Bibliothek konsumiert werden,
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weil eine gewisse Scham besteht, die auszuleihen.
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Angst besteht, wenn ich die ausleihe und mein Partner, meine Eltern entdecken
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das und dann muss ich mich ungern angenehm Fragen stellen.
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Und das ist eben das Schöne, das ist ein Ort, wo alle hinkommen dürfen,
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alle willkommen sind und eben auch diese Medien konsumieren dürfen,
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ohne den Zwang, sie mitzunehmen, kaufen zu müssen und einfach sich informieren
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können, ohne irgendeine Barriere eigentlich.
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Also so ein bisschen ein safe space, könnte man sagen, oder safer space.
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Ja, also so stelle ich mir das eigentlich vor. Das ist eigentlich das, was ich mir erhoffe.
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Ich habe jetzt nun eben eher so ein bilettristisches Thema unter meinen Fittichen,
00:51:02
aber das ist trotzdem eben das, was ich mir erhoffe.
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Dass hoffentlich meine Leserinnen und Leser merken,
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dass ich mit dem, was ich ihnen anbiete, ihnen einen sicheren Ort geben will
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und dass alle Menschen einfach willkommen sind, sich hier in Davul zu fühlen. Super.
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Möchtest du noch irgendwas loswerden? Gibt es noch irgendwelche Schwierigkeiten,
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die du ansprechen möchtest oder irgendwelche Sachen, die dich umtreiben in Bezug
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auf deine Arbeit, die vielleicht noch nicht so bekannt sind,
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die du vielleicht irgendwie noch auch an die Leute rausgeben willst,
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zusätzlich zu dem, was du gerade gesagt hast, weil das war ja schon sehr toll.
00:51:37
Also ich sag mal, dann blase ich nochmal in das Horn, weil das mir einfach wichtig ist.
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Bibliotheken sind in den Städten die Orte, die niedrigschwellig,
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barrierefrei zugänglich sind, in denen kein Konsumzwang herrscht.
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Weil selbst wenn ich in ein Museum gehe und selbst wenn mich eventuell eine
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bestimmte Bescheinigung berechtigt, das Museum kostenfrei zu besuchen,
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dann wird ein bisschen skeptisch geguckt, wenn ich um 10 Uhr ins Museum gehe
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und um 18 Uhr immer noch da bin. Bei uns ist das ganz normal.
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Und das einfach allen, die irgendwas in Städten zu sagen haben,
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ans Herz lege, zu betrachten, also zu beachten, dass sie ganz, ganz famose Orte haben,
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die wie eigentlich keine Einrichtung für die Bürgerinnen und Bürger,
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egal welcher Demografie, welchen Hintergrund, offen stehen.
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Und damit einfach auch ein wichtiger Grundpfeiler für unsere Gesellschaft sind,
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weil man mit und durch die Bibliothek einfach alles mitkriegen kann.
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Es ist ein Ort, sich zu begegnen, man kann alleine sein, man kann sich bilden,
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man kann sich unterhalten.
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Das ist ein Grundpfeiler für unsere Gesellschaft einfach, oder?
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Genau, so sehe ich das auch.
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Also jeder ist willkommen, der oder die einfach zum Spaß lesen will.
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Es möchte sich jemand informieren, es hat jemand Fragen, wo vielleicht einfach
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in einem Buch die Antwort steht. Oder wir sind da, um auch zu helfen,
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das richtige Buch zu finden.
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Und ja, also das ist wieder ein ganz anderes Fass, Bibliotheken und Demokratiebildung.
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Aber das sehe ich auch mit eben drin, ja, dass wieder unsere Möglichkeiten sind.
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Super, vielen, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, mit mir zu sprechen.
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Ja, ich danke dir. Ja, gerne und viel Erfolg. Und jetzt hier an alle Comiczeichnerinnen
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da draußen, wenn ihr das hört, schickt doch einfach mal, geht mal auf die Website
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von der Bibliothek Erlangen einfach.
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Genau, einfach Stadtbibliothek Erlangen in eine Suchmaschine eurer Wahl eingeben.
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Der erste Treffer sind wahrscheinlich wir oder Stabi Erlangen auf Instagram.
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Genau, auf Instagram natürlich, klar. Und dann könnt ihr vielleicht auch einfach
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eine E-Mail schreiben oder einfach direkt eure Comics hinschicken,
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wenn ihr glaubt, die sollten hier gelesen werden. Ja, vielen Dank.
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Von dem Bühnenprogramm habe ich jetzt noch nicht so viel mitgekriegt gestern,
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da werde ich heute ein bisschen mehr machen, mir mehr anschauen.
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Da gibt es ein paar Vorträge und Panels, die mich interessieren,
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vor allem natürlich die politischen.
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Es gibt einen spannenden Vortrag über generative KI aus wissenschaftlicher Sicht.
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Wie das mit den Comics zusammenhängt.
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Und es gibt einen über die Aktion Eyes Out in Amerika, wo sich Comic-Artists
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und Cartoonists zusammenschließen, um politisch Widerstand zu leisten.
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Das werde ich mir heute am zweiten Tag anschauen, aber gestern habe ich mir
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nur ein, zwei kleinere Lesungen angeguckt.
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Die waren okay, klar, das muss man jetzt, also sind halt Lesungen,
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ist ein bisschen persönlich, dann muss man halt wissen, was einem Spaß macht.
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Das eine war so eine Selbsterfahrungsreise, der Anaconda-Pfad heißt es, irgendwo im Urwald.
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Und das andere war so ein bisschen ein Comedy-Comic.
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Klaus Eimer heißt er, glaube ich. Das war jetzt nicht so mein Humor,
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aber die Leute haben gelacht und das ist schon in Ordnung.
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Und genau, und dann abends gab es dann, gibt es halt dann immer die verschiedenen
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Möglichkeiten, was zu machen.
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Ich war nur ganz kurz am Umtrunk von Egmont, weil die ja irgendwie 80 Jahre
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Lucky Luke feiern und ich glaube 75 Jahre Mickey Mouse oder andersrum,
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ich weiß gar nicht so genau,
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auf jeden Fall wieder große Jubiläen dieses Jahr und das war auch ganz nett,
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aber da war jetzt nicht so viel Neues oder Spannendes für mich zu entdecken,
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ein bisschen Networking.
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Und dann könnte man natürlich zu irgendwelchen Partys oder sonst irgendwas gehen,
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aber ich habe mich zurückgezogen und habe mit Freunden, mit Freundinnen das
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mittlerweile schon traditionelle Magic-Spiel am Donnerstagabend von Erlangen gemacht.
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Das hat sich irgendwie etabliert, seit ich das erste Mal dabei war.
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Da hatten wir zufällig, haben wir einfach, wenn drinnen irgendwie Party war,
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sind wir draußen gesessen und haben im Biergarten Magic gespielt und das hat
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sich irgendwie so durchgesetzt.
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Das ist immer sehr launig und lauschig und nett und für den ersten Abend,
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glaube ich, auch ganz gut, damit man nicht zu spät ins Bett geht.
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Und jetzt freue ich mich auf den zweiten Tag.