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Hallo und herzlich Willkommen zu Yay Comics. Ich bin Carlos,
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Lara ist heute nicht dabei und in dieser Sendung habe ich die Zeichnerin Vanessa
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Drossel zu Gast, die mit ihren Comics über Blaulichtberufe ein recht spezielles
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Genre bespielt und die mir vor allem über ihre Zeichnungen aufgefallen ist.
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Sie recherchiert ganz viel und ihre Bilder sind sehr realistisch und detailreich.
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Da wollte ich doch mal wissen, was für ein Mensch steckt denn dahinter?
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Warum macht man sich diese Arbeit und warum überhaupt Comics über die Polizei und ähnliches?
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Mein Name ist Vanessa, ich bin Comiczeichnerin im Hobby und Nebenberuf,
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um es mal so zu formulieren.
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Eigentlich arbeite ich im öffentlichen Dienst, bin ehrenamtlich im Technischen
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Hilfswerk aktiv und wenn dann noch Zeit überbleibt, versuche ich,
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Illustrationen und Comics zu machen.
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Und das jetzt schon einige Jahre, ehrlich gesagt.
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Ich bin ja jetzt 38 schon und zeichne so seit der Schulzeit.
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Also viele sagen ja, sie haben schon immer gezeichnet und ich habe mal meine
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Mutter gefragt und sie so, naja, es fing erst so richtig an,
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als du in der Schule dann Zeichnen hattest, in der Grundschule.
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Und genau, dann hörte das aber seitdem auch nicht wieder auf.
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Hatte dann verschiedene Zeichenphasen bis dann so zu meiner Zeit der Orientierungsstufe,
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die gab es damals in Niedersachsen noch, das ist so fünfte, sechste Klasse,
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da kam ja dann so der Manga- und Anime-Hype in Deutschland auf und ja,
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dann ging es halt los mit Sailor Moon, Digimon und so weiter.
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Ich habe noch einen ganzen Riesenordner voll mit Fanarts, die ich damals gezeichnet
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habe, sehr sehr ancient dann,
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Und irgendwann kam dann halt der Wunsch, eigene Geschichten,
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eigene Figuren irgendwie zu zeichnen.
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Und manche von den Geschichten, an denen ich jetzt zeichne oder jetzt wieder
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zeichne, habe ich tatsächlich vor 20 Jahren schon oder vor über 20 Jahren schon
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angefangen, mir auszudenken. Ja, super.
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Sag mal, du hast gesagt, ihr hattet ein Fach Zeichnen in der Grundschule.
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Das war ein richtiges Schulfach oder was?
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Ja, also wir hatten ja Kunst auch. Achso, so in Kunst quasi so eigentlich.
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Genau, soweit ich mich recht entsinne, genau, so ganz normal.
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Das ist ja Kunstunterricht, wo man dann den Deckfarbkasten vergewaltigt, diese Dinge.
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Da habt ihr richtig gezeichnet auch, geil. Also an sowas kann ich mich gar nicht
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erinnern. Bei uns war irgendwie immer, weiß ich nicht, irgendwie ja genau,
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so aquarell vielleicht mal malen oder so, aber so richtig zeichnen kann ich
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mich gar nicht dran erinnern, dass es sowas bei uns gab.
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Ich glaube, das war dann auch eher später. Also ich glaube, da war das halt
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noch normal so grundschulmäßig halt mit den Deckfarben und wenn es geht,
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dann vielleicht auch mal irgendwie figürlich werden.
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Und so richtig, dass ich dann mal eine richtige Zeichnung gemacht habe,
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kann ich mich dann erst so ab der Orientierungsstufe auch erinnern.
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Und nachher auf dem Gymnasium ab Klasse 7, da fing das dann richtig an.
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Also da haben wir dann auch mal tatsächlich auch einen Comic damals gemacht in Klasse 7.
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Und dann kam natürlich auch dann, ich sag mal, der technische Aspekt mehr dazu
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mit irgendwie Perspektive und Farbe und wie das alles funktioniert und so weiter.
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Ah ja, cool. Und das war dann schon so zu der Zeit von dem Manga-Boom?
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Ja, genau. Das fing ja so Ende der 90er an. Ja. Und das war halt genau mein
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Übergang von der Grundschule auf die Orientierungsstufe.
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Und ja, das fiel dann genau in die Zeit, der Übergang von Diddl zu Manga.
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Oh je, die Diddl-Maus, ja.
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Kommt jetzt wieder dieses Jahr, ich habe ein bisschen Angst.
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Ja, das ist auch so ein Phänomen gewesen, diese Diddl-Maus, ne?
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Krass, die war ja überall. Ich hatte auch ganz viele Postkarten davon.
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Postkarten, Blöcke und was weiß ich nicht noch, was wir da alles gesammelt haben.
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Ich fand die aber auch cool gezeichnet. Also es war schon irgendwie gut,
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aber ich habe es jetzt auch echt lange mir nicht mehr angeguckt.
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Naja, wie gesagt, jetzt kommt das ja wieder. Ich finde es schon bewundernswert
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mit diesem einen Produkt, mit diesem einen Charakter, wobei also Diddl hatte
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ja am Ende auch jede Menge Freunde, da so einen Reibach von machen zu können.
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War schon beeindruckend. Und es war wirklich so ein deutsches Produkt auch, weißt du das?
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Ja genau, die Vertriebsfirma saß in Geestacht, gar nicht so weit weg von uns.
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Und wo der Thomas Gohletz tatsächlich lebte, weiß ich gar nicht,
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ob der auch aus der Gegend kam. So ein bisschen wie so eine deutsche Hello Kitty
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oder so, so eine richtige Marke einfach.
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Krass. Ja, schon wild. Das wünscht sich ja jeder Illustrator sowas dran. Oh ja, das wär's.
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Ja, und stattdessen hast du dann aber mit Comics angefangen,
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womit man ja auch sehr viel Geld verdienen kann.
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Ja, so viel, dass ich einen anderen Job habe, genau.
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Ja, was war denn da, war das so zu der Zeit, dass dann auch viele so in deiner
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Klasse auch Comics gezeichnet haben?
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Oder war das schon eher ein bisschen, warte mal, also wenn ich jetzt mal zurückdenke,
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da gab es dann irgendwie immer ein, zwei Leute, die dann auch selber gezeichnet haben.
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Aber wahrscheinlich war zu der Zeit von dem Anime-Boom, der war so ein bisschen
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nach meiner Zeit, da haben wahrscheinlich viele dann auch Mangas gelesen und so, ne?
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Naja, wobei, also, dass ich damit alleine war, wäre jetzt auch falsch,
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aber es war jetzt noch nicht so die Regel, also es wurde schon skeptisch beäugt,
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ne, und weil das schon noch, ja, diese Phase war so,
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ja, das ist ja alles nur diese großen Augen, das sieht alles gleich aus und
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ist das nicht eigentlich auch alles Pornografie?
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Darf man das überhaupt lesen? Ist das nicht Quatsch? Und das kam halt nicht
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nur von den Älteren oder von den Lehrkräften, sondern halt auch in der eigenen
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Klassenstufe war das nicht so verbreitet.
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Also es gab vielleicht noch ein paar, die dann auch irgendwie Pokémon-Karten
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vielleicht noch gesammelt haben.
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Und es gab auch einige, die gezeichnet haben oder sich irgendwie künstlerisch betätigt haben.
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Sonst hätten wir ja nachher auch keinen Kunstleistungskurs zusammenbekommen,
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Klammer auf. Man muss aber auch sagen, da waren dann auch wieder die Leute dabei,
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die irgendwie keine anderen Leistungskurse machen wollten.
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Aber was so wirklich Comiczeichnen und auch damals ja noch dann starke Manga-Stil
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angeht, war ich dann relativ alleine. Ah ja, okay.
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Und was hattest du dann da für
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ein Publikum für die Sachen, die du gemacht hast? Wem hast du das gezeigt?
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Na, ich habe es natürlich schon so in meiner Freundesgruppe rumgezeigt.
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Die fanden das dann natürlich auch immer irgendwie gut.
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Abgesehen von der einen Freundin, die mir mal ein Artbook schenkte von Kaori
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Yuki, glaube ich, und meinte, mach doch mal so, ist viel besser,
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nicht so, äh, nee, lass mal nee, aber sonst, das Gute war ja dass es schon das Internet gab und,
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die erste Anlaufstelle wurde dann tatsächlich auch Animax ich glaube,
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da hatte Caro Reich schon mal von erzählt,
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darüber habe ich dann witzigerweise auch wieder Leute gefunden aus meiner eigenen
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Gegend, aus meiner Stadt, also aus Lüneburg.
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Ach, witzig. Und mit denen haben wir dann auch irgendwann mal ein Treffen gemacht
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oder sind nach Hamburg gefahren, auf die CISA-E, hieß die damals,
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so eine Jugendzentrums-Convention.
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Aber alles halt sehr klein, sehr lokal. Und wichtiger wurde dann eigentlich
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der Austausch mit den Leuten von weiter weg, was dann dazu führte,
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dass das klassische Internetproblem kam.
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Ich habe diese Leute furchtbar gern, aber sie wohnen am Arsch der Welt.
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Aber war schon wichtig, weil ich glaube, ohne diese Online-Bühne,
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um es mal so zu formulieren,
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Hätte ich mich, glaube ich, auch nicht so weiterentwickelt. Ja,
00:08:13
Animax war ein Riesending einfach für junge ZeichnerInnen.
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Ja, wirklich. Das war wirklich wichtig. Da sind ja viele, die auch heute einfach noch aktiv sind.
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Wie gesagt, du hast ja Carolin Reich schon erwähnt oder andere.
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Melanie Schober, genau. Hatten da ihre erste Plattform.
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Und veröffentlichen teilweise ja immer noch da. Ah, okay. Nicht mehr unbedingt
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als Hauptplattform, aber irgendwie erhält man es dann doch noch. Ach, okay.
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Am Leben. Also ich lade meine Bilder tatsächlich auch und meine Comics,
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zumindest die Leseproben, auch
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immer noch da hoch, weil ich es irgendwie nicht sterben lassen möchte.
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Ist es noch aktiv da? Ja, ja, also es ist natürlich nicht mehr so riesig wie
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früher, weil es auch einfach mehr Alternativen gibt.
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Und jeder kann sich im Grunde für sein Fandom, für seine Sparte wahrscheinlich seine Seite suchen.
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Aber es gibt es immer noch. Okay, cool. Okay, dann switchen wir mal kurz um.
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Du hattest halt so deine künstlerischen Interessen und hast Comics gemacht,
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aber du hattest dann auch noch ein anderes Leben, nehme ich an,
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was dann auch später deine Comics
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stark beeinflusst hat, ist jetzt meine Interpretation.
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Liege ich da richtig? Ja, wobei das in der aktiven Form erst sehr,
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sehr viel später kam tatsächlich.
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Also es fing halt an mit so einer Blaulichtfaszination so im Jugendbereich.
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Weil man ja dann auch im Fernsehen, war ja dann in den 2000ern auch schon so
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die erste Hochphase der Blaulicht und vor allem Polizeireportagen auch.
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Sowas wie Toto und Harry war natürlich eher ein bisschen klischeebehaftet,
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aber das gab es ja dann auch noch als Ärger im Revier bei RTL 2 und was es da noch alles gab.
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Und ja, das war halt mehr so dieses Doku-Soapige, also nicht ganz so ernst,
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wie es heute zum Beispiel Nachtstreife ist oder Feuer und Flamme ist.
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Und ja, das hat bei mir dann das Interesse geweckt, zusammen mit Fernsehserien halt auch.
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Was für Serien? Deutsche Krimis, aber halt weniger so.
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Ja, auch. Aber tatsächlich vor allem eine Polizeiserie, die auf RTL damals lief,
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aber nicht RTL war, um es mal zu formulieren.
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Die war tatsächlich auch sehr authentisch für die Verhältnisse.
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Sie war bei den PolizistInnen recht angesehen, auch deswegen hat Fernsehpreise,
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bekommen und den Robert-Geisendörfer-Preis und was weiß ich nicht alles.
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Also für RTL tatsächlich voll verschenkt. Die hieß Abschnitt 40,
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spielte in Berlin und begleitete halt so den Alltag einer Schicht auf diesem Polizeiabschnitt.
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Und schwankte halt immer so zwischen den ganz großen, ernsten Themen und den,
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ich sag mal, Alltagsdingen und halt so diesen kuriosen Dingen,
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die passieren, dass jemand auf die Wache kommt und irgendein kurioses Anliegen
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dabei hat. Und das war einfach eine sehr...
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Sehr schöne Mischung, die mir gefallen hat.
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Aha, okay, hab ich noch nie von gehört. Nee, die ist auch relativ,
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also was das Publikumsfeedback und die Quoten angeht,
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spätestens glaube ich ab Staffel 3, 4 irgendwann untergegangen,
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weil sie von RTL halt auch echt versendet wurde am Schluss, weil sie nicht mehr
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ins Sendeschema oder in die Ausrichtung des Senders irgendwie passte.
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Eigentlich hätte man die besser beim ZDF als Double Feature mit KDD irgendwie,
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senden müssen, dann wäre sie wahrscheinlich ein bisschen besser angekommen.
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Am Ende war dann auch die Produktionsfirma pleite, das heißt,
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ich glaube, die rechte Lage ist ungeklärt, die gab es auch nie auf DVD bis auf
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Staffel 3, was natürlich sehr sinnhaft ist.
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Also ja, ich glaube, bei Apple kriegt man sie noch, ist so ein bisschen Lost
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Media wahrscheinlich, aber die hat tatsächlich so,
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den Look und Feel, den ich oft versuche irgendwie zu erreichen, geprägt. Ah, okay.
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Interessant. Ja, und wie gesagt, das selber aktiv werden im Blaulicht,
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das kam dann halt erst sehr viel später.
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Also es kam dann noch dazu ein Onkel von mir, der ist Berufsfeierwehrmann in
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Hamburg. Der hat da natürlich auch immer viel erzählt.
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Aha. Und das Problem, was ich selber halt immer hatte, ist, ich bin nicht die
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Größte, die Fitteste und die mit den besten Augen.
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Das heißt, so selbst zur Polizei zu gehen, schied halt von vornherein aus.
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Und was so ehrenamtliche Tätigkeiten anging, war ich halt sehr lange sehr unsicher,
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ob ich das machen könnte.
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Ich weiß nicht, ob ich zum Roten Kreuz hätte gehen können, ob ich überhaupt Blut sehen kann.
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Bei der Feuerwehr dachte ich mir so, du bist nicht die Person,
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die mit 25 Kilo Ausrüstung unter Atemschutz ins Feuer geht.
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Was kann ich denn überhaupt machen? Heute weiß ich natürlich,
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dass auch diese Organisationen sehr viele Ämter haben im Ehrenamt,
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wo man all das nicht braucht.
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Und es begab sich dann zu einer Zeit, dass ich mit meinem Studium fertig war.
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Ich habe ja ursprünglich Deutsch und Geschichte auf Lehramt für Gymnasien studiert,
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und mich dann aber entschieden, nicht zu praktizieren und suchte also erstmal eine Beschäftigung an.
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Und die Dame vom Jobcenter meinte, suchen Sie sich doch ein Ehrenamt.
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Das kommt gut in der Bewerbung. Und sie haben was um die Ohren.
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Und sie meinte wahrscheinlich, dass ich irgendwas in Richtung Kinderbetreuung,
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Hausaufgabenhilfe oder sowas machen sollte.
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Tatsächlich hatte ich dann aber einen Kumpel, den ich aus einem Polizeiautoforum
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kannte. Und der meinte, du, ich bin ehrenamtlich beim THW.
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Das kannst du auch. Und ich so, nee, ich habe mich da nicht gesehen,
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mit dem Trennschleifer irgendwelche Steinblöcke zu durchtrennen.
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Aber er so, doch, mach das, die bringen dir alles bei, was du brauchst und du
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musst hinterher auch nicht in die Bergungsgruppe gehen und große Dinge kaputt
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machen, du kannst da auch andere Sachen tun. Mhm.
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Naja, gesagt, getan. Hier in Kiel dann zum Ortsverband gefahren.
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Erstmal ein, zwei Grundausbildungsdienste mit angeguckt.
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Was machen die da? Könnte ich hinkriegen. Und dann bin ich im September 2013,
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also erst mit 25, hier in den Ortsverband eingetreten.
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Ich habe dann ein halbes Jahr lang meine Grundausbildung gemacht,
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Holz, Gestein, Metallbearbeitung, Arbeitslein, Leitern, all diese Themen,
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wie funktioniert eine Pumpe, wie gehe ich mit einem Scherespreizer um, all diese Sachen.
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Und bin dann aber hinterher in den
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Zugtrupp gegangen. Das ist so die Führungskomponente des Ortsverbandes.
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Das heißt, wir sind diejenigen, die den Zugführer, also den Entscheider unterstützen.
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Wir funken für den, wir machen die Einsatzdokumentation, wir führen die Lagekarte,
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wir führen irgendwelche Listen draußen im Auto unterwegs.
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Das ist dann so unsere Aufgabe und so kann ich da meinen Teil beitragen,
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kann coole Einsätze und Übungen mitmachen und sehen, was die anderen Leute da
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machen, die Lkw fahren, Kranen bedienen, schwere Geräte bedienen können,
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und habe dann trotzdem da meinen sinnvollen Anteil drin.
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Interessant. Ich wollte noch mal kurz bei so diesem Thema Krimi oder Polizeidokus und so bleiben.
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Das ist ja auch ein wahnsinnig großer Markt. Also es ist ja einfach,
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es gibt ja auch dieses ganze True-Crime-Ding und so weiter.
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Ist das eigentlich etwas, was dich dann auch interessiert? Ja,
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tatsächlich. Also es kommt immer ein bisschen drauf an.
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Weniger so dieses Amerikanische, was ja auch viel ist, sondern wirklich mehr
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Deutschland tatsächlich.
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Aktuell hauptsächlich in Form von Podcasts auch, ja.
00:16:03
Ja, das ist ja schon allein in der Machart schon oft ein Riesenunterschied.
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Also ich habe da durchaus auch eine gewisse Affinität dazu, finde aber ganz
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viele Sachen auch einfach ganz schlecht gemacht.
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Und gerade amerikanische Produktionen sind ja zum allergrößten Teil einfach,
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nicht zu ertragen, finde ich.
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Ja, es kann halt sehr grenzwertig sein und man muss bei diesem Thema ja auch wirklich aufpassen.
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Viele ziehen das ja auch auf wie eine Krimi-Erzählung, als wäre es das neueste,
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Krimi-Hörspiel in der ARD-Sounds-App.
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Aber man muss ja immer sehen, dass da echte Leute und echte Fälle irgendwie
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dahinter stecken. Ich merke das bei mir immer.
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Es gibt aus meiner Heimat einen relativ prominenten Kriminalfall, der Gördemörder.
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Und immer, wenn der wieder durch die Medien geht, dann kann ich mir das im ersten
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Moment eigentlich nicht geben, weil ich dann denke, ach nee, das ist mir dann...
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Irgendwie doch zu abgefahren, zu dicht, weiß ich nicht.
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Dann bin ich dann eher so bei so Sachen wie, weiß ich nicht,
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Gerichtszeit 237 vom NDR, das ist eine Hamburger Produktion,
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wo die Gerichtsreporterin mit einer Kollegin zusammen über Prozesse berichtet
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und wie die Fälle davor waren und wie dann die Gerichtsentscheidungen waren
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und wie das da vor Ort funktioniert.
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Also ein bisschen distanzierter. Natürlich auch mit einer eigenen Meinung oder
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einer eigenen Einschätzung.
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Aber es wird halt auch ganz viel erklärt. Und das ist dann eher was.
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Und das sind dann auch so Formate, wo ich denke, okay, da kann ich für meine
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Geschichten vielleicht auch noch was draus mitnehmen.
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Ja, also wenn es eher so trockener, beamtenhafter erzählt wird.
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Ja, also wirklich trocken ist es jetzt nicht. Aber es ist jetzt halt nicht so
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dieses dramatisch Emotionale.
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Das ist es halt nicht. Jaja, ok. Was hast du da für eine Erklärung dafür,
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dass das so viele Leute interessiert?
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Gute Frage, ehrlich gesagt. Naja, zum einen ist es natürlich die Gewissheit,
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man kann sich das anhören und es ist einem selber nicht passiert und es wird
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einem mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht passieren.
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Das heißt, es ist so eine Art sicherer Grusel.
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Und zum anderen habe ich jetzt tatsächlich gehört, dass vor allem Frauen sich
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mit sowas beschäftigen, um vorbereitet zu sein, was ich relativ gruselig auch finde.
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Aber ich glaube schon, dass da auch was Wahres dran sein kann.
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Aber ich glaube, es ist auch einfach diese allgemeine Faszination am Abseitigen,
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sag ich mal. Nicht unbedingt am Bösen, weil nicht immer steckt ja auch was Böses
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oder das reine Böse irgendwie dahinter.
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Aber es ist halt im Grunde wie ein Horrorfilm auch.
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Ja, ich will das auch gar nicht so wahnsinnig verteidigen. Ich finde auch dieses
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ganze Genre sehr fragwürdig, auch wenn ich es halt teilweise selber interessant finde.
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Allerdings hört man ja auch oft dann von Kritikern, dass das so sehr stark eine
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Sensationslust befriedigt oder so.
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Oder wie Leute, die bei Unfällen zuschauen oder so eine Geschichte.
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Ich habe so ein bisschen da aber die Theorie, dass das gar nicht unbedingt so der Hauptfaktor ist.
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Also wenn ich jetzt nur von mir ausgehe, dann ist das eigentlich gar kein Faktor.
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Also ich habe überhaupt keinen Spaß daran, irgendwie Leute zu sehen,
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denen es irgendwie schlecht geht oder denen was Schlimmes passiert oder so.
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Aber da sind halt so viele andere Themen noch mit drin. Ja. Und da finde ich
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das manchmal so ein bisschen kurz, ein bisschen kurz geurteilt,
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wenn man es so darauf reduziert.
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Aber wie gesagt, ich würde es auch nicht zu sehr verteidigen.
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Ich finde auch wirklich einen großen Teil der Formate, die es gibt,
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auch einfach komplett unnötig und müsste man irgendwie anders machen, wenn überhaupt.
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Ja, also ich sehe es halt ein bisschen inzwischen auch als Recherche,
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gerade wenn es dann zu Orten oder Zeiten passt, die ich in meinen Comics auch drin habe.
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Das heißt, ich kann dann nochmal meine Sachen, die ich gemacht habe oder die
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ich gerade schreibe oder entwerfe oder wie auch immer ein bisschen damit abgleichen,
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kann dann vielleicht noch ein paar zeitgenössische Elemente dann mit einbauen,
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und nebenbei noch ein bisschen unterhalten.
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Weil wenn man irgendwie dann wochenlang am Comic-Seiten-Tuschen ist,
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dann braucht man auch irgendwas auf die Ohren.
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Genau, das geht ja super zusammen. Deswegen sind Podcasts auch so beliebt bei
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Comic-Zeichnern und Menschen.
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Definitiv. Ja, dann erzähl uns doch mal, was machst du denn jetzt eigentlich?
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Also bei was für Comics bist du angekommen? Dein letztes großes Release war Grundkurs Mord.
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Erzähl uns doch mal, was das war. Genau, Grundkurs Mord ist dieses Jahr nochmal
00:20:59
bei Gringo Comics erschienen.
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Dazu muss man sagen, dass die Geschichte schon wesentlich älter ist tatsächlich.
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Die habe ich damals angefangen zu zeichnen, als ich im Studium war.
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Und zwar hatten meine Mitwohnerin und ich damals überlegt, ich hatte meine letzte
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Geschichte gerade abgeschlossen, an der ich sechs Jahre lang neben der Schule
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gezeichnet hatte, fertig, was man denn als nächstes machen könnte.
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Und wir haben uns dann überlegt, ja, lass doch irgendwie einen Handlungsort
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nehmen, wo wir uns beide auskennen.
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Und deswegen haben wir dann unsere eigene Uni als Handlungsort genommen.
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Und ja, das führte dann dazu, dass auf Seite 5 irgendwie ein Professor stirbt
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und dann, absolut fiktiv, dann Ermittlungen in Gang gesetzt werden.
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Und ja, wir begleiten halt die Polizei beim Lösen dieses Falls,
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wobei die Besonderheit ist, dass ich nach der vorherigen Geschichte,
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wo es eigentlich nur um die Kriminalpolizei ging,
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gerne mal wieder mehr uniformierte PolizistInnen drin haben wollte,
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weil da muss ich mir nicht neue Klamotten jedes Mal ausdenken für die.
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Die haben dann einfach Uniformen an.
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Und deswegen ist die Besonderheit, dass ein großer Teil der Ermittlungen,
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oder dass wir halt nicht die Kriminalpolizei hauptsächlich begleiten in dieser
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Geschichte, sondern zwei Beamten oder eine Beamtin und einen Beamten vom ersten
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Kieler Polizeirevier hier in der Düppelstraße.
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Und die nebenbei auch noch was miteinander haben, was auch noch ein bisschen
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problematisch ist und was so ein bisschen zu Unfrieden auf der Dienststelle führt.
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Und ja, die beiden Bände sind eigentlich 2014 und 2018 damals bei Buddelfisch
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erschienen. Das war ja der, oder ist der kleine Verlag vom Sebastian Kempke.
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Und waren dann halt irgendwann auch vergriffen, weil wir sie nicht wieder aufgelegt haben.
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Dann war ich ja bei Zwerchfell mit Elbe, dem THW-Comic und mit einem Beitrag zu Die Toten.
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Naja, und dann ging es ja mit Zwerchfell, den Gang, den wir alle kennen.
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Das heißt, ich musste mir dann wieder einen neuen Verlag suchen,
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obwohl ich gerade für Zwerchfell noch einen anderen Comic fertig gezeichnet hatte.
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Und ja, Holger Bommer von Gringo war dann so freundlich, mich aufzunehmen.
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Und dann haben wir gesagt, als erstes Release bringen wir den Grundkurs wieder
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raus in einem Band statt in zweien.
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Und dann geht es ab Herbst mit neuen Sachen dann weiter.
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Was hattest du da noch für Zwerchfell gemacht, was dann nicht rausgekommen ist?
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Das wird tatsächlich dann im September erscheinen, das heißt Geister.
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Und ist ein 220 Seiten Comic darüber, wie es wäre, wenn es den Templerorden
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in der heutigen Zeit immer noch gäbe.
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Und zwar als eine Art Spezialeinheit des Vatikans, wobei es so um 2011, 2012 spielt.
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Und das ist tatsächlich so der einzige Ausreißer, der nicht direkt mit Blaulicht
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bei mir zu tun hat, aber trotzdem natürlich viele Elemente daraus enthält.
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Wie funktioniert eine geschlossene Einheit?
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Wie funktionieren Einsatztaktiken? Wie funktionieren Hierarchien in solchen
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Organisationen? Das sind natürlich Sachen, die man da genauso dann anwenden kann.
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Und auch das ist tatsächlich eine von den Geschichten, wo ich mir die allererste
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Figur dazu schon 2004 ausgedacht hatte. Wow.
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Und hattest du… Das hat sehr lange gereift. Und hattest du da für Zwerchfell
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auch schon gezeichnet daran? Ja, das Ding war komplett fertig.
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Ach, das war schon fertig? Wow.
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Das war komplett fertig von meiner Seite aus und war eigentlich geplant.
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Jetzt muss ich kurz rechnen, schon 2022 zu Erlangen eigentlich zu erscheinen.
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Und dann war ja kurz vor Erlangen oder ein paar Monate vor Erlangen war ja dann Schluss.
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Oder war es 2022 oder 2024? Ich weiß gar nicht mehr. Auf jeden Fall war es irgendwie
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fürs nächste Erlangen gedacht. Und dann kam der Tagesspiegelartikel,
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nee, wir machen nicht weiter.
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Und dann stand ich dann erst mal da.
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Nee, es war 2024, genau. Dann hatte mir Stefan Dinter dankenswerterweise dann fünf Probeexemplare.
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Gedruckt, die dann auch schon grob gelettert waren, mit denen ich dann in Erlangen 24 losziehen konnte,
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um Verlage zu besuchen, um mehr Neuen zu suchen.
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Und ja, bin dann halt dankenswerterweise bei Gringo dann gelandet.
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Und du warst aber auch schon bei anderen Verlagen davor und hast dich da mal vorgestellt?
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Ja, Gringo war tatsächlich meine zweite Station und da hat es dann auch gleich funktioniert.
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Eins habe ich nach dem Steffen Schwarz von Carlsen untergejubelt,
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wobei der wahrscheinlich gar nicht mehr weiß, dass er mir mal,
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ich glaube 2005, einen Brief geschrieben hat, ob ich nicht zu Carlsen kommen wollte.
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Wahrscheinlich möchte er sich auch daran nicht mehr erinnern.
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Ja, ich hatte damals irgendwie den fünften Platz bei diesem Manga-Magie-Wettbewerb
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in Köln gemacht und mit so einer Geschichte über den Selbstmord von Heinrich Himmler,
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weil das in meiner Heimat passiert ist, in Lüneburg damals oder in der Nähe
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zumindest und das war so ein Fünfseiter halt,
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aus heutiger Sicht auch nicht mehr wirklich schön.
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Aber ich weiß gar nicht, ob ich ihm je geantwortet hatte, weil ich halt noch
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in der Oberstufe war und von Tuten und Blasen keine Ahnung hatte.
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Also von daher habe ich gedacht, aus Gag jubel ich ihm nochmal eins unter.
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Ne, also viel weiter war ich tatsächlich nicht. Die Frage wäre auch,
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wo ich wirklich mit so einer Geschichte, also wie den Templern und halt auch
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meinem anderen Portfolio, um es mal azi fazi zu sagen, wirklich hätte hingehen können.
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Das ist ja nun auch nichts, was jetzt, ich sag mal, ein großes Publikum verspricht.
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Das habe ich mich gefragt ehrlich gesagt also weil ich meine der tatort ist
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eine relativ beliebte fernsehsendung,
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da könnte man ja denken dass ein comic wie grundkurs mord dann auch ganz gut
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laufen könnte ja ist halt die frage,
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ich meine comic ist eine nische und das ist ja dann noch mal so eine nische
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in der nische weil es ist ja jetzt nicht so ein franco-belgisches action ding,
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also ich Ich weiß gar nicht,
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wie groß die Schnittmenge von deutscher Krimi-Freunden und Comic-Freunden wirklich ist.
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Das ist halt die Frage. Und ich meine, gut, bei Buddelfisch,
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wir hatten nur eine kleine Auflage. Wir haben nur direkt und auf Messen damals verkauft.
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Wir hatten keinen Vertrieb und nix.
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Ich denke mal, jetzt mit der Neuauflage kommt da wahrscheinlich sogar ein bisschen mehr rum.
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Wobei ich tatsächlich keine Zahlen habe aktuell.
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Ob und wie es läuft oder nicht. Also in Erlangen habe ich halt gemerkt, dass das,
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durchaus gut ging. Also ich hatte Signierstunden und es kamen auch wirklich Leute.
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Das ist eine Erfahrung, die ich vorher noch nicht so hatte.
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Also als ich dann bei Zwerchfell war das eine Jahr und da mit Elbepegel dann
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saß, also mit dem THW-Comic, da kam zu der Signierstunde keiner.
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Das Einzige, was ich dann von dieser Signierstunde mitgenommen habe,
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war Corona von Jeff Chee, glaube ich.
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Der neben mir stand. Die ganze Stunde. Na, immerhin etwas. Ja, genau.
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Also von daher denke ich schon, dass es Leute gibt, aber es wird jetzt halt nicht die Masse sein.
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Ich meine, die Verkaufszahlen von Elbe, die können wir sowieso niemals erreichen
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oder die Absatzzahlen, aber das liegt halt an der THW-Kooperation, die wir damals hatten.
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Sonst wären da auch keine mehr als 10.000 Exemplare irgendwie von weggegangen.
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Okay, du hast jetzt gerade schon auch erzählt von Geister, was jetzt im September nochmal erscheint,
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was jetzt zum ersten Mal im September erscheint endlich und du hast es gerade
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schon so als Ausreißer bezeichnet.
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Heißt es denn also weil es ist halt irgendwie so eine templar orden geschichte irgendwie,
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klingt auf jeden fall nach was ganz anderem als was du sonst so gemacht hast,
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heißt das denn dass du dich schon eher sehr deutlich so in diesen blaulicht
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themen siehst und dahin auch dann wieder zurückkehren wirst oder ist jetzt geister
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vielleicht ein erster schritt auch zu anderen themen.
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Ein ganz klares Jein, sag ich mal.
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Die Templer-Geschichte ist halt vor über 20 Jahren aus so einer einzelnen Inspiration
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heraus entstanden, weil es ein Buch und einen Film gab mit einem,
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na ähnliches Szenario war es gar nicht.
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Also im Grunde auch nur die gleiche Grundannahme, dass es Templer heute noch
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gibt und was sie wohl tun könnten,
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aber in eine ganz andere Richtung, woraus ich dann abgeleitet habe als historisch
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interessierter Mensch, also ich habe ja auch nicht umsonst nachher Geschichte
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studiert, dass ich auch gerne mal was über die Templer machen würde.
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Da ich aber sehr recherchebewusst bin, habe ich halt gesagt,
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nee, so im Mittelalter spielen, die Geschichte kriegst du nicht hin,
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weil du dir nie 100% sicher sein könntest, so hat das wirklich ausgesehen,
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so hast du es richtig gemacht.
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Und deswegen habe ich halt gesagt, okay, versuche ich den einfacheren Weg zu
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wählen, diese Geschichte in die Jetzt-Zeit oder in die Neuzeit zu verlegen,
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was aber dann auch wieder dazu führte, dass ich 20 Rechercheordner und einen
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riesen Stapel Bücher hier liegen hatte.
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Also hat in dem Sinne nicht wirklich geholfen. Aber wie gesagt,
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es sind ja trotzdem viele Elemente drin, es ist ein bisschen Krimi drin,
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es ist ein bisschen vom Arbeitsethos und von den Methoden einiges drin,
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und die Geschichte, an der ich jetzt gerade arbeite, die dann hoffentlich übernächstes
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Jahr vielleicht fertig ist.
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Das ist wieder ein Krimi. Ah ja, okay, gut. Also es geht wieder zurück.
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Und was danach kommt, ehrlich gesagt, noch überhaupt keine Ahnung. Ja, okay.
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Gut, du hast es jetzt gerade schon angesprochen. Du bist sehr recherchefreudig.
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Ich glaube, du hast selbst auf deiner Seite oder irgendwo von akribischen Recherchen
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gesprochen, die du immer machst.
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Und man sieht es ja auch. Also das ist halt auch sicherlich ein Hauptgrund,
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warum ich dich eingeladen habe, weil deine, ja, man sieht sofort,
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dass da ganz viel Interesse fürs Detail drin steckt.
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Warum ist dir das so wichtig? Also bei dir sind ja Gebäude, Autos und solche
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Dinge, Uniformen, das ist ja alles wirklich sehr, sehr realistisch und detailreich gezeichnet.
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Was ist der Grund dafür? Warum ist dir das so wichtig? Ich glaube,
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mit dran schuld sind tatsächlich die schon viel besprochenen Fernsehkrimis, weil,
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du da ja ganz oft den Fall hast, dass sehr, sehr, sehr viel der Dramaturgie
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untergeordnet wird, was so die Arbeitsweisen der FernsehpolizistInnen angeht.
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Und die Ausstattung ist dann auch eher so, also kann man manchmal froh sein,
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wenn das richtige Landeswappen an der Uniform angeklettet ist,
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und da habe ich für mich so ein bisschen selber die Herausforderung,
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die unnötige Herausforderung geschaffen, es muss doch möglich sein,
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einen Kriminalfall spannend zu erzählen und es trotzdem,
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zu versuchen, es so authentisch wie möglich zu machen. Mhm.
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Natürlich ist es immer so, dass man dieses Spannungsverhältnis hat zwischen
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Dramaturgie und Authentizität im Erzählen.
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Also da habe ich damals mit dem örtlichen Revierleiter hier auch drüber gesprochen,
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der dann meinte, ja, das ist dieses Spannungsfeld, was du begehen musst und
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manchmal musst du die Entscheidung zugunsten der Dramaturgie und gegen die authentische
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Ermittlungsmethode treffen.
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Das ist dann auch okay, aber ich würde halt trotzdem versuchen.
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Es anders zu machen oder immer, wenn ich bewusst davon abweiche,
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irgendwie aus der Geschichte heraus eine Erläuterung zu finden oder klar zu
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machen, nein, das ist nicht der richtige Weg.
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Weil wir auch ganz oft dann erleben, dass Leute im, also dass das polizeiliche
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Gegenüber dann sagt, ja beim Fernsehen habe ich das so gesehen.
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Ja, ist aber nicht die Realität.
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Dem möchte ich auch so ein bisschen begegnen. Und ich habe auch schon versucht,
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immer mal wieder irgendwie es schlichter zu machen, auch in der Koloration.
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Aber es fühlte sich auch irgendwie nicht richtig an.
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Weiß ich nicht. und ich habe halt auch immer wieder die Erfahrung gemacht,
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gerade auch mit dem, also nicht nur mit dem THW-Comic, dann natürlich ganz besonders,
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weil dann die eigenen Kameradinnen und Kameraden auch zu mir gekommen sind oder
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mir geschrieben haben, aber halt auch,
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bei der Polizei Kiel,
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dass dann Leute sagten, das sieht genauso aus wie es bei uns ist,
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das finden wir toll oder Leute, die sagen, ja, das ist Kiel,
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so sieht das aus, ich habe die Ecke wiedererkannt, da komme ich auch immer vorbei,
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und das ist dann auch einfach ein sehr cooles Feedback, ehrlich gesagt.
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Ja, okay. Könntest du dir nicht vorstellen, auch richtige Dokumentationen oder
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Reportagen zu machen, die so richtig nah dann auch inhaltlich an der Realität
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dran sind? Warum machst du eigentlich Fiktion dann?
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Ich glaube, ich brauche einfach diesen Korridor, um es mal so zu formulieren.
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Also ich finde Leute super faszinierend, die sich für ihre Geschichten,
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egal ob es ein Comic oder ein anderes medium,
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eigene welten eigene magie systeme eigene kleidung mineralien was auch immer
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aus denken können das finde ich großartig und ich genieße es auch diese sachen zu lesen,
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ich selber könnte das nicht glaube ich ich brauche diesen diesen rahmen und oder halt so mindestens,
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einen Fuß in der Realität, einen Realitätsbezug, an dem ich mich irgendwie festhalten kann.
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Das ist ja so wie in der Templer-Geschichte.
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Es ist absolut Quatsch, dass es die heute noch gibt.
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Das ist eine Verschwörungstheorie. Und es gibt maximal irgendwelche Organisationen,
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die behaupten, sie würden auf die Original-Templer zurückgehen und machen dann
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irgendwelchen Quatsch damit.
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Aber das ist ja eine völlig fiktive Annahme, diese ganze Konstruktion,
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das gibt es ja alles nicht.
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Aber es hat halt diesen Standfuß in der Realität, wenn es sie gäbe,
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dann könnte es so sein, dann könnte es so sein, dann könnte es so sein,
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weil andere Einheiten arbeiten, so arbeiten, so arbeiten, so.
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Für mich ist das irgendwie notwendig, diese Anhaltspunkte zu haben.
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Und in diesem Korridor kann ich mich aber gleichzeitig frei bewegen.
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Also ich kann entscheiden, was meine Figuren machen und was nicht.
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Ich kann entscheiden, was jetzt passiert und wann nicht.
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Und wenn ich jetzt halt sage, ich mache was komplett dokumentarisch,
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also nehmen wir an, ich würde jetzt die Geschichte des Gördemörders bei uns,
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als Comic nacherzählen wollen.
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Dann würde ich ja in all diesen Unterlagen, Dokumentationen,
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Medien, die es dazu gibt, auch immer auf Lücken stoßen, die ich dann füllen müsste.
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Weil es immer irgendwas gibt, wo wir nicht wissen, was hat die Frau,
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bevor sie umgebracht hat, wirklich zu ihm gesagt als letztes.
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Das sind ja dann auch immer Lücken, die ich mit nachvollziehbarer Fiktion dann
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füllen müsste. Oder ich müsste es komplett weglassen, was wahrscheinlich auch komisch käme dann.
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Und so bin ich dann, wenn ich sage, ich nehme mir das realistische Setting, ich nehme mir.
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Die, ich sag mal, realistischen oder authentischen Arbeitsvorgaben und werfe
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das dann aber mit meinen Charakteren und mit meinem Szenario zusammen,
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dass ich dann so eine Mischung habe zwischen,
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kreativer Freiheit und den Eckpfeilern, an denen ich mich orientieren kann.
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Ist das irgendwie verständlich? Ja, doch, absolut. Und wie machst du das so
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praktisch? Also arbeitest du dann viel mit Fotoreferenzen?
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Ich finde, teilweise wirkt es bei dir schon, als ob du da mit 3D-Modellen oder
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so arbeiten würdest. Wie machst du das technisch praktisch?
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Kommt tatsächlich darauf an. Also bei Örtlichkeit natürlich ganz viel Fotografien.
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Gerade bei der Kiel-Geschichte bin ich dann natürlich einfach selber losgezogen und habe Fotos gemacht.
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Gerade draußen ist das ja überhaupt kein Problem. Für die Dienststellen habe
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ich dann natürlich Anfragen gestellt, ob ich das darf und habe dann auch Fototermine,
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in den Dienststellen verabredet, habe Interviews dort geführt.
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Waren die da offen für sowas? Also das ist ja jetzt inzwischen über zehn Jahre
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her. Also in Kiel waren sie damals offen.
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Ich musste halt immer sehr erklären, wofür ich das mache und sagte,
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nein, das wird kein Comic. Der sagt, die Polizei ist scheiße,
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macht euch keine Sorgen.
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Und je länger ich das jetzt mache, desto mehr Referenzen habe ich natürlich
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auch. Also ich kann jetzt sagen, hier, ich habe schon diese Comics gemacht, guckt die mal an.
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Und ich kann auch sagen, hier, ich arbeite selbst in einer Bundesbehörde.
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Ich bin irgendwie vertrauenswürdig. Aber ich merke schon, dass sich die Sicherheitslage verändert hat.
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Ich arbeite ja jetzt an einer Berlingeschichte. Und da war es dann schon ein,
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bisschen schwieriger, in die Dienststellen zu kommen.
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Also es hat ein paar mehr E-Mail-Schleifen und Telefonschleifen gebraucht teilweise.
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Aber am Ende hat es dann auch funktioniert, dass ich dann in dem Polizeiabschnitt
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fotografieren konnte, wo ein Teil der Charaktere arbeitet.
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Das Einzige, wo ich nicht reingekommen bin, ist das Landeskriminalamt.
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Wo die Mordermittler sitzen.
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Aber da gibt es ja inzwischen auch genug Fernsehdokumentationen,
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Zeitungsberichte, die man sich dann auch zunutze machen kann.
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Also da sind wir auch wieder bei Fernsehdokus, Reportagen, Podcasts,
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das sind dann alles Sachen, wo ich dann auch Informationen draus ziehen kann,
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und ja, was Fahrzeuge und sowas angeht,
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tatsächlich auch viel Fotos, aber auch so als Grundlage zumindest 3D-Modelle.
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Wenn es die gibt, ich brauche ja manchmal sehr spezielle Modelle,
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da ist dann die Frage, ob es das gibt.
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Ich habe auch schon Parkplatzfotos mit Modellautos gemacht. Also ich habe ja
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auch eine Modellautosammlung mit Einsatzfahrzeugen und Nicht-Einsatzfahrzeugen.
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Im Zweifel muss ich die einfach mal irgendwo hinstellen und aus der richtigen,
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Perspektive fotografieren.
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Und was Uniformen und so weiter angeht, da habe ich tatsächlich inzwischen eine
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gewisse Sammlung auch hier zu Hause und kann dann nachgucken.
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Wo der Knopf sitzt und wie die Beschriftung ist und wo die Naht ist und so weiter.
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Okay, gut. Ja, eine Frage will ich mal noch ansprechen.
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Jetzt sind ja deine Geschichten immer sehr, sehr stark aus der Perspektive der,
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also ich rede jetzt mal zumindest von Grundkursmord, ist ja schon sehr stark
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natürlich aus der Perspektive der Polizei.
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Das könnte man ja dann auch für Polizeipropaganda halten. Es gibt ja durchaus
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auch einige Themen, die man auch kritisch erzählen könnte über diese Behörde. Ja, definitiv.
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Ich habe selber auch schon meine schlechten Erfahrungen mit der Polizei gemacht, so ist nicht.
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Das war für mich aber nie Anlass, die Organisation an sich in Frage zu stellen,
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wie es andere tun und aus ihrer Sicht auch zu Recht wahrscheinlich tun.
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Aber ich sag mal so, meine Polizistinnen und Polizisten haben ja den Luxus,
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in Anführungsstrichen, fiktiv zu sein.
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Sie leben in einer skandalfreien Welt. Nein, skandalfrei nicht,
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aber sie selber sind es zumindest.
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Sie sind auch nicht alle rein weiß. sie haben auch ihre Schattenseiten,
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sie sind auch manchmal Arschlöcher einfach.
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Und ich bin glaube ich dann auch nicht die richtige Person, um irgendwie jetzt
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ein Comic über Polizeigewalt zu machen.
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Das müssen die Leute machen, die da auch wirklich die Ader dafür haben.
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Aber es muss genauso thematisiert werden und unbestritten. Ich glaube,
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gerade jetzt laufen wieder in verschiedenen Bundesländern mehrere Prozesse gegen
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PolizistInnen, die sich in irgendeiner Form Fehlverhalten haben.
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G20 war gerade wieder ein Thema, Drogenmissbrauch war Thema.
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Das sind Sachen, die besprochen werden müssen und die im Rechtsstaat geklärt werden müssen.
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Dafür gibt es Prävention und dafür gibt es Ermittlungen und Bestrafungen, auch für diese Leute.
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So nicht anders muss das laufen. Ja, aber es ist halt, glaube ich,
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nicht die Facette, zumindest jetzt nicht,
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die ich dann bespielen würde, weil ich dann eher so versuche,
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den positiven Punkt zu ziehen und zu zeigen, ja, es geht auch besser.
00:42:52
Oder es gibt auch all diese Beamtinnen und Beamten da draußen,
00:42:55
die ihren Job gut machen oder versuchen, so gut zu machen, wie es unter den
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Umständen geht, von denen wir aber halt selten was mitkriegen. Mhm.
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Okay, gut. Dann kommen wir jetzt noch zu unserer neuen Rubrik.
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Wir wollen jetzt in jeder Sendung mal so ein paar aktuelle Lieblingssachen abfragen.
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Einfach so ein bisschen als Empfehlung auch für die Leute draußen.
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Und da haben wir uns so fünf Sachen überlegt und das sind einmal ein aktuelles Comic.
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Also es muss nichts Aktuelles sein, es kann auch was Alters sein,
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aber einfach was bei dir gerade, bei unserem Gast dann eben gerade aktuell irgendwie ein Top ist.
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Also da haben wir als unterschiedliche Themen Comic, Film, Serie,
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Musik, eine Internetsache wie Podcast, YouTube, irgendwas im Social-Media-Bereich.
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Und essen und die würde ich jetzt einfach mal knallhart nacheinander einfach
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abfragen und du musst auch gar nicht so wahnsinnig viel dazu erzählen kannst
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vielleicht zu jedem ein zwei sätze sagen oder so wenn du willst,
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und wenn dir denn jetzt irgendwas nichts hast ist auch nicht schlimm hast du ein comic,
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ja tatsächlich zwei zwei laufende serien einmal.
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Folge den wolken nach nord nordwest von aki iri also ein manga spielt aber witzigerweise
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in island und zumindest den größeren Teil.
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Und die Zeichnung finde ich einfach super beeindruckend von der isländischen Landschaft.
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Und es fängt halt auch als Krimi an, hat aber auch so Mystery-Elemente.
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Also wenn der Hauptcharakter ein Auto anfasst, die übrigens auch fantastisch
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gezeichnet sind, dann kann er gucken, wo das Auto zuletzt war und solche Geschichten.
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Und zuerst ist er eher so privatdetektiv mäßig unterwegs und später muss er
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dann irgendwie das Verschwinden seines eigenen Bruders aufklären.
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Und da sind wir jetzt glaube ich irgendwie bei 6, 7, 8 Bänden oder so genau
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das fand ich super schön und man lernt auf der Rückseite des Buches auch immer
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ein bisschen isländisch das ist auch sehr cool.
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Und ja, da steht immer so Vokabeln und Bilder drauf und das ist wirklich wunderhübsch
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gestaltet auch. Also Buchgestaltung toll. Wo erscheint das? Sag am besten nochmal
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den Titel und den Verlag nochmal. Genau, Folge den Wolken nach Nord-Nordwest
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erschienen bei Carlsen.
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Super. Und du hast noch eins, hast du gesagt? Genau, ich glaube das,
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was gerade auch sehr, sehr viele Manga-Leser haben, Witch Hat Atelier,
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was ja auch einfach großartig gezeichnet ist.
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Ich habe es jetzt noch nicht geschafft, den Anime zu gucken,
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weil ich keine Streaming-Dienste abonniert habe.
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Aber der Manga an sich ist von der Gestaltung, vom Zeichnerischen,
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vom Paneling einfach großartig. Da kann man sich noch einiges abgucken.
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Super. Dann ein Film oder eine Serie? Ja, da sind wir wieder an dem Punkt.
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Ich gucke tatsächlich gerade gar nicht so viele Serien, weil ich ja gerade am
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Tuschen bin und hauptsächlich Sachen höre.
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Aber ich habe trotzdem einen Film dabei, weil ich den zuletzt nochmal geguckt
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habe. Und zwar heißt er Heimatland.
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Klingt erst mal ein bisschen seltsam, aber es wird noch seltsamer,
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wenn man sagt, es ist ein Schweizer Katastrophenfilm.
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Und zwar ist es ein Episodenfilm aus dem Jahr, ich glaube, 2015,
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wo zehn damals junge Schweizer FilmemacherInnen die Schweiz untergehen lassen.
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Also es braut sich ein großer Sturm über der Schweiz zusammen.
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Und sie beobachten dann in diesen Episoden, wie die Gesellschaft darauf reagiert,
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was ich als Einsatzkraft im Katastrophenschutz natürlich sehr spannend fand.
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Da haben wir dann den Supermarktbetreiber, der dann mit panischen Leuten konfrontiert
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ist, die Polizei, eine große Versicherungsgesellschaft, die sich schon überlegt,
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wie sie damit umgehen sollen.
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Also das ist wirklich ganz spannend gemacht.
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Netter, kleiner Episodenfilm. so ein Film. Wo kann man den gerade gucken,
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weißt du das? Das weiß ich nicht, ich habe tatsächlich die DVD hier.
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Ich weiß nicht, ob der im Streaming tatsächlich erhältlich ist.
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Heimatland hieß der. Genau, es war schon ein bisschen schwierig,
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die DVD aus der Schweiz irgendwie zu kriegen. Ah ja, okay, alles klar.
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Gut, ja super, ich finde das schön, ich mag auch generell Filme ein bisschen
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lieber als Serien, ob es natürlich auch tolle Serien gibt, aber ich freue mich
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über Filmempfehlungen.
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Und Schweizer Filme... Abgeschlossenes. Ja, Ja, genau. Und Schweizer Produktion
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klingt auch interessant.
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Hast du was aus dem Bereich Musik? Tatsächlich ist es bei mir aktuell der Sampler
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des diesjährigen Eurovision Song Contest.
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Oh, wow, okay.
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Also eine wirklich wilde Mischung.
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Ich gucke das tatsächlich jedes Jahr super gerne und sobald sie dann draußen
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ist, ziehe ich mir die Playlist auf YouTube dann schon rein.
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Und ich mag im Grunde alles, was irgendwie Balkan, Osteuropa und in Landessprache ist. Ja, cool.
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Siehste, alleine für solche Informationen lohnt sich schon diese Rubrik.
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Das hätten wir jetzt gar nicht über dich erfahren, wenn ich das nicht gefragt hätte.
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Cool. Okay, hast du was aus dem Bereich Internet, Podcasts, YouTube, Socials?
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Ja, also ich höre natürlich gerade jede, jede Menge Podcasts,
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möchte aber einen herausgreifen und zwar heißt der Bala Bala Balkan,
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ist von Daniel Majic und Christo Lazarevic und sie berichten halt aktuelles
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und historisches aus dem Balkan.
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Und zwar halt, also klar, da lernt man historische Dinge, wie das damals war
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mit den Tito-Partisanen im Zweiten Weltkrieg,
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die Geschichte Jugoslawiens, aber auch die Aufarbeitung von Srebrenica ist ein Thema,
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aber auch nationalistische Tendenzen der heutigen Zeit, die aktuelle Politik auf dem Balkan.
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Also wer jetzt gerade bei Spiegel Online über die Proteste in Albanien gelesen
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hat gegen Edi Rama und wer vorher Balabala Balkan gehört hat,
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für den wird das nichts Neues gewesen sein.
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Also wirklich spannender Podcast und ich glaube,
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das ist so eine Region, die sonst in den deutschen Medien nicht so wirklich
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vorkommt, außer wenn der deutsche Beauftragte da mal wieder irgendwie ein dummes Statement macht.
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Ja cool, das klingt nach einem sehr guten Tipp. Ich suche ja auch immer nach neuen Podcasts.
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Also die beiden machen das halt wirklich auch sehr lustig. Einer ist aus Kroatien,
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einer eigentlich, ich glaube, Serbe, wobei wahrscheinlich beleidige ich sie jetzt beide.
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Sie haben es auch schon geschafft, sich den Ehrgeiz diverser ex-jugoslawischer
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Nationalisten irgendwie zuzuziehen.
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Aber sie machen es halt sehr humorvoll mit sehr viel Insider- Wissen,
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das aber auch immer für die deutschen Zuhörer dann erklärt wird.
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Also das ist wirklich ein guter Tipp. Cool.
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Ja und dann haben wir noch den Punkt Essen.
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Hast du gerade irgendeinen Snack, den du besonders gerne magst oder jetzt vielleicht
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im Sommer irgendein bestimmtes Eis oder was, hast du da irgendwas,
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hast du dir da was überlegt?
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Es ist jetzt nicht unbedingt sommerspezifisch, sondern einfach das Glück,
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in einer größeren Stadt zu wohnen.
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Und zwar habe ich den Luxus, in fußläufiger Entfernung ein georgisches Restaurant
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zu haben, was für Kiel auch schon relativ besonders ist.
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In Berlin hat man wahrscheinlich von jedem Land irgendwie zig Restaurants verschiedener
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Qualität, aber in Kiel sind wir ja schon froh, dass wir inzwischen Rahmen-Restaurants haben.
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Aber dieser Georgier ist halt wirklich schön. Er heißt Medea in der Holtenauer
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Straße und er hat einen georgischen kalten Hühnerbrustsalat mit Dill im Programm
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und der ist einfach fantastisch.
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Ich hatte auch schon mal überlegt, den selber zu machen, bin dann aber im Rezept
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schon daran gescheitert, dass ich ein komplettes Huhn hätte verarbeiten müssen,
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was für einen Ein-Personen-Haushalt jetzt nicht unbedingt angemessen ist.
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Aber der ist wirklich sehr lecker. Also wenn ihr irgendwie einen Georgier in
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der Nähe habt, fragt mal nach Katnissalata.
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Der ist wirklich lecker. Und naja, und für die eigene Küche zu Hause wird es
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dann halt das Korma Curry Chicken mit Korma Paste, was man dann auch selber hinkriegt.
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Okay, cool. Also für mich hat sich diese Rubrik auf jeden Fall gelohnt.
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Ja gut, der letzte Punkt, ich esse halt keine Tiere, deswegen fällt das für
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mich ein bisschen aus. Aber trotzdem interessant, Georgisch Essen hatte ich
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jetzt auch noch nicht auf dem Schirm.
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Da gibt es auch sehr, sehr viel Gemüse tatsächlich. Also mit Brokkoli,
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mit Kartoffeln machen die unglaublich viel.
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Also da wirst du doch sehr viel finden, glaube ich. Okay, cool. Super.
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Dann hast du diese neue Rubrik auch wunderbar gemeistert hier.
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Das hat sich doch gelohnt.
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Wo findet man deine Sachen im Internet? Tatsächlich immer noch ganz klassisch,
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auf Animax und DeviantArt.
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Da aber tatsächlich nur die fertigen Illustrationen und die Leseproben der Comics.
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Wer so mein tägliches Treiben begleiten will, findet das hauptsächlich auf Blue
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Sky, da dann aber auch alles mögliche abseits der Zeichnerei,
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was ich beim TRW so mache, die politische Weltlage, wirklich alles.
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Und ja, für hauptsächlich Azi-Fazi-Stuff habe ich mich dann doch letztes vorletztes
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Jahr mal bereit schlagen lassen, zu Instagram zu gehen.
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Und überall, wo ihr mich online findet, heiße ich eigentlich Nessi6688.
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Also wenn ihr das einmal googelt, kommt ihr eigentlich überall raus. Super.
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Und im September erscheint dann Geister beim Gringo Verlag.
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Genau, wenn alles klappt. Stefan Dinter ist gerade dankenswerterweise noch dabei,
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die Buchwerdung durchzuführen, also aus meinen Scans ein Buch zu machen.
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Und dann hoffen wir, dass es im September dann erscheinen wird. Okay, super.
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Dann danke ich dir fürs Mitmachen hier. Ja, vielen, vielen Dank für die Einladung.
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Wenn euch diese Sendung gefallen hat, dann gebt uns Feedback,
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empfehlt die Sendung weiter und gebt uns gute Bewertungen auf den gängigen Plattformen.
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Und wenn ihr auch die privaten Folgen hören wollt, die hier im Wechsel mit diesen
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Gastfolgen erscheinen, dann meldet euch an auf yaycomics.de slash privat.
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In der letzten privaten Folge haben wir zum Beispiel über drei Neuheiten bei Reprodukt geredet.